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Hunde
Haltung

Zahnpflege für Hunde – natürlich oder übertrieben?

Bei der Zahnpflege für Hunde ist es wichtig, stets die Bedürfnisse Ihres Hundes zu berücksichtigen. Aufgrund verschiedener Hundetypen und -rassen, die mal mehr oder weniger Probleme mit ihrem Gebiss haben können, gibt es nicht die eine richtige Routine zum Zähneputzen oder zur Zahnpflege bei Hunden.
Hier ist ein Hund abgebildet, neben dem eine Zahnbürste platziert wurde, um die Relevanz der Zahnpflege für den Hund abzubilden.

Grundsätzlich durchlebt ein Hundegebiss aber drei Phasen, in denen eine unterschiedliche Zahnpflege angemessen ist. Hierbei handelt es sich um die Phase der Milchzähne im Welpen-Alter, den anschließenden Zahnwechsel und das ausgewachsene Gebiss bzw. das Dauergebiss in den folgenden Jahren. Als Halter ist es wichtig, die Phasen entsprechend zu begleiten, damit der Hund keine Fehlstellung oder Erkrankungen der Zähne erleidet. Gerade nach dem Wechsel der Milchzähne wird die richtige Zahnpflege beim Vierbeiner umso bedeutender.

Viele Tierärzte raten Hundebesitzern dazu, die Zahnpflege ihres Hundes zu unterstützen. Diese kann auf verschiedene Arten geschehen, beispielsweise durch das Zähneputzen beim Hund oder mit speziellen Spielzeugen, die vom Hund für die Zahnpflege gekaut werden. Besonders bei der Übernahme eines Hundes aus unbekannter oder schlechter Haltung sollte der Zustand der Zähne eingehend geprüft werden, auch um Fehlstellungen zu erkennen. Hierfür ist ein Gang zum Tierarzt anzuraten. Dieser lässt sich mit einer Hundekrankenversicherung finanziell gut abdecken.

Hier erfahren Sie, wie Sie die richtige Zahnpflege Ihres Hundes unterstützen können. Auf unserer Produktseite erfahren Sie zusätzlich alles über mögliche finanzielle Förderungen für die richtige Zahnpflege und können sich über weitere Leistungen unserer Hundekrankenversicherung informieren.

Was denken Sie?

Kann sich ein Hund problemlos alleine um seine Zahnpflege kümmern?

So viel kann das Hundegebiss

Das Hundegebiss ist, je nach Rasse und Größe des Hundes, unterschiedlich gestaltet. Auch die Zähne können unterschiedliche Größen und Formen aufweisen. Dies ist ganz natürlich und noch kein Indiz für Gebissprobleme.

Wie beim Menschen teilt sich das Gebiss von Hunden in verschiedene Gruppen von Eckzähnen, Schneidezähnen und Backenzähnen ein, die alle unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Das Gebiss ist zur Aufnahme von Tiernahrung überlebenswichtig für den Hund und stellt somit ein hohes Gut der Gesundheit dar. Deswegen sollte ein besonderes Augenmerk auf das Hundegebiss gelegt werden. Auch beim Spielen mit Gegenständen aus festem Material oder bei der Fellpflege kommen die Beißerchen zum Einsatz und sollten einwandfrei und ohne Schmerzen funktionieren.

Besonders nach dem Wechsel der Milchzähne kann sich die Form der Zähne nochmals stark verändern. Zu diesem Zeitpunkt ist die genaue Überprüfung von Gebiss, Zähnen und Zahnfleisch enorm wichtig, um zukünftigen Zahnproblemen mit der richtigen Zahnpflege entgegenzuwirken.

Wann wird das Zähneputzen beim Hund wichtig?

Die Grafik zeigt einen Menschen, der sich fragt, wann Zähneputzen beim Hund wichtig ist.

Es gibt verschiedene Symptome und Zeitpunkte, die Sie als Hundehalter hinsichtlich der Zahnpflege Ihres Vierbeiners alarmieren sollten. Unabhängig von Symptomen ist der erste wichtige Zeitpunkt der Zahnwechsel von Milchzähnen zum Dauergebiss.

Mit dem Zähneputzen beim Hund oder sonstiger Zahnpflege erst zu beginnen, wenn der Hund bereits an Fehlstellungen oder Erkrankungen leidet, ist oftmals schon zu spät. Dementsprechend ist die regelmäßige Kontrolle der Zähne, auch unter Verwendung von Zahnpflegeprodukten, sehr wichtig und wird von den meisten Tierärzten empfohlen.

