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Hausratversicherung
Haus

Einbruchschutz: Wann die Hausratversicherung bei Einbruchdiebstahl greift & wie Sie sich vor Einbrechern schützen

In den letzten Jahren ist zwar ein Rückgang der Einbruchszahlen zu erkennen, die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche lag im Jahr 2018 aber dennoch bei ungefähr 110.000. Im Durchschnitt entstehen pro Versicherungsfall Einbruchsschäden im Wert von bis zu 3.000 Euro.
Neben einem Haus ist ein Rechner zu sehen, mit dem die Hausratversicherung Kosten berechnet werden können.

Durch eine Hausratversicherung mit Einbruchschutz schützen Sie die Gegenstände in der Wohnung oder im eigenen Haus. Im Schadenfall sind Sie als Einbruchsopfer gegen Diebstahl, Beschädigung und Zerstörung Ihres Hausrats versichert. Die Versicherung zahlt Ihnen in der Regel den Wert zurück, den die Gegenstände in der Wiederbeschaffung, also in neuwertigem Zustand, kosten. Mehr zu den Einzelheiten, in welchen Schadensfällen und bis zu welchen Beträgen die Hausratversicherung bei Einbruchsdiebstahl zahlt, erfahren Sie in unserem Ratgeber. Zudem geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Wohnung vor Einbrechern schützen können und wie Sie sich bei einem Schadenfall zu verhalten haben.

Was denken Sie?

Einbruchschutz durch elektronische Sicherheitstechnik ist wichtiger als mechanische Sicherungsmaßnahmen.

Zahlt die Hausratversicherung bei Diebstahl?

Mit einer Hausratversicherung erhalten Sie einen Einbruchschutz und bleiben nicht auf den Kosten und dem Verlust durch einen Einbruchdiebstahl sitzen. Der Versicherungsschutz schließt alle erforderlichen Gegenstände zur Haushalts- und Lebensführung (=Hausrat) ein. Dazu zählen Einbau-, Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände. Bei Wertsachen wie Bargeld, Wertpapieren oder Schmuck gilt jedoch eine Entschädigungsgrenze. Diese Grenze kann von Anbieter zu Anbieter variieren.

Doch inwiefern unterscheidet sich der Einbruchschutz durch die Versicherung bei verschiedenen Arten von Einbruchdiebstahl? Und greift die Hausratversicherung auch bei Raub und Vandalismus?

 

Einbruchdiebstahl

Normalerweise geht ein Wohnungseinbruch mit dem Diebstahl von Wertgegenständen einher. Mit der Einbruchversicherung übernimmt Ihre Hausratversicherung die durch den Diebstahl entstandenen Kosten. Eine der folgenden Bedingungen muss dabei erfüllt sein, damit Ihre Hausratversicherung bei Diebstahl für die Kosten aufkommt:

  • Der Einbrecher hat sich mit einem gestohlenen Schlüssel, der innerhalb oder außerhalb des Versicherungsortes durch Diebstahl oder Raub erlangt wurde, Zugang zu Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus verschafft.
  • Der Einbrecher ist mit einem falschen Schlüssel oder Werkzeug in Ihre Wohnung oder Ihr Haus eingedrungen. 
  • Der Einbrecher hat sich unbemerkt in Ihre Wohnung oder Ihr Haus eingeschlichen und hat sich dort versteckt.

Raub

Anders als beim Einbruchdiebstahl handelt es sich um einen Raub, wenn der Einbrecher Gewalt am Einbruchsopfer ausübt, um die versicherten Gegenstände zu entwenden. Dank der Außenversicherung übernimmt die Hausratversicherung im Schadenfall auch die Kosten für einen Raub auf offener Straße. Auf diese Weise können versicherte Gegenstände auch außerhalb der eigenen vier Wände ersetzt werden. 

Vandalismus

Vandalismus-Schäden, die nach dem Einbruch am Hausrat entstanden sind, werden ebenfalls übernommen. Gebäudebeschädigungen am Mehrfamilien-Haus durch Vandalismus werden hingegen nicht immer von der Hausratversicherung getragen. Den Ersatz dieser Schäden übernimmt der Versicherer meist nur bei Vereinbarung eines erweiterten Deckungsumfanges oder einer vorhandenen Wohngebäudeversicherung. Mit der AllRisk Hausrat- und Wohngebäudeversicherung von Helvetia haben Sie die Möglichkeit, beide Versicherungen zusammen abzuschließen, um im Schadenfall ganzheitlich abgesichert zu sein. 

