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Engineering

Wasserkraft für einen guten Zweck

Der Orden der African Benedictine Sisters St. Agnes betreibt in Tansania ein kleines Wasserkraftwerk. Das von Helvetia versicherte Bauwerk versorgt ein grosses Gebiet von rund 400 000 Einwohnern täglich zuverlässig mit Strom.

01. März 2016, Text: Jan Söntgerath, Fotos: zVg

Im Hintergrund die Staumauer des Wasserkraftwerks, davor einige Einheimische auf eine Ebene aus Erde und vereinzelten Grasflecken sowie ein kleiner Bach, der von der Mauer wegfliesst.
Das von Helvetia versicherte Wasserkraftwerk versorgt ein Gebiet von bis zu 400 000 Einwohnern täglich zuverlässig mit Strom.

Die 370 Dominikanerinnen leben in Chipole im Südwesten Tansanias in bescheidenen Verhältnissen nach dem Prinzip der Selbstversorgung. Sie engagieren sich für die soziale Wohlfahrt im Land. Ihr Orden unterhält landesweit Schulen, Gesundheitsdienste, landwirtschaftliche Betriebe sowie ein Waisenhaus und geniesst ein hohes Ansehen. Aber nicht nur das: Auch im Betrieb und Unterhalt einer Wasserkraftanlage verfügen die Schwestern über reichlich Erfahrung. Seit rund zwölf Jahren betreiben sie nämlich eine solche zur Selbstversorgung. Dadurch kam auch der Kontakt mit der Albert Koch-Stiftung zustande, die das Kraftwerk-Projekt unterstützte. «Die Schwestern übernehmen viele soziale Aufgaben, die der Staat nicht wahrnimmt, obwohl er eigentlich dafür zuständig wäre», erklärt Albert Koch seine Motivation, sich mit seiner Stiftung beim Kraftwerk-Bau zu engagieren.

Wasser statt Diesel

Die beiden Turbinen des neuen Kraftwerks produzieren je 2,5 Megawatt Leistung und werden dereinst auf 7,5 ausgebaut. 7500 Haushaltedecken davon ihren Strombedarf – eine beachtliche Leistung für ein Land, in dem lediglich15 Prozent aller Haushalte überhaupt ans Stromnetz angeschlossen sind.

Zuvor bezog die gesamte Region den Strom aus Dieselgeneratoren. Der Treibstoff musste mit Tanklastwagen über 1000 Kilometer weit transportiert werden. Nun können die umweltschädlichen Generatoren weitgehend abgeschaltet werden. «Nach Rückzahlung des Fremdkapitals geht das Kraftwerk von der Stiftung an das Frauenkloster über. Der Profit aus dem grünen Strom fliesst dann vollumfänglich an die St.-Agnes-Schwestern und ermöglicht ihnen die Finanzierung ihrer karitativen Aktivitäten», freut sich Albert Koch.

Ein Handwerker und eine Schwester  stehen vor einer Turbine, an welcher gerade ein Schweisser arbeitet.
Die beiden Turbinen des neuen Kraftwerks produzieren je 2,5 Megawatt Leistung und werden dereinst auf 7,5 ausgebaut.

«Sister Act»

Manche der Schwestern halfen tatkräftig mit beim Bau des Kraftwerks. Eine von ihnen ist sogar ausgebildete Sprengmeisterin: Sie bewältigt zum Beispiel alle Felsaushubarbeiten, die Kiesaufbereitung und Umgebungsarbeiten. Einige Schwestern werden zudem eine Weiterbildung beim Lieferanten der technischen Ausrüstung absolvieren, um danach den Betrieb autonom zu gewährleisten. Nur hochspezialisierte Aufgaben, wie etwa die Revision der Turbinen, werden von Dritten abgewickelt.

Kleines Kraftwerk, grosse Wirkung

Bis zu 400 000 Menschen in der Region kommen dank des Kraftwerks in den Genuss einer zuverlässigen Stromversorgung. Obwohl die Versicherungssumme verglichen mit anderen Projekten bescheiden war, überzeugte die Idee hinter dem Projekt die Verantwortliche von Engineering Large and Special Risks auf Anhieb. Helvetia zeichnete für das Projekt die Bau- und Bauherrenversicherung sowie die Transportversicherung. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Kraftwerks versichert Helvetia nun zu 50 Prozent die Betriebs- und Betriebsausfallversicherung – nicht zuletzt den guten Zweck im Hinterkopf.

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