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Was, jetzt schon in den Ruhestand? Na klar!

Die Erwerbstätigkeit nicht von einem Tag auf den anderen aufzugeben, sondern stufenweise, liegt im Trend. Helvetia bietet ihren Mitarbeitenden eine stufenweise Pensionierung an. Lesen Sie, wie es der ehemalige Helvetia Mitarbeiter Heini Sörensen erlebte.

14. Juni 2019, Text: Michaela Schaub, Foto: Michaela Schaub

Ein pensionierter Mann mit Brille, in der Cafeteria sitzend.
Für den ehemaligen Helvetia Mitarbeiter Heini Sörensen ist die stufenweise Pensionierung eine Win-win-Situation für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmenden.

Abrupt vom Erwerbsleben in den Ruhestand treten, ist für viele Arbeitnehmende wie der Sprung ins kalte Wasser. Was kommt nach der Arbeit? Wie fülle ich die Freizeit auf? Immer mehr Mitarbeitende wünschen sich eine stufenweise Pensionierung. Heini Sörensen war einer der ersten, der bei Helvetia von der stufenweisen Pensionierung profitierte. Er arbeitete in einem 100%-Pensum als Mitverantwortlicher in der Transportabteilung. Einige einschneidenden Ereignisse im Leben sowie körperlichen Signale, brachten Heini Sörensen zum Umdenken. Die Arbeit und die Kundenkontakte wollte er nicht ganz aufgeben: Einerseits liebte er seinen Beruf. Andererseits lag eine volle Frühpensionierung finanziell nicht drin. 

Herr Sörensen, in welcher Funktion und wie lange waren Sie bei Helvetia tätig?

Ich arbeitete immer zu 100% in der Transportabteilung, hatte tagtäglich mit Brokern, Generalagenturen, Direkt-Kunden und spannenden Projekten an der Front zu tun. Insgesamt schaue ich auf 41 Jahre – inklusive Teilzeitpensionierung – bei Nationale Suisse bzw. Helvetia zurück.

Wie sah die Ausgangslage aus und was hat Sie bewogen, die stufenweise Pensionierung einzugehen?

Ich hatte eine schwerkranke und pflegebedürftige Frau zu Hause und war auch sehr engagiert in der Administration im Volleyball-Verband. Zudem erkrankte ich im Jahr 2014 selber und musste operiert werden. Die Ursache der Erkrankung war stressbedingt. So fing ich an, mir Gedanken zu machen. Zeitgleich war mein Vorgesetzter auf der Suche nach meinem Nachfolger. Der Plan war klar: ich arbeite ihn ein und ziehe mich stufenweise zurück. Zuerst erkundigte ich mich bei der AHV. Sie wies mich darauf hin, dass ich bei einer vollen Frühpensionierung weiterhin zu 100% die AHV-Beiträge selber zahlen muss. Bei einer Teilzeitarbeit bis zum 65. Altersjahr laufen hingegen die Arbeitgeberbeiträge in die AHV-Kasse. 

Ich nahm Bleistift und Papier zur Hand und rechnete die finanzielle Situation für die Zukunft aus (inkl. reduzierte PK-Rente). Dann ging ich mit meiner Idee zu meinen Vorgesetzten, der meinen HR-Betreuer und die Bereichsleitung informierte. Ich sagte zu mir, auch aus moralischen Gründen, ich will nicht von 100 auf 0% reduzieren, sondern eine Zwischenlösung anstreben. Bei allen Beteiligten stiess ich auf offene Ohren – ich muss Helvetia und meinem HR-Betreuer ein Kompliment machen, dass ich diese Möglichkeit bekam. Mit der Reduktion auf einen Beschäftigungsgrad von 40% - und der entsprechenden Anpassung des Basisgehaltes – konnte ich mich von der Kundenfront zurückziehen. So arbeitete ich vom 1. Januar 2016 bis am 30. April 2018 auf der Teilzeitbasis 40% und führte meinen Nachfolger ein. Dank meiner aufgehobenen Ferientage war mein letzter Arbeitstag bereits am 8. September 2017. Helvetia bezahlte weiterhin zu 40% die AHV- und Pensionskasse-Beiträge.

