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«Corona hat nicht für alle den gleichen Einfluss»

Andy Senn ist Kundenberater im Aussendienst in Chur. Er beobachtet, dass Stadtbewohner und Menschen in den Bergregionen unterschiedlich mit den Einschränkungen wegen des Coronavirus umgehen. Ausserdem erzählt er von seinem vorübergehenden Homeoffice auf über 1600m Höhe.
20.05.2020, Foto: privat
andy-senn

«Dass ich als Kundenberater während der Coronazeit nichts zu tun habe, kann ich ganz und gar nicht behaupten. Mein Telefon klingelt mehr als sonst. Denn meine Kunden rufen zuerst mich an, wenn sie einen Schadenfall haben. Das ist in meiner Generalagentur normal, wir pflegen fast schon einen familiären Umgang mit unseren Kunden. Ich blieb nach den geschäftlichen Terminen oft zum Mittagessen, besuchte deren Veranstaltungen oder man ist im selben Sportverein. Hier kennt jeder jeden.

«Am liebsten die Hände schütteln»

Zu Spitzenzeiten besuchte ich vor Corona bis zu zehn Kunden pro Tag. Als das plötzlich nicht mehr möglich war, mussten wir uns alle etwas arrangieren. Dabei war mein Credo: Anpassung und Flexibilität. Damit die Zusammenarbeit funktioniert, muss ich auf die einzelnen Bedürfnisse der Kunden noch mehr eingehen. Mit den Kunden aus der städtischen Region halte ich den Kontakt problemlos via Facebook, Instagram, Telefon und Whatsapp. Kunden aus Bergregionen würden mir wohl am liebsten weiterhin die Hand schütteln, was ich auch verstehe. Da ist die Ansteckungsgefahr des Virus halt nicht so präsent, da man mehr unter sich ist und sowieso nicht in Menschenmassen lebt.

In den Bergen ist alles etwas entspannter. Auch ich und meine Partnerin wechselten am Anfang der Krise ins "Bergoffice", in unsere Jagdhütte auf 1600 m Höhe. Da liess es sich mit einer tollen Aussicht wunderbar arbeiten. Trotzdem freue ich mich natürlich, wenn wir wieder zurück zur Normalität finden. Als Kundenberater liebe ich es, meine Kunden persönlich zu treffen, sonst wäre ich im falschen Beruf.»


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