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Medienmitteilung
Konzernnews
Finanzinformationen

Helvetia erzielt höheren Gewinn und die Strategieumsetzung zeigt Erfolge

Die Helvetia Gruppe erhöhte das Ergebnis aus Geschäftstätigkeit nach Steuern im ersten Halbjahr 2017 um 8 Prozent auf CHF 258 Mio. Die Netto Combined Ratio verbesserte sich um 0.6 Prozentpunkte auf 91.3 Prozent. Das Geschäftsvolumen der Versicherungsgruppe wuchs um 0.3 Prozent (in Originalwährung) auf CHF 5 532 Mio. Im Ergebnis sind Synergien vor Steuern aus den Akquisitionen von Nationale Suisse und Basler Österreich in der Höhe von CHF 62 Mio. enthalten. Bei der Umsetzung der Strategie helvetia 20.20, die zum Ziel hat, Helvetia agiler, innovativer und kundenzentrierter zu machen, sind klare Erfolge zu verzeichnen.
04.09.2017
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Die wichtigsten Kennzahlen für das erste Halbjahr 2017 im Überblick:
  • Ergebnis aus Geschäftstätigkeit1 nach Steuern: CHF258.4 Mio. (1.Halbjahr 2016: CHF238.3 Mio.; +8.4 Prozent)
  • IFRS-Ergebnis1 nach Steuern (inkl. Akquisitionseffekten): CHF210.1 Mio. (1.Halbjahr 2016: CHF186.1 Mio.; +12.9 Prozent)
  • Geschäftsvolumen: CHF5532.1 Mio. (1.Halbjahr 2016: CHF5544.3 Mio.; +0.3 Prozent in Originalwährung)
  • SST-Quote (Bandbreite2): 140 bis 180 Prozent (140 bis 180 Prozent)
  • Combined Ratio (netto): 91.3 Prozent (1. Halbjahr 2016: 91.9 Prozent)
  • Eigenkapital (ohne Vorzugspapiere): CHF 4 806.1 Mio. (2016: CHF4812.6 Mio.)

Weitere Kennzahlen inklusive Kommentaren finden Sie im Anhang.

«Wir dürfen auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2017 zurückblicken, denn wir konnten alle wesentlichen Kennzahlen im Vergleich zur Vorjahresperiode klar verbessern», kommentiert Philipp Gmür, CEO der Helvetia Gruppe, den Halbjahresabschluss der Versicherungsgruppe.

Erneute Ergebnissteigerung und verbesserte Netto Combined Ratio
Die Helvetia Gruppe steigerte im ersten Halbjahr 2017 das Ergebnis aus Geschäftstätigkeit nach Steuern gegenüber dem Vorjahr um 8.4 Prozent auf CHF258.4 Mio. Der Ergebnisanstieg resultierte dabei – neben verbesserten technischen Resultaten im Nicht-Leben- und Lebengeschäft – hauptsächlich aus einem gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 deutlich verbesserten Anlageergebnis. Das temporär massgeblich von buchhalterischen Akquisitionseffekten beeinflusste IFRS-Ergebnis von CHF210.1 Mio. lag 12.9 Prozent über dem Ergebnis der Vergleichsperiode.

Besseres versicherungstechnisches Ergebnis im Nicht-Leben dank erfolgreichen Portfoliosanierungen
Zur guten Ergebnisentwicklung trugen sowohl das Nicht-Lebengeschäft als auch das Lebengeschäft bei. Im Geschäftsbereich Nicht-Leben erzielte Helvetia ein Ergebnis aus Geschäftstätigkeit von CHF 176.6 Mio., was einem Zuwachs von 16.9 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 entspricht. Der Anstieg resultierte dabei hauptsächlich aus einem verbesserten Anlageresultat und einem höheren technischen Resultat. Letzteres profitierte vor allem von den erfolgreichen Portfoliosanierungen und einem günstigeren Schadenverlauf. Die Netto Combined Ratio verbesserte sich von 91.9 Prozent im Vorjahr auf aktuell 91.3 Prozent. Insbesondere im Segment Europa konnte Helvetia die Profitabilität des gezeichneten Geschäfts massgeblich verbessern: Die Netto Combined Ratio sank im Vorjahresvergleich deutlich von 97.2 Prozent auf 94.4 Prozent. Alle Markteinheiten wiesen Combined Ratios unter 100 Prozent aus und arbeiteten profitabel.

Solides Ergebnis im Lebengeschäft trotz anspruchsvollem Umfeld
Im Lebengeschäft betrug das Ergebnis aus Geschäftstätigkeit CHF 92.2 Mio. und lag damit 4.2 Prozent über dem ersten Halbjahr 2016. Der Anstieg resultiert aus einem höheren Risikoergebnis infolge eines im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 normalisierten Risikoverlaufs. Auch das Zinsergebnis verbesserte sich aufgrund der Senkung des Mindestzinssatzes im Schweizer Kollektiv-Lebengeschäft. Höhere Aufwendungen für Überschussbeteiligungen als Folge der verbesserten Anlageerträge hatten einen gegenläufigen Effekt. Darüber hinaus fielen im Berichtsjahr höhere Steuern an, da das Vorjahr durch Einmaleffekte positiv beeinflusst wurde. Die Neugeschäftsmarge verbesserte sich im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich und lag bei 1.2 Prozent (Halbjahr 2016: 0.5 Prozent). Die Ergebniskennzahlen zeigen, dass die Profitabilität erfolgreich verbessert wurde.