Wie sah der Einarbeitungsplan für den Nachfolger aus? 

Der Plan war sehr individuell und auf Kunden ausgerichtet. Wir besuchten gemeinsam Kunden bzw. Broker, ich konnte meinen Nachfolger vorstellen und in den Hintergrund treten. Jederzeit war ich für Informationen da oder gab hilfreiche Tipps. Eine Win-win-Situation für alle: Unsere Kunden haben es sehr geschätzt, dass es einen fliessenden Übergang gab und ich nicht von heute auf Morgen verschwand. Nach dem Aufbau von 20- bis 30-jährigen Kundenbeziehungen entstanden Vertrauen – und in einigen Fällen private Freundschaften. Mein Ziel war immer, dass ich nach meiner Pensionierung kein einziges Telefon mit Beschwerden bekomme – im Sinne von «Man merkt, dass du nicht mehr da bist». Bis zum heutigen Tag erhielt ich keinen einzigen Anruf.

Wussten Sie, was Sie in Ihrer zukünftigen Freizeit machen wollten?

Einerseits war klar, dass ich mich um die Pflege meiner Frau kümmere. Andererseits bin ich nach wie vor administrativ im Volleyball-Verband eingebunden. Mir wird es nie langweilig. Heute ist mein Tag auch mit fast 8 ½ Stunden ausgelastet. Ich ging bewusst in die stufenweise Pensionierung, da ich vorher mit dem Job und allen anderen Belastungen 150% stemmte – und das macht der Körper nicht lange mit. 

Vermissen Sie etwas aus Ihrer Arbeitszeit? 

Ich vermisse nur den Kontakt mit den Kunden und meinen Kollegen/innen im Büro. Doch Freundschaften, die sich ergeben haben, pflege ich weiterhin. Zu vielen Kunden und Broker habe ich Kontakt und die Wertschätzung zeigt sich beidseitig. Zudem treffe ich immer noch drei bis viermal im Jahr die ganze Abteilung zum Mittagessen – es kommen immer fast Alle.

Rückblickend, welche Vorteile und Nachteile sehen Sie bei der stufenweisen Pensionierung?

Ich sehe eigentlich nur Vorteile. Für den Arbeitgeber ist es ein Gewinn, da der Übergang und der Wissenstransfer ohne Verluste verläuft und die Kunden keinen Unterbruch bemerken. Auch für mich, als Arbeitnehmer, gab es nur einen einzigen Nachteil: Die letzten Beitragsjahre in der Pensionskasse fehlen, wenn man verfrüht in die Pensionierung geht.  

Gibt es einen Ratschlag an Ihre Kollegen/innen, die vor einer solchen Entscheidung stehen?

Zuerst sollen sie genau prüfen, ob eine stufenweise Pensionierung finanziell möglich ist. Dann sollen sie rechtzeitig mit dem Vorgesetzten sprechen und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Eventuell gibt es eine sanftere Variante einer stufenweisen Pensionierung (von 100-80-60-40%). Man muss keine Angst oder Respekt vor dem Schritt haben. Flexibel in den Ruhestand lässt auch zu, dass sich der Arbeitnehmende einfacher von der Arbeit trennen kann als bei einem abrupten Ende.

Helvetia unterstützt bei der Pensionierung 

Die Erwerbstätigkeit stufenweise aufzugeben, liegt im Trend. Dieser Prozess kann schon im Alter von 58 Jahren beginnen. Mit 70 Jahren ist der späteste Zeitpunkt für eine AHV- und pensionskassenrechtliche Pensionierung erreicht. Zwischen der Minimal- und der Maximalvariante liegen also zwölf Jahre. In dieser Zeit kann sich ein sukzessiver Gang in die Rente vollziehen, wobei mehrere Teilpensionierungsschritte und/oder eine Überlappung der Phasen «Vorsorgeaufbau» und «Vorsorgekonsum» möglich sind.

Podcast

Erfahren Sie, wie der ehemalige Helvetia Mitarbeiter Heini Sörensen die stufenweise Pensionierung erlebte.

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