Ist jede Art von Diebstahl in der Hausratversicherung versichert?

Die Hausratversicherung kommt zwar in vielen Fällen, aber nicht in allen Schadensfällen, für die durch einen Diebstahl entstandenen Kosten auf. Grobe Fahrlässigkeit liegt zum Beispiel vor, wenn die versicherten Gegenstände dem Einbruchsopfer durch geöffnete Türen und Fenster gestohlen wurden. In diesen Fällen ist der bedingungsgemäße Tatbestand des Diebstahls oder Einbruchdiebstahls nicht gegeben und somit nicht versichert. 

Trickdiebstahl: Zahlt die Hausratversicherung?

Bei einem Trickdiebstahl zahlt die Hausratversicherung nicht, da es sich nicht um keinen „klassischen“ Einbrecher handelt, der sich gewaltsam Zugang zur Wohnung verschafft. Häufig geben sich die Einbrecher mit einem Trick als Handwerker oder Dienstleistungspersonal aus und verschaffen sich so Zugang zum Haus. Sind die Einbrecher zu zweit, kann einer der beiden sich in Ruhe im Haus umschauen, während der andere das Opfer ablenkt. Bei unangekündigten Handwerkerbesuchen sollten Sie also stets vorsichtig sein, da der Einbruchschutz leider nicht gewährt werden kann, wenn Sie im Nachhinein feststellen, dass auf einmal ihr Lieblingsstück und weiterer Hausrat fehlt. 

Grobe Fahrlässigkeit bei Einbruchdiebstahl

Der komplette Einbruchschutz Ihrer Hausratversicherung kann durch grobe Fahrlässigkeit gefährdet werden. Ein Fall von fahrlässigem Verhalten liegt beispielweise vor, wenn Sie einen Schlüssel vor Ihrer Wohnungstür oder an einem anderen Ort auf Ihrem Grundstück verstecken oder Fenster und Türen offenlassen, obwohl sich niemand mehr in der Wohnung aufhält. Ein Ersatz für den Wert von gestohlenem Bargeld oder versicherten Gegenständen über die Hausratversicherung bei Diebstahl kann dann unter Umständen abgewiesen werden.

Tipp: Unterversicherung vermeiden und Wertgegenstände richtig absichern

Schmuck, zur Darstellung von Wertgegenständen, für die sich ein Einbruchschutz lohnt, sind zu sehen.

Wertgegenstände wie Uhren, Ringe, anderer Schmuck und Bargeld sind aufgrund des geringen Gewichts und des hohen Wertes, im Vergleich zum restlichen Hausrat, bei Einbrechern besonders beliebt. Deshalb empfiehlt es sich, Wertgegenstände immer in sicheren Wertbehältnissen oder Tresoren zu lagern. Für manche Wertgegenstände des Hausrats gilt bei Einbruchdiebstahl eine Entschädigungsgrenze, die je nach Versicherer unterschiedlich ausfällt. Häufig liegen die Entschädigungsgrenzen für Bargeld bei 1.000 Euro, für Sparbücher bei 5.000 Euro und für Schmuck, Briefmarken, Münzen u. Ä. bei 20.000 Euro.
Für den Fall eines Einbruchdiebstahls von Hausrat-Gegenständen und zur Ermittlung der Versicherungssumme bietet es sich an, eine potenzielle Stehlgutliste zu erstellen. Dort listen Sie all Ihre Wertgegenstände mit dem entsprechenden Wert auf. Zur Erstellung dieser können Sie unser Wertermittlungs-Formular nutzen.
Mit der Hausrat-Wertermittlung können Sie einfach die Versicherungssumme bestimmen. Wählen Sie diese zu gering, besteht die Gefahr einer Unterversicherung. Angenommen bei einem Einbruchdiebstahl werden Ihnen Hausrat-Gegenstände im Wert von 50.000 Euro gestohlen und weitere Schäden am Hausrat in Höhe von 10.000 Euro entstehen. Ihre Versicherungssumme liegt aber nur bei 45.000 Euro. Somit bekommen Sie lediglich den anteilig reduzierten Wert durch den Einbruchschutz gezahlt, obwohl der Wert des tatsächlichen Hausrats 60.000 Euro beträgt. Geben Sie als Versicherungssumme daher immer den tatsächlichen Wert aller Gegenstände und Wertsachen zum Neuwert als Wiederbeschaffungspreis an. 

