Auf dieser Seite sind Cookies, sowie Cookies von Dritten aktiviert, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten sowie Informationen und Angebote unterbreiten zu können. Durch die Nutzung der Internetseiten von Helvetia erklären Sie sich damit einverstanden und stimmen der Datenverarbeitung durch Helvetia zu. Weitere Informationen - auch dazu wie man Cookies deaktiviert - finden sie in den Hinweisen zum Datenschutz.

  • Herzliche Gratulation!

    Mich interessieren
    ?
    Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung
    Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Zum Kontaktformular
Medienmitteilung
Engagements & Sponsoring

Der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia 2017 geht an Projekte aus Bayern, St.Gallen und Tirol

An der Verleihung des 12. Alpinen Schutzwaldpreises Helvetia im bayerischen Kempten wurden Projekte aus Bayern, St.Gallen und Tirol ausgezeichnet. Ulrich Ammer wurde zudem als Schutzwaldpate für seine Verdienste um den Schutzwald geehrt.
02.02.2018
helvetia-media-releases.jpg

Am 2. Februar 2018 hat die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Alpenländischer Forstvereine zum zwölften Mal den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia verliehen. Die Mitglieder – Forstvereine aus Bayern, Graubünden, Kärnten, Liechtenstein, St.Gallen, Südtirol, Tirol und Vorarlberg – würdigen mit dem Preis Projekte, die sich besonders vorbildlich für den Schutzwald engagieren. Im Beisein von Regierungsräten aus Liechtenstein und St.Gallen und Landesräten aus Tirol und Vorarlberg wurden im Kornhaus Kempten drei Projekte in den Kategorien «Schulprojekte», «Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften» und «Erfolgsprojekte» gewürdigt. Mit dem «Schutzwaldpaten» zeichnete die Jury zudem eine Person für ihre Verdienste rund um den Schutzwald aus.

22 Projekte und Ideen aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz wurden eingereicht. Die international besetzte Jury ehrte folgende Projekte mit einer Auszeichnung:

Kategorie «Schulprojekte»
Die Volksschule Imst Unterstadt aus Tirol, Österreich, überzeugte mit ihrem Projekt «Der Wald schützt, nützt und bildet». Es vermittelt den Volksschülern während ihrer vierjährigen Grundschulzeit fundiertes Wissen über die Bedeutung des Ökosystems Wald. Die Schüler lernen, dass die langfristige Erhaltung des Waldes wichtig ist. Mit Aktivitäten im eigenen Stadtwald wird der Bezug zum unmittelbaren Lebensraum hergestellt. Das Projekt deckt eine Fülle von pädagogischen Aktionen ab und wird auch in Zukunft weitergeführt. Die Stadtgemeinde Imst ist Partner der Schutzwaldplattform Tirol.

Kategorie «Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften»
Das Tiroler Projekt «Vogelschutz im Bergwald» ist ein Gemeinschaftsprojekt des Naturparks Karwendel und dem Forstbetrieb Oberinntal der Österreichischen Bundesforste AG. Es setzt Ergebnisse aus vogelkundlicher Erhebungen im Naturpark Karwendel in forstliche Massnahmen um. Diese sollen die natürliche Stabilität des Schutzwaldes erhöhen und gleichzeitig die Lebensräume für Vogelarten im Bergwald erhalten. Naturschutz- und Forstexperten haben gemeinsam mit den Grundbesitzern konkrete Handlungstipps in einem Praxishandbuch festgehalten.

Kategorie «Erfolgsprojekte»
Ergänzend zur technischen Lawinenverbauung nutzt die St.Galler Gemeinde Amden seit Jahren die schützende Funktion des Waldes, um Lawinenanrisse zu verhindern. Das Aufforstungsprojekt «Buech» wurde bereits vor rund 60 Jahren ins Leben gerufen. Dank Pflegemaßnahmen kombiniert mit Verbauungen schützt der Wald heute das Dorf Amden vollumfänglich. Eine rein technische Verbauung wäre viel teurer gewesen.

Der «Sonderpreis» der Jury
Die Salinenwirtschaft und die Jagd sind die wichtigsten Gründe dafür, dass die Baumbestände in dem von Fichten dominierten bayerischen Alpennationalpark Berchtesgaden oft von Schälschäden betroffen sind. Die Wildbestände waren bis in die 80er-Jahre extrem hoch und die Tradition der Jagd fest verankert. Am Beispiel des Steinbergs, oberhalb der Gemeinde Ramsau, zeigte sich, dass mit einer gezielten Jagd, ergänzt durch eine künstliche Verjüngung von Buche und Tanne in Femelstellungen, die Fichtenbestände erfolgreich zu Mischwäldern erweitert werden können. So wurde die Schutzwirkung erhalten und die Biodiversität gefördert.

Professor Ulrich Ammer wird dritter Schutzwaldpate
Zum dritten Mal hat die ARGE Alpenländischer Forstvereine den Titel «Schutzwaldpate» vergeben. Dieses Jahr wurde Ulrich Ammer aus Eichendorf, Deutschland, für seine Verdienste zugunsten des Schutzwalds geehrt. Ulrich Ammer setzte sich jahrzehntelang für die konstruktive Zusammenarbeit der unterschiedlichen Interessensgruppen am Wald ein. Er wies nach, dass die Bewirtschaftung von Wäldern die Artenvielfalt erhalten oder sogar steigern kann. Durch seine wissenschaftlichen Analysen zur Waldentwicklung bewies Ulrich Ammer frühzeitig die Notwendigkeit der Schutzwaldsanierung, um die Schutzfunktionen der Bergwälder zu erhalten.

Alle Gewinner des Alpinen Schutzwaldpreises Helvetia 2017 im Überblick:

  • Kategorie Schulprojekte: «Der Wald schützt, nützt und bildet», Volksschule Imst, Tirol, Österreich
  • Kategorie Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften: Vogelschutz im Bergwald, Tirol, Österreich
  • Kategorie Erfolgsprojekte: Aufforstung «Buech», Gemeinde Amden, St.Gallen, Schweiz
  • Sonderpreis der Jury 2017: Umwandlung von Fichtenreinbeständen zu Bergmischwäldern in Schutzwaldlagen des Nationalparks Berchtesgaden am Beispiel des Steinbergs oberhalb der Gemeinde Ramsau, Bayern, Deutschland
  • Schutzwaldpate: Prof. Ulrich Ammer aus Eichendorf, Deutschland


Diese Medienmitteilung finden Sie auch auf der Website www.helvetia.com/media.

Kontaktinformationen
Medien
Helvetia Gruppe
Jonas Grossniklaus
Media Relations Manager
St. Alban-Anlage 26
4002 Basel

Telefon: +41 58 280 50 33
media.relations@helvetia.ch
www.helvetia.com

Bayerischer Forstverein
Vorsitzende
Gudula Lermer
Ritter-Waller-Straße 16
94405 Wildthurn

Telefon: +49 8583 6086612
lermer@forstverein.de
www.forstverein.de
Download & Links
Diese Seite weiterempfehlen