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Expertentipps
Tierkrankenversicherung

Hund im Auto vergessen

Ab 20° C wird es für Hunde im Auto lebensgefährlich!

Text: Christiane Gagel, Fotos: Helvetia

Ich parke doch im Schatten!

Der weitverbreitete Irrglaube, das geöffnete Fenster oder das Parken im Schatten kühle das Fahrzeug im Sommer genug ab, um darin das Haustier zurückzulassen, kostet jedes Jahr in den warmen Monaten etliche Tiere das Leben. Im besten Fall führt diese Fehleinschätzung zu einer eingeschlagenen Autoscheibe – im schlechtesten zu einem Hund der elend an einem Hitzschlag verstirbt.

Ob Schattenparkplatz oder offene Scheibe, eine halbe Stunde pralle Sonne führt bei den meisten Fahrzeugen zu einer Art mobiler Sauna. Die Innenraumtemperatur steigt schnell über 50° C. Für Tiere und speziell Hunde kann das Auto deswegen schon bei kurzer Parkdauer zur Todesfalle werden. Denn Hunde schwitzen nur über Zunge und Pfoten und ist die umgebende Temperatur zu hoch, so gelingt die Kühlung über Verdunstungskälte (Zunge) nicht mehr.

Menschen können ihre Körpertemperatur über die gesamte Körperoberfläche regulieren. Die Schweißporen, die über Verdunstungskälte den Körper kühlen, sind großflächig verteilt. Dieser Unterschied ist vielen Hundehaltern jedoch nicht bewußt und führt zu erheblichen Fehleinschätzungen bezüglich der Temperatur im Innenraum des Fahrzeugs. Während sie für Menschen gut auszuhalten ist - kann sie für den vierbeinigen Freund bereits lebensbedrohlich sein! Die Annahme, dass Parken im Schatten, leicht geöffnete Fenster oder etwa eine helle Lackierung eine Minderung der Innenraumtemperatur zur Folge hätten, ist schlichtweg falsch.  

Wie die folgende Tabelle (*Quelle: www.erste-hilfe-beim-hund.de) zeigt, kann schon eine Außentemperatur von 24° Celsius im Auto zu bis zu 40° führen! Eine Temperatur, die auch ein Mensch nicht mehr unbedingt als angenehm empfindet und der kann schwitzen und das stickige Auto verlassen. Überlegen Sie, wie Sie sich fühlen würden, wenn Sie einen dicken Pelzmantel anhätten und nicht in der Lage wären die Saunatür zu öffnen.

Außentemperatur nach 30 Minuten nach 60 Minuten
24° C 40° C 50° C
26° C 42° C 52° C
28° C 44° C 54° C
30° C 46° C 56° C
32° C 48° C 58° C
34° C 50° C 60° C

Sollten Sie folgende Symptome bei Ihrem Hund feststellen:

  • starkes Hecheln
  • beschleunigter Pulsschlag
  • schnelle flache Atmung
  • erhöhte Körpertemperatur
  • tiefrote Zunge
  • blasse Schleimhäute
  • glasiger Blick
  • eingefallen wirkende Augen
  • Erbrechen
  • Erschöpfung
  • Krämpfe
  • taumelnder Gang oder Gleichgewichtsstörungen
  • Bewusstseinsstörungen; die Bewusstseinsstörungen sind am Ansprechverhalten des Hundes erkennen: der Hund reagiert auf direkte Ansprache schlecht oder überhaupt nicht, er bewegt sich schwankend fort oder lässt sich einfach fallen
  • Bewusstlosigkeit

ist höchste Eile geboten. Dann könnte Ihr Hund einen Hitzschlag haben und das ist ein Notfall! Allerdings sollten Sie jetzt nicht in Panik verfallen und das Tier im überhitzten Fahrzeug abtransportieren, sondern sofort Notfallmaßnahmen einleiten.

Sofortmaßnahmen bei Verdacht auf einen Hitzschlag beim Hund

  • den Hund sofort in eine kühle Umgebung bringen
  • dem Hund Wasser zum Trinken anbieten
  • WICHTIG: nicht (!) eiskaltes Wasser und niemals mit Zwang einflößen
  • falls er bewusstlos ist, mit erhöhtem hinterem Körperbereich in Schocklagerung bringen
  • weiteren Stress für den Hund vermeiden
  • den Hund auf ein feuchtes Handtuch legen
  • feuchtes Taschentuch über den Kopf
  • feuchtes Tuch um den Hals
  • Pfoten gut anfeuchten
  • langsam untere Bereiche der Vorder- und Hinterfüsse, dann obere Bereiche der Füsse mit lauwarmem Wasser bearbeiten (langsam mit der Feuchtigkeit nach oben arbeiten)
  • WICHTIG: niemals Wasser einfach über den Hund kippen (z.B. Eimer kaltes Wasser)
  • spätestens alle 10 Minuten, oder früher wenn sich die Tücher aufwärmen - durch neue kühle Tücher ersetzen
  • die Pfoten ständig gut einnässen

Bei einem Hitzschlag kann sich die Vitalsituation ihres Tieres relativ schnell verschlechtern. Von daher sollten Sie, auch wenn es so aussieht als ginge es dem Tier besser, auf alle Fälle einen Tierarzt aufsuchen. Organisieren Sie wenn möglich einen Helfer und nehmen Sie vorab mit dem Tierarzt telefonisch Kontakt auf. Stellen Sie sicher, daß die Praxis oder Klinik geöffnet hat.

Damit Sie im Fall der Fälle sofort den richtigen Ansprechpartner haben und sich um die Kosten der Versorgung keine Sorgen machen müssen, bietet Helvetia den Rundum-Schutz Helvetia PetCare.

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