Umfassender Versicherungsschutz für Ihre Wertgegenstände

Einbruchschutz: So schützen Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern 

Zur Symbolisierung der nachfolgenden Tipps, zum Einbruchschutz gegen Hausrat Diebstahl, ist ein Wappen mit Schlüssel

In den meisten Fällen dringen Einbrecher durch Fenster, Balkon- oder Terrassentüren in Wohnungen und Häuser ein. Bleibt der Versuch des Einbruchs jedoch zunächst erfolglos, ziehen die Einbrecher schnell weiter. Um einem Hausrat Diebstahl vorzubeugen, ist es also sinnvoll, in einen umfassenden Einbruchschutz für die Wohnung zu investieren. Mit Hilfe von mechanischen Sicherungen für Türen, Fenster und den Keller, sowie elektronischen Sicherungstechniken, schaffen Sie sich einen Einbruchschutz, der viele Einbrecher in Ihrer Abwesenheit abschreckt oder zum Aufgeben bewegt. Mit den folgenden Tipps schützen Sie Ihre Wohnung vor Hausrat Diebstahl.

1. Einbruchsichere Türen gegen ungebetene Gäste

Einbrecher dringen häufig direkt durch die Wohnungstür ein. Deshalb ist die Sicherung der Wohnungstür für einen optimalen Einbruchschutz grundlegend. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten, z. B. können Sie eine einbruchshemmende Eingangstür einbauen lassen. Diese gibt es in verschiedenen Widerstandsklassen. Die Türen der hohen Widerstandsklassen halten sogar erfahrene Einbrecher mit speziellen Hilfsmitteln lange Zeit vor dem Eindringen in Ihre Wohnung ab. Eine weitere Möglichkeit, um Ihre Tür zu sichern, ist das Türschloss. Durch die Anbringung von bündigen Zylinderschlossern, Zusatzschlössern oder Panzerriegelschlössern erschweren Sie den unbefugten und nicht gewünschten Zugang zu Ihrem Haus erheblich.

 

2. Fenster und Terrassentüren vor Einbrechern schützen

Noch öfter als durch die Wohnungstür gelangen Einbrecher durch Fenster oder Terrassentüren in Wohnungen und Häuser. Diese stellen oft den Schwachpunkt eines Hauses dar. Aber auch für Fenster, Fenstergriffe und Terrassentüren gibt es verschiedene Möglichkeiten eines effektiven Einbruchschutzes. So kann beispielsweise eine einbruchhemmende Verglasung in die Türen und Fenster eingesetzt werden. Diese gibt es, wie die Türen, in unterschiedlichen Widerstandsklassen. Fenster einer niedrigen Widerstandsklasse sind sicher gegen körperliche Einwirkungen, wohingegen stärkere Widerstandsklassen einen Einbruchschutz gegen erfahrene Einbrecher mit Elektrowerkzeug bieten. Einbruchhemmendes Glas ist sehr nützlich, aber allein nicht ausreichend. Ergänzend dazu, empfehlen wir eine Mehrfachverriegelung, z. B. mit Pilzkopfzapfen, um Fenstergriffe zusätzlich zu sichern. Die Pilzkopfzapfen haken sich komplett in die Anlage ein und liefern so einen wirksamen Einbruchschutz vor dem Aushebeln von Türen und Fenstern. Weitere Maßnahmen, um Ihr Haus einbruchhemmend herzurichten, sind außerdem elektrische Rollläden oder Einbruchschutzfolien. Lassen Sie sich durch einen Spezialisten oder die Polizei beraten.  

3. Einbruchschutz im Keller

Da Kellerfenster und -türen meist auf der Rückseite des Hauses liegen, können sich Einbrecher auf diesem Weg unbeobachtet Zugang zu einem Haus verschaffen. Deshalb sollten Sie, vor allem in Mehrfamilienhäusern, keine Wertgegenstände im Keller aufbewahren. Für Kellerfenster bieten sich Fenstergitter als Einbruchschutz an. Um die Türen vor Einbruchdiebstahl zu schützen, sind innen angebrachte Vorhängeschlösser oder Querriegelschlösser geeignet. 

