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Expertentipps

Verletzungsrisiko Skiurlaub: Training ist alles

Skifahren zählt zu einer der anstrengendsten Sportarten für den Gesamtorganismus eines Hobbysportlers, sagt Profi-Freerider Mario Gattinger. Dennoch gilt der Skiurlaub als Erholung – dabei wird leider oft das gezielte Vorbereitungstraining vergessen.

Autor: Mario Gattinger, Ursula Czerny ; Fotos: iStock

Schon bei der Liftfahrt auf den Gipfel fällt der Stress des Alltags ab und wir freuen uns auf einen ganzen Tag in der Bergluft beim Skifahren. Schnelle Pistenabfahrten, spannende Tiefschneefahrten und wohlverdienter Après-Ski – ein Traum. Kaum ein Urlaub bietet schnellere Erholung als ein paar Tage auf Skiern in den tief verschneiten Bergen. Doch ohne gezielte Vorbereitung birgt der Lieblingssport der Österreicher auch ein großes Risiko, wie die Anzahl der Skiunfälle jedes Jahr zeigt.

Erhöhtes Verletzungsrisiko ohne Workout

Durch die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen 20 Jahre sind immer mehr Berufe entstanden, die sitzend ausgeübt werden. Der resultierende Bewegungsmangel führte zu einer Verschlechterung der körperlichen Fitness bei mehr als 60 Prozent der Bevölkerung. Dennoch verzeichnen die Wintertourismusorte jedes Jahr ein Plus bei den Ski-Ticketverkäufen.
Viele Menschen betätigen sich nur mäßig körperlich und betreiben höchstens unregelmäßig Sport. Dazu kommt, dass sich Hobby-Skifahrer, was ihr Können und ihre körperliche Fitness anbelangt, gern überschätzen. Mario Gattinger, Profi-Freerider, erklärt: „Aufgrund der mangelnden Bewegung im restlichen Jahr ermüdet die Muskulatur beim Skifahren viel schneller. Dann können Bewegungen nicht mehr gezielt ausgeführt und gut koordiniert werden. Dazu kommt, dass Gelenke, beispielsweise das Knie, nicht mehr ausreichend muskulär stabilisiert werden und die Kreuzbänder überbelastet sind.“
Beim Skifahren, so Gattinger, befinde man sich oft auf über 2.000 Höhenmeter – diese Höhe könne zu einer mangelnden Sauerstoffaufnahme in die arbeitende Muskulatur führen und die Ermüdung schneller eintreten lassen. Faktoren, wie immer besser präparierte Pisten und ein rasanter technologischer Fortschritt in der Materialentwicklung, führten bei den Abfahrten zu einem hohen Tempo. „Deshalb wirken enorme Belastungen auf den Bewegungsapparat, die wiederum zu einer schnelleren Ermüdung führen.“
Um dem Verletzungsrisiko im Skiurlaub so gut wie möglich entgegenzuwirken rät Mario Gattinger: „Es ist wichtig, den Organismus mit gezieltem und regelmäßigem Training vor Ermüdung bei langen Belastungen zu schützen. Denn im ermüdeten Zustand passieren die meisten Verletzungen. Der Muskel kann Bewegungen nicht mehr gut umsetzen und die Konzentration des Sportlers lässt nach. Außerdem kühlt ein müder Muskel, vor allem in der Kälte, schneller aus und ist somit noch anfälliger für Verletzungen."

Vorbereitungstraining für Hobby-Skifahrer

Mario Gattinger: „Jeder Mensch hat individuelle Schwachpunkte in seiner Fitness. Die gilt es in erster Linie auszumerzen, um anschließend mit einem ganzheitlichen Training weitermachen zu können. Wichtig ist, das Training ausgewogen zwischen Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit zu gestalten. Man sollte sich am Anfang keinesfalls überfordern und nur so viele Einheiten pro Woche durchführen, wie man wirklich schaffen kann. Man wird fitter und kann nach und nach mehr Übungen und Einheiten absolvieren. Und ganz wichtig: nur nicht ungeduldig werden!"
 

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