Das Ergebnis aus Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Übrige Tätigkeiten belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf CHF-10.4Mio. (Halbjahr 2016: CHF -1.2 Mio.). Zwar verbesserte sich das technische Ergebnis der Gruppenrückversicherung, die von der guten Entwicklung des Direktgeschäfts profitieren konnte. Jedoch war das Vorjahr durch einmalige Steuereffekte positiv beeinflusst. Schliesslich verzeichnete Helvetia leicht höhere Kosten aufgrund planmässiger Investitionen in strategische Projekte.

Geschäftsvolumen erneut gewachsen
Im ersten Halbjahr 2017 wies Helvetia auf Konzernstufe ein Geschäftsvolumen von CHF 5532.1 Mio. aus (Halbjahr 2016: CHF 5544.3 Mio.). Auf währungsbereinigter Basis bedeutet dies einen Zuwachs von 0.3 Prozent. In Schweizerfranken ausgedrückt, sank das Geschäftsvolumen leicht um 0.2 Prozent. Der Rückgang resultiert aus negativen Wechselkurseffekten. Im Nicht-Lebengeschäft erzielte Helvetia ein erfreuliches währungsbereinigtes Wachstum von 3.0 Prozent. Aufgrund eines positiven Sondereffekts im Vorjahr im Bereich des Schweizer Kollektiv-Lebengeschäfts sowie der strategiekonformen Drosselung des traditionellen Einzel-Lebengeschäfts ging das Gesamtvolumen im Leben zwar um 1.9 Prozent zurück. Demgegenüber trugen die Anstrengungen zur Forcierung moderner Lebensversicherungsprodukte Früchte: Das kapitaleffiziente nicht-traditionelle Geschäft weist ein sehr erfreuliches Wachstum von 36.9 Prozent aus.

Segmente Europa und Specialty Markets wachsen deutlich
Bei der Betrachtung nach Segmenten zeigt sich, dass sich das Prämienvolumen in der Schweiz auf CHF3567.9 Mio. belief und damit gegenüber dem Vorjahr zurückging (erstes Halbjahr 2016: CHF 3676.9 Mio.). Verantwortlich dafür war das Lebengeschäft, während im Schweizer Nicht-Lebengeschäft ein erfreuliches Wachstum von 1.5 Prozent erzielt wurde. Im Segment Europa stieg das Geschäftsvolumen auf CHF 1456.8 Mio. und lag damit währungsbereinigt 4.3Prozent über dem Wert des Vorjahres. Wachstumstreiber waren die Länder Österreich und Spanien, die beide sowohl im Leben- als auch im Nicht-Lebengeschäft wuchsen. In Deutschland stieg das Geschäftsvolumen leicht. Italien verzeichnete demgegenüber rückläufige Geschäftsvolumina. Deutschland konnte im Lebengeschäft zwar zulegen, im Nicht-Lebengeschäft standen jedoch die letzten akquisitionsbedingten Portfoliosanierungsmassnahmen an. Italien war mit einem marktweit rückläufigen Motorfahrzeuggeschäft konfrontiert; im Lebengeschäft konnte das Wachstum bei den modernen Produkten den Rückgang im traditionellen Geschäft nicht kompensieren. Das Prämienvolumen im Segment Specialty Markets erhöhte sich im ersten Halbjahr um 13.8 Prozent auf CHF 507.4 Mio. Wachstumstreiber war in erster Linie die Aktive Rückversicherung.

Aktien und Immobilien tragen die Anlageperformance
Der laufende Anlageertrag belief sich auf CHF 520.6 Mio. und erreichte damit praktisch das Vorjahresniveau. Bei leicht angestiegenen Anlagebeständen bildete sich die direkte Rendite nur marginal zurück und lag bei annualisierten 2.2 Prozent. Getrieben durch die Aktien, wurden auf den Kapitalanlagen Gewinne in der Höhe von CHF 78.3 Mio. erzielt. Das erfolgswirksame Anlageergebnis summierte sich auf CHF 598.9 Mio. und lag damit CHF 133.2 Mio. über dem Vorjahreswert. Im ersten Halbjahr erzielte Helvetia eine Anlageperformance von 1.0 Prozent, die insbesondere von den Aktien mit 10.7 Prozent und den Immobilien mit 1.9Prozent getragen wurde.

