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Schutzwald Enga­gement «Zentral­wallis» (VS)

Schutzwald Gebiet Engadin St. Moritz Panorama

Schutzwald im «Zentralwallis»

Angesichts der vorherrschenden Geländeverhältnisse und der Nutzungsdichte im Kantonsgebiet (Siedlungsraum, Verkehrswege) steht für das Wallis die Schutzfunktion des Waldes im Vordergrund. 87% der Wälder spielen eine wesentliche Rolle beim Schutz vor Naturgefahren.
Daher kann nur ein standortgerechter, stufig aufgebauter, vitaler und strukturierter Schutzwald die an ihn gestellten Anforderungen zum Schutz vor Naturgefahren erfüllen. Durch regelmässige Schutzwaldpflegeeingriffe, die rund 15- bis 30-mal kostengünstiger sind als technische Schutzmassnahmen wie Lawinenverbauungen oder Steinschlagnetze, kann der Wald seiner Schutzfunktion gegenüber Naturgefahren gerecht werden.

Die natürliche Verjüngung vieler Schutzwälder (insbesondere in den Bergregionen) erstreckt sich aufgrund der kurzen Vegetationsperiode über einen sehr langen Zeitraum. Häufig kommt der Jungwuchs nur sehr spärlich auf. Zudem dauert es mehrere Jahrzehnte, bis ein Baum seine Schutzwirkung erzielen kann.

Durch die Pflanzung soll die natürliche Verjüngung ergänzt werden, wodurch sich langfristig ein artenreicher (u. a. Ergänzungspflanzung durch die Douglasie) und stufiger Schutzwald entwickelt. Dieser kann die Schutzwirkung umfassend erfüllen und massgeblich zur Förderung der Biodiversität beitragen.

Um diese Ziele zu erreichen, ist ein Schutz der jungen Pflanzen vor Verbiss nötig. Dies gilt insbesondere für die Weisstanne, welche eine gute Resistenz gegen Borkenkäfer, Sturm und klimatische Einflüsse (gute Wurzelverankerung/Pfahlwurzel) aufweist. Der Verbissschutz erfolgt dabei mit Hilfe von Drahtkörben, die mittels drei Pfählen fixiert werden und so ein ungestörtes Wachstum der jungen Bäume gewährleisten. Zur natürlichen Entwicklung des Waldes gehören jedoch auch Phasen des Umbruchs (Überalterung, Zerstörung). Indem laufend ein Verjüngungsprozess aufrechterhalten wird, kann die Schutzfunktion des Waldes, ungeachtet der möglichen Gefährdungen (z. B. durch Stürme), gewährleistet werden.

Mit Hilfe des Helvetia Schutzwald Engagements sollen in drei verschiedenen Schutzwäldern im gesamten Kanton Wallis insgesamt 10’000 Bäume gepflanzt werden. Dadurch wird die Verjüngung in diesen Wäldern gestärkt und die Schutzfunktion der Wälder nachhaltig gesichert, damit sie auch zukünftigen Generation ausreichenden Schutz vor Naturgefahren bieten.

Die Gebiete sind:

  • Salins
  • Le Sé
  • La Garde

Detaillierte Infos über die aufgeforsteten Gebiete im Zentralwallis finden Sie hier

Sicherheitshinweis:

Die von Helvetia bepflanzten Gebiete sind auf unserer Website jeweils beschrieben und via Link auf einer Landkarte ersichtlich. Schutzwälder sind in der Regel in steilen, exponierten Lagen und teils schwer zugänglich. Es ist weder im Interesse von Helvetia noch der verantwortlichen Forstbehörden, dass die Schutzwälder von Besuchern begangen werden. In ihrem eigenen Interesse bitten wir Sie, von persönlichen Begehungen von Schutzwäldern abzusehen. Ihre Sicherheit und Gesundheit liegt uns am Herzen.

Die fortlaufende Nummer und Unterschriften im Baumpass bestätigen lediglich, dass Helvetia den jeweiligen zuständigen Forstbehörden die Pflanzen finanziert hat, und diese auch tatsächlich gepflanzt wurden. Die kleinen frisch gepflanzten Bäume sind nicht individuell nummeriert. Wer einen Schutzwald begehen möchte und an entsprechender Fachinformation interessiert ist, dem empfehlen wir die vom Schweizerischen Versicherungsverband unterstützten schweizweit angelegten Schutzwaldpfade.

Mehr dazu unter: www.schutz-wald-mensch.ch

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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