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Expertentipps
Haftpflicht

Wenn der Hund mal wieder den Koi-Teich leert...

Wenn man Hundebesitzer zum Charakter ihres Vierbeiners befragt, erhält man oft Antworten, die mehr an menschliche Partner erinnern, denn an einen Hund. Auch die Sozialen Medien sind voller Kuriositäten rund um Hunde – deren Verhalten schnell mal die Tierhalter-Haftpflicht sinnvoll macht.

Autor: Christiane Gagel, Foto: iStock

Von Busfahrern und vergrabenen Gebissen

Da gibt es beispielsweise Eclipse, die schlaue Labradorhündin aus Seattle, deren Besitzer gut beraten ist, den täglichen Spaziergang im Park pünktlich anzugehen, sonst fährt sie eben allein. Mit dem Bus. Drei Stationen. Zum Hundepark. Oder Apollo, dessen nicht zu bändigender Spieltrieb sein Herrchen in die Bredouille brachte, weil er fand, dass die neuen Zähne von Herrchens Bruder besser im Garten aufgehoben sind als im Reinigungsglas auf dem Nachttisch. Der Bruder wollte das Gebiss trotz gründlicher Reinigung nach einigen Monaten in der Erde nicht mehr nutzen. Wer wollte es ihm verdenken.

Ohne Tierhalter-Haftpflicht kann das teuer werden

Kann man über derartige Einfälle des tierischen Freundes ausgiebig schmunzeln, so hört der Spaß auf, wenn bei einer solchen Aktion Dritten ein schlimmer Schaden entsteht. Für den haftet nämlich der Besitzer – lustig hin oder her. Und je nachdem, wie kreativ der Liebling bei seinen Streichen ist, kann es da zu schmerzhaft hohen Summen kommen. Obwohl eine Tierhalter-Haftpflicht in einigen Bundesländern bei der Anschaffung bestimmter Hunderassen mittlerweile Pflicht ist, gilt sie generell noch immer als Nischenprodukt. Viele Tierbesitzer sehen sie als etwas, dass man nur dann braucht, wenn der eigene Hund ein Raufbold ist oder den Briefträger nicht leiden kann.

Wenn es länger still ist, sollte man hellhörig werden

Vielen ist nicht klar, was so ein Hund, speziell wenn er noch klein ist, alles anstellen kann. Und hier kann man kleine Kinder und junge Hunde durchaus vergleichen: Wenn es über einen längeren Zeitraum auffällig still ist, sollte man nachschauen gehen – entweder sie schlafen oder das Sofa brennt. Kann man "Kollateralschäden" wie zernagte Schuhe, verschrammtes Laminat oder die zerfledderten neuen Sofakissen nach einem tiefen Blick in die treuen Hundeaugen noch mit einem Seufzer verschmerzen, geht das bei einer zerkratzten Mietwohnungstür nicht mehr so einfach.

Ihr Hund mag Koi-Sushi? Ein Fall für die Hundehaftpflicht!

Viele Tierbesitzer glauben sich schon über die Privathaftpflichtversicherung auf der sicheren Seite. Doch diese deckt im Regelfall nur Schäden durch Kleintiere ab – und es gibt wenig gesicherte Daten darüber, wie oft die Beinbekleidung des Briefträgers vom Meerschweinchen zerfetzt wurde...
Wenn es jedoch der Hund ist, der das halbe Mehrfamilienhaus unter Wasser setzt oder den Koi-Teich des Nachbarn leert (alles dokumentierte Fälle!), kommt oft das böse Erwachen. In vielen Fällen werden solche Schäden tatsächlich nur von einer expliziten Tierhalter-Haftpflicht übernommen.

Fazit: Eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung ist gut angelegtes Geld.

Der Abschluss einer speziell auf den Hund zugeschnittenen Hundehaftpflicht hilft dabei, die kleinen Eigenheiten des Vierbeiners wieder mit einem Schmunzeln zu betrachten. Oft gibt es sogar günstige Pakete, die eine generelle Tierkrankenversicherung und die Hundehaftpflicht kombinieren.  

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