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Schutzwald Rheintal SG

Schutzwald Engagement «Rheintal SG»

Das langfristige Ziel der Bepflanzung ist ein zukunftsfähiger Bestand, welcher die idealen Anforderungen für einen Schutzwald gegen Murgang und Erosion erfüllt und aus Baumarten besteht, welche in Zukunft auf den Standorten stocken können.

Schutzwald im Rheintal und Werdenberg

Die Waldregion 2 (WRG2) Werdenberg-Rheintal erstreckt sich von der Gemeinde Thal am Bodensee bis Wartau unterhalb des Gonzens. Sie ist geprägt durch den scharfen Übergang der Rheinebene in die Bergflanken des Alpsteins und
des Werdenbergs. Vor der Rheinregulierung war die ganze Talebene Schwemmland des «grössten Wildbachs Europas». Als Folge davon liegen alle Siedlungen dicht am Hangfuss. Dies bewahrt sie zwar einigermassen vor dem Wasser, setzt sie aber allen denkbaren gravitativen Naturgefahren aus. 60% der 10’400 ha Waldfläche sind als Schutzwald ausgeschieden und leisten einen unersetzlichen Beitrag zum Schutz der Siedlungen.

Drei Viertel der Waldfläche der WRG2 gehören den Ortsgemeinden und weiteren öffentlichen Institutionen, das restliche Viertel 3’000 privaten Waldeigentümern. Entsprechend pflegen die öffentlichen Waldeigentümer mit ihren acht Forstbetrieben auch den Grossteil der Schutzwaldfläche. Dank der regelmässigen Eingriffe hat die Region einen vergleichsweise tiefen durchschnittlichen Vorrat von 285 fm/ha. Das Nutzungspotenzial von 48’000 fm/J wird mit durchschnittlich 44’000 fm/J fast ausgeschöpft.

Grosse Teile der Waldfläche sind gut erschlossen. Herausforderungen bestehen in den wilden Bachtobeln, insbesondere im Raum Thal bis Altstätten. In Rüthi und Sennwald
prägt die Steilheit des Geländes die forstlichen Tätigkeiten.

Von Gams bis Wartau verhindern die hohen Rotwildbestände eine optimale Verjüngungsgunst und somit das Aufkommen diverser, zukunftsgerichteter Bestände. In Gams und Wartau gefährden tiefgründige Rutschungen die unterliegenden Siedlungen. Mit gross angelegten Entwässerungsprojekten wird versucht, die Hänge stabil zu halten. 20% der Waldfläche der WRG2 sind «naturfern» bestockt. Dies sind insbesondere Fichtenpflanzungen in tiefen Lagen. Diese Bestände sind
bereits jetzt unter Druck. Mit fortschreitender Klimaerwärmung wird ein Teil der Bestände verhältnismässig plötzlich verschwinden. Auf diesen Flächen stellt sich die Herausforderung, einen Wechsel der Baumarten mit vernünftigem Aufwand umzusetzen.

Wo immer die Schutzwaldziele mit Naturverjüngung erreicht werden können, wird nicht gepflanzt. Herausforderungen bestehen insbesondere auf Flächen mit sehr homogenem, nicht standortgerechtem Vorbestand, in den feuchten Grossrutschungen und auf mit Brombeeren überwucherten Windwurfflächen mit zusätzlichem Käferbefall. Die Pflanzung von Bäumen dient je nach Situation als Starthilfe oder unterstützt das Einbringen von zukunftsträchtigen Baumarten, welche die Diversität unter unsicherer Klimaentwicklung positiv beeinflussen. Dank dem Engagement von Helvetia kann die wichtige Verjüngung der Schutzwälder entlang des Rheins wirksam und positiv beeinflusst werden. In den nachfolgend beschriebenen Flächen werden 10’000 Bäume gepflanzt.