Dennoch neigen viele Hundebesitzer dazu, die Hinweise der Tierärzte zu ignorieren und vernachlässigen die Zahnpflege beim Hund. Unter der Annahme, dass die Zähne des Hundes durch den täglichen Gebrauch natürlich gepflegt werden, wird dieses Thema häufig vernachlässigt.

Zahnbelag (Plaque) bildet sich meist innerhalb weniger Tage und erfordert somit eine regelmäßige Kontrolle und Zahnpflege. Wird das Entstehen von Zahnbelag nicht bemerkt, kann sich Plaque schnell zu Zahnstein entwickeln und zu schwerwiegenderen Erkrankungen des Gebisses führen. Um das zu vermeiden, ist das regelmäßige Putzen der Hundezähne sinnvoll.

In welcher Intensität die Zahnpflege geschehen muss, hängt allerdings vom individuellen Zahnbefund des Hundes ab. Daraus ergibt sich auch die Auswahl der richtigen Pflegeutensilien, wie Zahnbürste, Zahnpasta oder Zahnsteinentferner.

Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch erkennen

Das Vernachlässigen der Zahnpflege beim Hund kann verschiedene Folgen haben. Anfänglich kann es zu Mundgeruch oder Zahnbelag kommen, welche in der Regel jedoch noch problemlos zu bekämpfen sind. Durch einfaches Zähneputzen mit einer geeigneten Hundezahnbürste und Hundezahnpasta, gegebenenfalls auch durch den Einsatz von Dentalspray, kann man versuchen Zahnbelag und Mundgeruch entgegenzuwirken.

Werden die ersten Anzeichen einer entstehenden Zahnerkrankung oder einer Erkrankung der Maulhöhle ignoriert, so kann sich aus dem Zahnbelag schnell hartnäckiger Zahnstein entwickeln. Was zuvor noch relativ einfach durch das Putzen der Zähne entfernt werden konnte, kann nun verhärten und lässt sich nur schwer mit einer Zahnbürste entfernen. Ist dies der Fall, ist in der Regel der Besuch beim Tierarzt zu empfehlen. Mit einem speziellen Zahnsteinentferner kann der Zahnstein entfernt werden, wobei stets auf eine schmerzlose Behandlung, in der Regel unter Narkose, für den Hund geachtet werden sollte.

In schlimmeren Fällen kann es auch zu Zahnfleischentzündungen beim Hund kommen oder das Zahnfleisch kann sogar über den Zahn wachsen. Hier ist die Behandlung durch einen Tierarzt zwingend notwendig. Diesen schweren Erkrankungsformen sollten Sie mit der regelmäßigen Zahnpflege beim Hund vorbeugen, sodass Sie sich keine Sorgen um die Gesundheit Ihres Vierbeiners oder anfallende Arztkosten machen müssen. Dasselbe gilt übrigens auch, wenn Sie eine Zahnfleischentzündung bei Katzen verhindern möchten.  

Welche Zahnpflege eignet sich für Hunde?

Die Grafik zeigt einen Hund. Um ihn herum sind mögliche Zahnpflegeprodukte platziert.

Die Zahnpflege vom Hund kann nicht vollständig in Eigenregie durchgeführt werden. Da viele Hunde in einer häuslichen Gemeinschaft mit ihren Besitzern leben, sind die natürlichen Möglichkeiten zur Nutzung des Gebisses wie in der freien Natur begrenzt. Deshalb ist es wichtig, als Halter seinen treuen Freund bestmöglich bei der Zahnpflege zu unterstützen. Dazu gibt es auf dem Markt verschiedene Zahnpflegeprodukte, wie Zahnpasta oder Zahnbürsten. Auch Kaustangen werden in der Regel gut von Hunden angenommen und vertragen.

Zähneputzen beim Hund kann also auf unterschiedliche Arten durchgeführt werden, wobei es wichtig ist, eine Methode zu finden, die sowohl für das Tier als auch für den Halter möglichst stressfrei ist. Wehrt der Vierbeiner sich zu Hause vehement gegen die Zahnreinigung, so sollte diese zunächst beim Tierarzt durchgeführt werden. Anschließend kann die Zahnpflege mit speziellen Spielzeugen oder Kaustangen für den Hund spielerisch unterstützt werden.

ie richtige Methode zum Reinigen der Zähne kann je nach Verhalten des Hundes und seiner Anfälligkeit für Zahnerkrankungen variieren. Ebenso wie beim Menschen gibt es auch Hunde, die von Natur aus über ein starkes und gesundes Gebiss verfügen.  