4. Elektronische Sicherheitstechnik für Haus & Wohnung

Bevor Sie elektronische Sicherheitstechnik an Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung anbringen, sollten Sie zunächst die bereits aufgeführten mechanischen Sicherungen als Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz installieren. Grundsätzlich gilt beim Einbruchschutz die folgende Empfehlung der Polizei: Mechanik vor Elektronik. Dennoch rät die Polizei dazu, zur optimalen Absicherung gegen Einbruchdiebstahl zusätzlich elektronische Sicherungen anzubringen. Vor allem bei höherwertigem Hausrat und Wertsachen. Diese Sicherheitstechnik kann den Einbrecher abschrecken und erhöht das Risiko entdeckt und abgeschreckt zu werden. Auf der Suche nach entsprechenden Produkten zum Einbruchschutz sollten Sie auf das VdS-Siegel achten. Geeignete elektronische Sicherheitstechniken sind beispielsweise VdS-anerkannte Einbruchmeldeanlagen, ergänzt durch eine Aufschaltung an einen Wachschutz und ggf. zusätzlich Bewegungsmelder rund um das Haus. 

Tipps der Polizei zum Diebstahlschutz

Ein Polizist mit Glühbirne, zur Darstellung der Tipps zum Einbruchschutz der Polizei, ist zu sehen.
  • Eingangstür immer abschließen –auch bei kurzer Abwesenheit
  • Fenster, Balkon- und Terrassentüren stets abschließen
  • Keinen Schlüssel draußen verstecken – vor allem nicht an offensichtlichen Orten wie unter der Fußmatte
  • Vermeiden Sie Hinweise auf Ihre Abwesenheit, auch in sozialen Netzwerken, etwa während eines Urlaubs
  • Mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern anbringen
  • Für einen ganzheitlichen Einbruchschutz elektronische Sicherungsmaßnahmen, wie z.B. Alarmanlagen, ergänzen 

So melden Sie Ihrer Hausratversicherung einen Diebstahl

Kommt es trotz aller Einbruchschutz-Maßnahmen dennoch zu einem Schadenfall, sollten Sie sich als Geschädigte an folgende Schritte halten:

  1. Melden Sie den Einbruch Ihrer Versicherung und der Polizei.
  2. Nehmen Sie keine Veränderungen an der Wohnung vor, bis die Polizei eintrifft.
  3. Erstellen Sie schnellstmöglich eine Stehlgutliste mit dem entsprechenden Wert der Gegenstände und reichen Sie diese bei der Polizei und Versicherung ein. 

Bei Helvetia können Sie den angefallenen Schaden ganz einfach online über das Schadenformular melden.

Optimaler Einbruchschutz durch präventive Schutzmaßnahmen und leistungsstarke Hausratversicherung mit Diebstahlschutz

Eine Hausratversicherung hat ihren Preis, der bei Helvetia jedoch genau auf die tatsächliche Größe und den Wert des Hausrats zugeschnitten ist. Mit einer Hausratversicherung sind Sie gegen Einbruchdiebstahl, Raub und den damit einhergehenden Vandalismus versichert. Als Versicherte sind Sie somit gut abgesichert, müssen aber trotzdem vorsichtig sein. Denn die Leistungspflicht des Versicherers erlischt, wenn Sie fahrlässig handeln. Verlassen Sie das Haus oder die Wohnung, sollten Sie also stets alle Türen und Fenster schließen und abschließen. Um einen größeren wirtschaftlichen Schaden zu verhindern ist es wichtig, Ihre Wertgegenstände richtig abzusichern und eine Unterversicherung zu vermeiden Dadurch steigen zwar die Hausratversicherung Kosten geringfügig, aber im Fall eines Diebstahls zahlt sich dies für Sie aus. Neben einer Diebstahlversicherung für Ihren Hausrat sollten Sie zudem präventive Maßnahmen zum Schutz Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses treffen. Die Polizei empfiehlt, eine Kombination aus mechanischen und elektronischen Sicherheitstechniken zu installieren. So erhalten Sie den optimalen Einbruchschutz für Ihre Türen und Fenster und schützen Ihren Hausrat auch vor erfahrenen Einbrechern. 

 

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