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Engineering

Gotthard­-Basis­tunnel: Versicherungs­projekt der Superlative

Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 wird der 57 Kilometer lange Gotthard-Basistunnel regulär in Betrieb genommen. Versicherer des Neat-Projektes ist ein Konsortium, wobei die Vertragsführung bei Helvetia Versicherungen liegt.

4. Dezember 2016, Text: Jonas Grossniklaus, Fotos: AlpTransit Gotthard AG

Einige Arbeiter führen Arbeiten beim Bau des Gotthard-Basistunnels aus. Helvetia hat das Bauwerk versichert.
Helvetia versichert den Bau des Gotthard-Basistunnels, der als Teil der Neat die Deutschschweiz mit dem Tessin verbindet.

Der neue Tunnel durch den Gotthard, der mit dem kommenden Fahrplanwechsel regulär befahren wird, ist ein Meilenstein in der Geschichte der Ingenieurskunst. Auch für die Versicherungsbranche war dieses Projekt eine epochale Herausforderung. Nationale Suisse, die sich inzwischen mit Helvetia Versicherungen zusammengeschlossen hat, war seit Beginn für die Umsetzung der Versicherung des Neat-Projekts verantwortlich. Das Versicherungspaket umfasste Bauwesen-, Montage-, Besucherunfall- sowie Haftpflichtpolicen für Sach-, Personen- und Vermögensschäden. Das Versicherungsrisiko des Jahrhundert-Bauwerks teilte Helvetia zu gleichen Teilen mit Allianz Suisse.

Ein Bauprojekt dieser Grössenordnung bringt viele Herausforderungen mit sich. «Der Stand der Technik und die Risikoaspekte veränderten sich seit der Erstellung der Police im Jahr 2000 laufend, die geologischen Herausforderungen waren gross und deren Auswirkungen nicht immer sicher abschätzbar», erklärt Harald Scheer, der bereits bei Nationale Suisse die Neat-Versicherung betreut hat und dies nun auch bei Helvetia tut. Bevor es aber überhaupt zu einem Vertragsabschluss mit der Bauherrin AlpTransit Gotthard AG gekommen ist, mussten in der Angebots-Phase die speziellen Risiken aus den verschiedenen Bauphasen verstanden und sämtliche Aspekte und Bewertungen zu einem attraktiven Angebot für die Bauherrin zusammengeführt werden.

Risiken in und über dem Tunnel

Zum Kerngeschäft der Tunnelversicherer gehört die Bauwesenversicherung. Diese trägt die Kosten für die Wiederherstellung zerstörter Bauleistungen. Kommt es zum Beispiel aus unvorhersehbaren geologischen Gründen zu einem Bergschlag, bei dem Gestein in den bereits erstellten Tunnel stürzt und diesen beschädigt, ist der zusätzliche Aufwand zur Wiederherstellung versichert. Nicht unter die Versicherungsleistung fallen Mehraufwendungen durch vorhersehbare Risiken, und die Bauherrin muss stets die notwendigen und zumutbaren vorsorglichen Massnahmen treffen, um derartige Ereignisse zu vermeiden.

Die Haftpflichtdeckung schützt die Bauherrin vor Ansprüchen bei Schäden gegenüber Dritten. Zum Beispiel können Senkungen der Oberfläche über der Röhre zu Schäden von Strassenkonstruktionen oder an Staudämmen führen. Beim Gotthard-Basistunnel bestand dieses Risiko konkret für die Mauer des Stausees Nalps, der südlich von Sedrun liegt. Schäden sind jedoch keine aufgetreten.

Zwanzig Jahre Kontinuität im Versicherungsmanagement

Bald rollt der fahrplanmässige Bahnverkehr durch den Tunnel. Für die Versicherer läuft der Neat-Auftrag stufenweise aus. Die Versicherungen für Bauwesen, Montage und Besucher-Unfall endeten am 30. Juni 2016. Die Haftpflichtversicherung läuft noch bis Ende 2016. Am Monte Ceneri läuft der Versicherungsauftrag noch bis 2019. Sowohl die Bauherrin als auch die Versicherer können beim Gotthard-Basistunnel auf ein erfolgreiches Projekt zurückblicken, auch dank der Konstanz im Versicherungsrisiko-Management während zwei Jahrzehnten.

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