Zahnpasta für Hunde

Das Zähneputzen mit einer speziellen Zahnpasta für Hunde ist als beste und sinnvollste Methode zur Zahnpflege anzusehen. Herkömmliche Zahnpasta für Menschen sollten Sie nicht benutzen, da diese nicht auf die Bedürfnisse der Hunde abgestimmt ist. Nutzen Sie deshalb immer speziell hergestellte Hundezahnpasta.

Es gibt auch die Möglichkeit selbst eine Zahnpasta herzustellen. Um Zahnpasta für Hunde selber zu machen, werden nur wenige Zutaten empfohlen. Die Hauptzutat der selbstgemachten Hundezahnpasta ist Kokosöl. Dies wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Ebenfalls zur Bekämpfung von Bakterien kann eine geringe Menge Natron dienen. Für einen frischen Atem und helle Zähne werden ein wenig Zitrone und Pfefferminze oder Petersilie empfohlen. Auf der sicheren Seite ist man mit dem Kauf einer kommerziell hergestellten Zahnpasta.

Um Ihrem Hund die Zähne zu putzen, müssen Sie den Vierbeiner erst einmal schonend an diese Prozedur und die Zahnpasta gewöhnen. Dies sollte am besten schon in jungen Jahren geschehen. Als Welpe kann man den Hund spielerisch daran gewöhnen. Hierzu lassen Sie ihn einfach an der Zahnpasta schnüffeln und gerne auch probieren. Anschließend können die Zähne vorsichtig mit einer Hundezahnbürste mit weichen Borsten geputzt werden. Zum Training kann nach dem Zähneputzen auch ein Leckerli mit eingebunden werden.

Zahnputzflocken für den Hund

Zahnputzflocken sollen die Entstehung von Plaque und Bakterien reduzieren und sich positiv auf die Gesundheit der Zähne auswirken. Das Besondere an der Zahnreinigung mit Zahnputzflocken ist der Verzicht auf die Zahnbürste. Der Hund soll die Flocken je nach Hersteller und Art pur fressen, ins Futter gemischt bekommen oder mit etwas Flüssigkeit aufnehmen. Damit die Flocken Wirkung zeigen, müssen sie allerdings eine Weile im Maul verweilen. Der Zahnstein soll dabei durch den Abrieb entfernt werden und der in den Flocken vorhandenen Käse soll für eine gute Hygiene sorgen. Durch Zahnpflege des Hundes mit Käse werden Kariesbakterien neutralisiert und das Calcium im Käse sorgt für eine Remineralisierung des Zahnschmelzes. Valide Studien zu diesen vermeintlichen Effekten gibt es leider nicht.  

Zähneputzen mit Zahnpflege-Gel

Das Zahngel wird in der Zahnpflege des Hundes auf die gleiche Weise verwendet wie Hundezahnpasta. Tragen Sie dieses auf die Bürste auf und reinigen Sie vorsichtig die Vorderseite des Hundegebisses. Die Innenseiten der Zähne müssen nicht zwingend jedes Mal geputzt werden, da dort nur wenig Zahnbelag entsteht. So bekämpfen Sie effektiv Plaque und Mundgeruch. Im Gegensatz zu den Zahnputzflocken ist das Bürsten zwar aufwendiger, dafür sind bereits kurze Zeit nach der Anwendung Ergebnisse sichtbar.

Hundezähne pflegen mit Kaustangen

Die Zahnpflege mit Kaustangen ist wohl die unkomplizierteste Variante. Allerdings gilt diese in den meisten Fällen nur als begleitende Maßnahme. Verschiedene Rassen haben unterschiedliche Ansprüche in der Zahnpflege und somit variiert auch der Pflegeaufwand. Manchen Hunden reicht die Verwendung von Kaustangen aus, viele hingegen benötigen zusätzliche Pflege.

Viele Hunde haben zunächst Probleme mit dem Putzen der Zähne durch den Besitzer. Die Zahnpflege mit einem Spielzeug verbindet für den Hund ein spielerisches Erlebnis mit leckerem Geschmack. Aus diesem Grund können Kaustangen gerade als Unterstützung zur Einführung in die Zahnreinigung und -pflege geeignet sein.

