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Sicherheitstipps für Ihr Rad

Was gibt es schöneres als mit dem Fahrrad die sommerliche Natur zu genießen? Doch wie schütze ich mich richtig vor Fahrraddiebstahl? Welches Schloss macht es den Dieben schwer genug?

Text: Katja Brand; Fotos: iStock

Fahrraddiebstahl: Welches Schloss macht es Dieben richtig schwer?

Wer viel mit dem Rad unterwegs ist, sollte auch über die Gefahren und Risiken, die damit verbunden sind, Bescheid wissen. Nicht nur die Straßenverkehrsregeln müssen unbedingt beachtet werden, auch unser Fahrrad muss optimal gesichert sein.

Mehr als 330.000 Fahrraddiebstähle werden bundesweit Jahr für Jahr erfasst.
Über die Hälfte der Fahrräder waren dabei durch Spiral- oder Kabelschlösser gesichert. Diese simple Art von Schlössern kann von Dieben innerhalb weniger Sekunden unauffällig geknackt werden. Zwar kann selbst das beste Fahrradschloss keinen Diebstahl verhindern, aber wir zeigen Ihnen, wie Sie einem Fahrraddieb das Leben erschweren können:

Bügelschlösser

Die schweren Stahlbügel sind das Beste, was man an Fahrradsicherheit bekommen kann. Die Markenprodukte sind mittlerweile so stabil gebaut, dass ein gewaltsamer Aufbruchversuch auf offener Strasse wenig Chance auf Erfolg hat. Vor einem professionellen Knacken des Schlosses, dem sogenannten „Lockpicking", schützen aber meist nur die Topmodelle. Doch die Mehrinvestition lohnt sich. Wenn man Hunderte oder auch Tausende Euro für sein Traumrad ausgibt, sollte einem seine Sicherheit auch am Herzen liegen.

Panzerkabel und Ketten

Gute Panzerkabel und Kettenschlösser sind mittlerweile fast so sicher wie Stahlbügel, da meist die gleichen Schließmechanismen verwendet werden und die Panzerung beziehungsweise die Kettenglieder nahezu genauso widerstandsfähig sind. Ihr Vorteil: Sie sind wesentlich flexibler, was das Anschließen auch an Bäume oder Strassenlaternen ermöglicht. Bügelschlösser können hier Probleme machen.

Faltschlösser

Die sogenannten Faltschlösser kombinieren die Flexibilität eines Kettenschlosses mit der stabilen Sicherheit eines Bügelschlosses. Sie lassen sich wie ein Zollstock auf ein kompaktes Maß zusammenlegen und gut am Fahrrad befestigen.
Tipp: Die längste Version wählen, so hat man auch an Laternen wenig Mühe beim Abstellen.

Spiralkabelschlösser

Für die dünnen Spiralkabel gilt das gleiche wie für Rahmenschlösser: Sie bieten nicht genug Sicherheit, um das Rad unbeobachtet lassen zu können. Dabei spielt der Schliessmechanismus eine eher untergeordnete Rolle, da meist ein Seitenschneider ausreicht, um das Seil zu knacken.

Diebe sind auf Schlosstypen spezialisiert

Das Diebstahlrisiko ist bei teuren Rädern wesentlich höher, weshalb Fahrräder mit einem Wert von über 600 Euro mit besonders hochwertigen Schlössern gesichert werden sollten. Dieses Risiko ist den Fahrradbesitzern durchaus bewusst, denn Fahrräder dieser Preiskategorie werden im Durchschnitt deutlich besser gesichert. Da Diebe immer häufiger auch professionell vorgehen und mit entsprechenden Werkzeugen sogar die besten Schlösser knacken können, sollte man Fahrräder jedoch grundsätzlich nicht über längere Zeit unbeaufsichtigt im Freien abstellen.


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