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Schutzwald Enga­gement «Beider Basel»

Schutzwald Gebiet Baselland und Basel-Stadt

Schutzwälder «Beider Basel»

Schutzwälder leisten in beiden Basel einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Bevölkerung, Siedlungen und vielen Infrastrukturanlagen. Die Wälder schützen vor Naturgefahren wie Steinschlag, Rutschungen, Bodenerosion und Hochwasser. Lawinen kommen in dieser Gegend nicht vor. Gut ein Fünftel der Waldfläche gilt in den beiden Basel als Schutzwald (3‘700 Hektaren). Die Verantwortung für intakte Schutzwälder liegt beim Kanton. Trotz der grossen Bedeutung gehören die Schutzwälder aber in der Regel nicht den Kantonen. Er ist, wie der übrige Wald auch, im Besitz von vielen privaten und öffentlichen Waldeigentümern.

Gemäss Waldgesetzgebung sind die Kantone angehalten, für eine minimale Pflege im Schutzwald zu sorgen. Nur so können die Wälder dauerhaft und zuverlässig schützen. Die Umsetzung der Schutzwaldpflege, des entsprechenden Wildtiermanagements und wo nötig technische Verbauungen geschehen in enger Zusammenarbeit mit den Waldeigentümerinnen und Waldeigentümern sowie den Forstbetrieben.

Seit 1986 werden im Kanton Basel-Landschaft Schutzwaldprojekte ausgeführt. Das erste startete vor 30 Jahren am Schleifenberg oberhalb von Liestal.

Baumarten für den Klimawandel

Der Klimawandel macht auch vor der Region Basel und ihrem Wald nicht halt. Klimaexperten rechnen für das 21. Jahrhundert mit einer Klimaerwärmung von 2-4 °C. Häufigkeit und Ausmass von Extremereignissen dürften dabei die Vegetationsentwicklung stärker beeinflussen als die Zunahme der Mitteltemperatur. Direkte Wirkungen wie Dürren, Hitzewellen, Stürme, Starkniederschläge und Überschwemmungen sowie indirekte Folgen wie Krankheiten, Schadinsekten, Waldbrände werden die Walddynamik grundlegend verändern. Vieles ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Das Prinzip der Risikoverteilung dürfte beim heutigen Stand des Wissens auch für die Bewirtschaftung und Pflege der Schutzwälder ein guter Ratgeber sein. Unabhängig davon, wie schnell sich die Klimaveränderung in unseren Wäldern manifestiert, sollten wir eine mittel- wie langfristig optimale Waldentwicklung anstreben.

So hat der Sommer 2018 hat gezeigt, dass Buchen, die häufigste Baumart der Region, anfällig auf Trockenheit und hohe Temperaturen sind. Schutzwälder sind deshalb auf Baumarten angewiesen, die mit einem wärmeren, trockeneren Klima umgehen können. Dazu gehören verschiedene Eichenarten, Sommerlinden, Baumhasel, Eiben und andere. Doch diese Baumarten wachsen nicht von sich aus am gewünschten Ort. Sie müssen erst gepflanzt und gepflegt werden, bis sie sich auf natürliche Art und Weise vermehren können.

Wildtiermanagement erforderlich

Im Gegensatz zu höher gelegenen Regionen ist das Aufkommen von Jungwuchs in Bezug auf die klimatischen Bedingungen in der Region Basel kein Problem. Doch Rehe und Gämsen schätzen die zarten Knospen, Triebe und Blätter der jungen Bäume. Besonders gerne mögen sie dabei diejenigen Baumarten, die für den Schutzwald wichtig sind wie Linden, Ahorne und Weisstannen. Damit die Tiere den bäumigen Nachwuchs im Schutzwald durch zu starkes Abfressen und Fegen nicht gefährden, ist ein wirkungsvolles Wildtiermanagement erforderlich. Das Amt für Wald erhebt deshalb Daten, wie viele Bäume verbissen werden, schafft Äsungsflächen im Wald und plant den Wildtierbestand. Das Ziel ist, dass sich aufwändige Schutzmassnahmen für junge Bäume wie Einzelschütze oder Zäune wenn möglich erübrigen.

Waldpflege ist günstiger als technische Verbauungen

Der Kanton Baselland investiert jährlich rund 600‘000 Franken in die Pflege der Schutzwälder und damit in den Schutz seiner Bevölkerung und deren Infrastruktur. Das Amt für Wald ermittelt den Pflegebedarf in den Schutzwäldern gemeinsam mit den Revierförstern, externen Fachleuten und weiteren Partnern. Anhand dieser gutachtlichen Einschätzungen plant, koordiniert, priorisiert und finanziert das Amt für Wald die Eingriffe in Absprache mit den lokalen Förstern, den Waldeigentümern, Unternehmern und den Nutzniessern des Schutzes.

Wo ein Schutz durch den Wald alleine nicht ausreicht, sind zusätzlich technische Verbauungen wie Steinschlagschutznetze erforderlich. Auch solche Massnahmen koordiniert das Amt für Wald. Diese Art von Schutz ist aber ungleich teurer als die Waldpflege! Die Pflege von einer Hektar Schutzwald kostet während 100 Jahren rund 100‘000 Franken. Eine gleichwertige Schutzleistung durch technische Verbauungen beläuft sich auf das Zehnfache, also rund eine Million Franken.

Die Gebiete sind:

  • Schleifenberg (Liestal)
  • Homburgertal (Rümlingen, Buckten, Wittinsburg, Läufelfingen)
  • Eital (Tecknau)
  • Wintenberg Oberdorf (Waldenburgertal)
  • Riedhalden Reigoldswil (Fünflibertal)
  • Liesberg (Laufental)
  • Unteres Laufental: «Muggenberg» (Aesch/Pfeffingen/Duggingen), «Dägenauer» und «I der Wacht»/«I dr Chärbe» (Grellingen)

Das Helvetia Schutzwald-Engagement ermöglicht in diesen Gebieten 10‘000 Bäume zu pflanzen, zu pflegen und vor Wildverbiss zu schützen.

Detaillierte Infos über die aufgeforsteten Gebiete in den Kantonen Baselland und Basel-Stadt finden Sie hier

Sicherheitshinweis:

Die von Helvetia bepflanzten Gebiete sind auf unserer Website jeweils beschrieben und via Link auf einer Landkarte ersichtlich. Schutzwälder sind in der Regel in steilen, exponierten Lagen und teils schwer zugänglich. Es ist weder im Interesse von Helvetia noch der verantwortlichen Forstbehörden, dass die Schutzwälder von Besuchern begangen werden. In ihrem eigenen Interesse bitten wir Sie, von persönlichen Begehungen von Schutzwäldern abzusehen. Ihre Sicherheit und Gesundheit liegt uns am Herzen.

Die fortlaufende Nummer und Unterschriften im Baumpass bestätigen lediglich, dass Helvetia den jeweiligen zuständigen Forstbehörden die Pflanzen finanziert hat, und diese auch tatsächlich gepflanzt wurden. Die kleinen frisch gepflanzten Bäume sind nicht individuell nummeriert. Wer einen Schutzwald begehen möchte und an entsprechender Fachinformation interessiert ist, dem empfehlen wir die vom Schweizerischen Versicherungsverband unterstützten schweizweit angelegten Schutzwaldpfade.

Mehr dazu unter: www.schutz-wald-mensch.ch

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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