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Lifestyle
Privatkunden

Promi-Versicherungen: Wie versichert man seinen Körper?

Heidi Klum versichert ihre Beine, Rocklegende Bruce Springsteen seine Stimme. James Bond Daniel Craig gleich seinen ganzen Körper. Und gerüchteweise soll Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger sogar sein bestes Stück versichert haben. Verrückt? Mitnichten: Versichern kann man fast alles – die Frage ist nur, bei wem und zu welcher Prämie.

Text: Katja Brand, Fotos: shutterstock.com

Betty war die Erste

Angefangen hat alles mit einem Pin-up-Girl. 40er-Jahre, zweiter Weltkrieg: Zigtausende Soldaten haben in ihrem Spind ein freizügiges Bild von Betty Grable. Das Supermodel ist zu dieser Zeit die höchstbezahlte Schauspielerin der Welt. Grund genug für ihr Studio 20th Century Fox, die Beine ihres Stars für eine Million Dollar versichern zu lassen. So wurde das Pin-up-Girl aus dem Spind zum „Girl with the Million Dollar Legs“.

Wo der Parfümeur seine Nase versichert

in Spezialist für solch aussergewöhnliche Policen ist Lloyd's. Der weltweit grösste Prominenten-Versicherer hat seinen Sitz in London. Körperteile zu versichern, gehört dort zum Alltag. Weinsachverständige lassen ihre Zungen versichern, Parfümeure ihre Nasen, Fussballer ihre Knie – und Schauspielerinnen ihre Brüste. Wie das geht? Ähnlich wie bei einem Gebäudegutachten: Die Grundlage bildet die Einschätzung eines Arztes über den Körperteil. Dann muss geklärt werden, wie der Schaden bemessen wird, was gedeckt ist und was nicht. Daraus wird schliesslich eine Prämie kalkuliert, abgeleitet von allgemeinen Unfalldeckungen. Dass die Prämien für aussergewöhnliche Versicherungen auch mal aussergewöhnlich hoch ausfallen können, erstaunt wohl kaum.

Die Helvetia versichert keine Brüste

Der deutsche Versicherungsmarkt ist vergleichsweise konventionell. Bei der Helvetia jedenfalls sind Körperversicherungen kein Thema. „Wir schätzen den Bedarf in Deutschland als gering ein. Bei der Helvetia haben wir schlicht keine Grundlagen dafür, das Risiko für eine Körperversicherung abzuschätzen. Es ist ein Nischenprodukt, um das sich Spezialisten wie Lloyds kümmern“, sagt Elena Michel, Mitarbeiterin im Produktmanagement. Oder man bietet dem Kunden eine Berufsunfähigkeitsabsicherung an. Diese Versicherung schützt den Versicherten vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit.  

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