Auf dem Markt gibt es inzwischen Kaustangen unterschiedlicher Geschmacksrichtungen, Funktionalität und Formen. Sollte man bei der Auswahl daher verunsichert sein, so empfiehlt es sich, einen Tierarzt anzusprechen, um die Stangen eventuell gezielt an Schwachstellen der Hundezähne anpassen zu können.  

Wie gelingt die Zahnpflege für Hunde richtig?

Neben der richtigen Zahnpflege für den Hund wird die Zahnhygiene durch viele weitere Faktoren beeinflusst. Auch die Auswahl des richtigen Hundefutters spielt eine entscheidende Rolle. Das Futter sollte dazu in den verschiedenen Altersstufen ausgewechselt werden. Ebenso wie auch beim Menschen verändert sich der Mineralstoffbedarf eines Hundes mit fortschreitendem Alter und sollte bestmöglich durch die Tiernahrung abgedeckt werden. Die richtige Fütterung wirkt sich dabei nicht nur auf die Gesundheit der Zähne, sondern auf die gesamte gesundheitliche Verfassung des Tieres aus.

Viele Hundebesitzer ernähren Ihre Vierbeiner ausschließlich mit Frostfleisch, was eine Ernährung recht einseitig gestaltet. Daher sollte auch hier der Rat eines Tierarztes eingeholt werden, um Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch zu verhindern.

Für ein gesundes Zahnfleisch des Hundes und zur Vorbeugung einer Vergiftung achten Sie auch darauf, was Ihr Hund in der Natur frisst.  

Das zeichnet eine wirksame Zahnpflege des Hundes aus

Die regelmäßige Kontrolle des Hundegebisses ist entscheidend, denn nicht alle Zahnkrankheiten lassen sich durch ausreichende Zahnpflege verhindern. Die Anzeichen von Zahnproblemen sind dabei selten eindeutig. Die Verfärbung des Zahnfleisches kann ein Anzeichen für eine Erkrankung sein. Im Normalfall sollte das Zahnfleisch rosarot sein. Ist das Zahnfleisch des Hundes schwarz, weist sonstige Verfärbungen auf oder hat sich zurückgebildet? Dann nehmen Sie umgehend Kontakt mit Ihrem Tierarzt auf. Auch können Zahnbelag und Zahnstein auf Mundkrankheiten hindeuten. In diesem Fall sollten Sie ebenfalls zu einem Tierarzt gehen, um Langzeitfolgen am Gebiss und in der Maulhöhle zu verhindern.

Hunde fühlen sich wohler, wenn das Gebiss optimal funktioniert. So merkt man dies zum Beispiel am Fressverhalten oder auch ihrem Vertrauen bei der Zahnpflege. Sollten Zahnbürsten oder andere Utensilien nicht angenommen werden, so kann hierfür zunächst auch ein Finger oder ein Fingerling verwendet werden, um den Hund langsam an die Prozedur heranzuführen. Die wirksame Pflege der Hundezähne unterstützt ein uneingeschränktes Fress- und Spielverhalten des Hundes, auch mit weniger Sorgen für den Hundehalter.

Keine Chance für Plaque und Mundgeruch: Zahnpflege im Alltag Ihres Hundes integrieren

Die Grafik zeigt einen Hund mit gesunden Zähnen und ausreichender Zahnpflege.

Die Zahnpflege beim Hund sollte nicht vernachlässigt werden und lässt sich dank ausreichender Hilfsmittel problemlos in den Alltag integrieren. Die Häufigkeit der Durchführung der Zahnpflege ist dabei von vielen individuellen Faktoren abhängig. Neben Rassefaktoren können auch unterschiedliche Altersstufen eine wichtige Rolle spielen. Das Knabbern bei Junghunden hängt häufig mit dem Zahnwechsel zusammen. Wichtig ist es, dass die Zahnpflege keine Stresssituation darstellt und für das Tier positiv besetzt ist. Zudem sollten Sie bei der Zahnpflege für Hunde auf die richtige Auswahl der Zahnpflegeprodukte achten, um Zahnprobleme wie Zahnbelag bei Ihrem Hund zu vermeiden.

Sollte sich während der Routine-Pflege doch mal Plaque bilden und Mundgeruch entwickeln, so empfiehlt sich immer der Weg zum Tierarzt. Auch wenn dies mit Kosten verbunden ist, so sollte man an dieser Stelle nicht sparen und Herrchen und Frauchen sowie auch den Hund mit der richtigen Therapierung beruhigen. Helvetia stellt für diese Zwecke die Hundekrankenversicherung zur Verfügung.

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