Kapitalausstattung und Solvenz weiterhin solide
Helvetia verfügt über eine unverändert solide Kapitalposition. Die SST-Quote lag per Ende 2016 im Rahmen der Bandbreite von 140 Prozent bis 180 Prozent. Das Eigenkapital blieb mit CHF 4806.1 Mio. gegenüber CHF4812.6 Mio. Ende 2016 stabil. Erfreulich war auch die Entwicklung der Eigenkapitalrendite: Diese stieg auf Basis des Ergebnisses aus Geschäftstätigkeit von annualisierten 9.4 Prozent im Halbjahr 2016 auf 10.2 Prozent in der Berichtsperiode.

Integrationsarbeiten auf der Zielgerade
Die Integration der 2014 erworbenen Gesellschaften Nationale Suisse und Basler Österreich nähert sich dem Abschluss. Der Erfolg der Arbeiten zeigt sich auch in den realisierten Synergien. Im Ergebnis aus Geschäftstätigkeiten sind Synergien vor Steuern in der Höhe von CHF62.0 Mio. enthalten (Halbjahr 2016: CHF 51.4 Mio.).

Strategie stärkt und erweitert das Kerngeschäft und erschliesst neue Ertragsquellen
Mit der Umsetzung der im März 2016 vorgestellten Strategie helvetia 20.20 ist Helvetia sehr gut unterwegs. Die Strategie verfolgt einen strukturierten und fokussierten Umsetzungsplan zur Weiterentwicklung der Versicherungsgruppe. Zum einen wird das bisherige Versicherungsgeschäft im Kern weiterentwickelt, um das bestehende Geschäft zu optimieren und es effizienter zu machen. Zum anderen werden mit einer Erweiterung des Kerngeschäfts zusätzliche Ertragsquellen erschlossen. Schliesslich entwickelt Helvetia entlang eines Innovationsportfolios neue Geschäftsmodelle und erneuert das bestehende Geschäft.

Bei allen drei Stossrichtungen der Strategieumsetzung kann Helvetia erste Erfolge verzeichnen. Bei der Entwicklung des bisherigen Geschäftsmodells treibt die Versicherungsgruppe zum Beispiel die Automatisierung und Vereinfachung der Prozesse weiter voran. Bei der Erweiterung des bisherigen Geschäftsmodells ist die Versicherungsgruppe daran, ein Eco-System «Home» aufzubauen, bei dem sie mit der Mehrheitsbeteiligung an MoneyPark, dem grössten Schweizer Hypothekenvermittler, über einen ersten starken Anker verfügt. Die Weiterentwicklung von MoneyPark durch den im Juli 2017 erfolgten Zusammenschluss mit Defferrard & Lanz unterstützt die konsequente Umsetzung der Strategie helvetia 20.20. Beim Innovationsportfolio werden unterschiedliche Ansätze verfolgt. Neben Corporate Incubation und dem Helvetia Venture Fund setzt Helvetia zum Beispiel auch auf Prototyping. Im Rahmen eines solchen Projekts hat Helvetia im ersten Halbjahr 2017 erfolgreich einen SMS-Chatbot für die automatisierte Vertragsverlängerung entwickelt. Damit ist Helvetia das erste Versicherungsunternehmen in Europa, das Verträge mittels Chatbot abgeschlossen hat.

Philipp Gmür zeigt sich erfreut über das im letzten Halbjahr Erreichte: «Die operativen Kennzahlen sind sehr gut und auch auf die Fortschritte bei der Strategie helvetia 20.20 dürfen wir stolz sein. Mit dieser Strategie wird Helvetia agiler, innovativer und kundenzentrierter. Zudem schafft sie die Voraussetzungen dafür, die Chancen der Digitalisierung optimal nutzen zu können.»


Anmerkungen
  • Heute findet um 9.00 Uhr eine Medienkonferenz in deutscher Sprache statt. Um 11.00 Uhr folgt eine Analysten-Konferenz mit Conference Call in englischer Sprache. Die Einwahlnummern für die Analysten-Konferenz lauten: +41(0)583105000(Europa), +44(0)2030595862 (UK), +1(1)6315705613(USA).
  • Der Conference Call (englisch) kann im Internet unter www.helvetia.com mitverfolgt werden (Audio). Ab ca. 16.30 Uhr steht unter www.helvetia.com ein Replay zur Verfügung.
  • Der Aktionärsbrief inklusive Halbjahresbericht sowie der Foliensatz zur Medien- und Analystenkonferenz sind ab sofort im Internet unter www.helvetia.com/halbjahresabschluss abrufbar.
  • Die wichtigsten Kennzahlen finden Sie im Factsheet im Anhang.

Schauen Sie das Video-Interview mit CEO Philipp Gmür:




Kontaktinformationen
Analysten
Helvetia Gruppe
Susanne Tengler
Leiterin Investor Relations
Dufourstrasse 40
9001 St.Gallen

Telefon: +41 58 280 57 79
investor.relations@helvetia.ch
www.helvetia.com
Medien
Helvetia Gruppe
Jonas Grossniklaus
Media Relations Manager
St. Alban-Anlage 26
4002 Basel

Telefon: +41 58 280 50 33
media.relations@helvetia.ch
www.helvetia.com
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