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Finanz­hilfen in der Corona-Krise

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In vielen Betrieben kommt es derzeit aufgrund der aktuellen Situation zu finanziellen Engpässen – vielleicht ist auch Ihr Unternehmen davon betroffen. Als Kunde von Helvetia möchten wir Ihnen auch in dieser schwierigen Zeit als starker Partner zur Seite stehen. Deshalb möchten wir Sie hier mit gesammelten Informationen zur finanziellen Unterstützung durch Bund & Länder in der Corona-Krise 2020 unterstützen.

Hinweis

Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität aller genannten Informationen garantieren können. Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und waren zum folgenden Zeitpunkt aktuell: 27. April 2020

Finanzielle Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland

Auf Bundesebene wurde ein finanzielles Unterstützungspaket für Unternehmen sowie Selbständige verabschiedet. Dazu gehören Soforthilfen für Selbständige und kleine Unternehmen, Bürgschaften von Landesbanken, Kurzarbeit und steuerliche Erleichterungen, die wir im Folgenden für Sie gesammelt haben.

Kurzarbeitergeld

Bei Kurzarbeit handelt es sich um die temporäre Verringerung der regelmäßigen Arbeitszeit wegen eines erheblichen Arbeitsausfalls. Zuständig für Kurzarbeitergeld ist die Bundesagentur für Arbeit.

Damit ein Arbeitgeber Kurzarbeit einführen kann, bedarf es bestimmter Voraussetzungen:

  • mind. 10 Prozent der Beschäftigten müssen einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent erleiden.
  • Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Bezug ist beschränkt auf bis zu 12 Monate.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Gleitzeit o.ä. genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.
  • Die vereinfachte Beantragung und gelockerte Voraussetzungen gelten bis 31.12.2020.

Mehr Informationen: arbeitsagentur.de

Steuerliche Maßnahmen

  • Zinsfreie Stundung von Steuerzahlungen wie Einkommens-, Körperschafts- und Umsatzsteuer
  • Anpassung von Vorauszahlungen auf die Einkommens- und Körperschaftststeuer (für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler)
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen von überfälligen Steuerschulden, Säumniszuschläge werden erlassen
  • Beantragung beim zuständigen Finanzamt bis 31.12.2020

Mehr Informationen: bundesfinanzministerium.de

Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird bzw. abgesondert wurde und einen Verdienstausfall erleidet, enthält grundsätzlich eine Entschädigung.

Für Unternehmen und Selbstständige gilt aktuell die zwingende Voraussetzung, dass durch ein deutsches Gesundheitsamt eine Tätigkeitsverbot ausgesprochen wurde bzw. eine Quarantäne angeordnet wurde.

Zur Bestimmung der Entschädigung wird der jeweilige Verdienstausfall herangezogen:

  • Für die ersten 6 Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. 
  • Ab der 7. Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt.

Für Selbstständige wird der Verdienstausfall pro Monat nach einem Zwölftel des Arbeitseinkommens berechnet.

Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, maximal für 6 Wochen, die Entschädigung auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet. Die Anträge gemäß § 56 IfSG sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder dem Ende der Absonderung zu stellen.

Mehr Informationen: berlin.de

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht gilt für 

  • Unternehmen, deren Antragspflicht in § 15a der Insolvenzordnung geregelt ist.
  • Vereins- und andere Vorstände, deren Antragspflicht direkt in § 42 Abs. 2 BGB geregelt ist.

Diese gesetzliche Regelung tritt rückwirkend zum 01.03.2020 in Kraft und gilt vorerst bis 30.09.2020.

Mehr Informationen: bmvj.de

Zahlungsaufschub für Verbraucher, Unternehmen und Vereine

Der o.g. Personenkreis erhält einen Zahlungs- oder Leistungsaufschub bei bestimmten fortlaufenden Verpflichtungen. Dadurch soll eine unterbrechungsfreie Versorgung mit Leistungen der Grundversorgung sichergestellt werden, wie zum Beispiel mit Strom und Telekommunikationsleistungen. Zudem wird ein mindestens dreimonatiger Zahlungsaufschub bei Darlehensverträgen ermöglicht.

Diese Regelungen gelten zunächst bis zum 30.06.2020 und können unter bestimmten Voraussetzungen verlängert werden.

Mehr Informationen: bmvj.de

Sozialschutz-Paket: Leichterer Zugang zur Grundsicherung (Arbeitslosengeld II)

Das Sozialschutz-Paket ergänzt die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Sozialgesetzbuch II und ermöglicht so die finanzielle Unterstützung von Familien, Selbstständigen, Freiberuflern und Unternehmen – auch wenn sie gar nicht arbeitssuchend sind. Dies ist vor allem interessant, da die Soforthilfen der Länder nicht für private Ausgaben genutzt werden dürfen.

Diese Leistungen können für folgenden Personenkreis gewährt werden:

  • Betroffene von Kurzarbeit und Arbeitslosengeld-Beziehende: Das Einkommen ist so gering, dass der eigene Lebensunterhalt bzw. der einer Bedarfsgemeinschaft nicht mehr gesichert werden kann.
  • Freiberufler, Solo-Selbständige oder Kleinunternehmer, deren finanzielle Situationen sich durch die Corona-Krise drastisch verschlechtert haben, weil ein Großteil der Aufträge bzw. Kundschaft weggebrochen ist. 

Folgende Erleichterungen wurden beschlossen:

  • Wenn zwischen dem 01.03. bis einschließlich zum 30.06.2020 ein Neuantrag gestellt wird, entfällt ggfs. für die ersten 6 Monate die Vermögensprüfung.
  • In den ersten 6 Monaten des Leistungsbezugs werden die Ausgaben für Unterkunft und Heizung in tatsächlicher Höhe anerkannt.

Mehr Informationen: con.arbeitsagentur.de

Bezuschussung für Unternehmensberatungen

Ab sofort können Anträge für Unternehmensberatungen bis zu einem Wert von 4.000 Euro beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Diese Beratungsleistung kann u.a. dafür genutzt werden, um die Krise besser zu überstehen. Im Rahmen des Angebots muss kein Eigenanteil gezahlt werden. Es gilt für alle von Corona betroffene, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler.

Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Gründungsberatung kann nicht bezuschusst werden. 

Mehr Informationen: bafa.de

Kredite und Bürgschaften

Kredite und Bürgschaften sind sehr individuell zu beantragen. Um das passende Fördermittel zu finden, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Besuchen Sie die Website der Förderdatenbank des Bundes.
  2. Tippen Sie zum Beispiel »Corona Hessen« ein, um die Hilfsangebote für Hessen zu erhalten. Alternativ können Sie auch nach Ihrer Postleitzahl suchen.

Mehr Informationen: foerderdatenbank.de

Finanzielle Sofortmaßnahmen nach Bundesland

Der Umgang der Bundesländer mit den vom Bund verabschiedeten Finanzinstrumenten unterscheidet sich teilweise sehr. Wir haben Ihnen daher hier eine Übersicht über die aktuell angebotenen finanziellen Maßnahmen der Bundesländer erstellt. Eine Auflistung aller Länderhilfen finden Sie auch auf der offiziellen Seite des Bundesministeriums.

Bitte beachten Sie bezüglich der Soforthilfen der einzelnen Bundesländer folgendes:

  • In Hamburg ist eine Sofortzahlung durch Bund und Land kummuliert möglich.
  • In allen anderen Bundesländern ist dies nicht möglich.
  • Sonderfall Berlin: Hier sind Bundesmittel nur beantragbar, wenn im ersten Antrag keine Bundesmittel beantragt wurden.

Bitte wählen Sie Ihr Bundesland:

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