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Hausratversicherung
Haus

Steuer­erklärung & Versicherungen: Kann man die Hausrat­versicherung von der Steuer absetzen?

Erfahren Sie in unserem Ratgeber, unter welchen Bedingungen Sie die Hausratversicherung von den Steuern absetzen können.
Neben einem Haus ist ein Fragezeichen und ein Münzstapel zu sehen, der für die Steuern steht

Die Hausratversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen: Sie schützt Ihr Eigentum vor Schäden durch Brand, Diebstahl oder Wasser. Für viele Arbeitnehmer taucht während der Einkommenssteuererklärung die Frage auf, ob sie die Kosten für ihre Versicherungen geltend machen können. Die meisten Versicherten, die sich dazu nicht von einem Steuerberater beraten lassen, wissen nicht, dass viele Versicherungen von der Steuer absetzbar sind. Die Hausratversicherung kann man jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen von der Steuer absetzen.

Dieser Ratgeber-Artikel wird lediglich für allgemeine Informationszwecke bereitgestellt. Wir übernehmen keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit und Korrektheit der Angaben. Die Konsultation eines Steuerberaters für Ihren Einzelfall kann damit nicht ersetzt werden. Auf unserer Produktseite finden Sie mehr Informationen zu den Leistungen unserer Hausratversicherung.

Was denken Sie?

Hausratversicherung von der Steuer absetzen – geht das?

Versicherungen: Was kann man von der Steuer absetzen?

Viele Versicherte fragen sich bei ihrer Steuererklärung, ob Sie auch Beiträge für Versicherungen von der Steuer absetzen können. Hier gilt die Unterscheidung zwischen Versicherungen für berufliche Risiken und Versicherungen für privates Risiko. Die jeweiligen Versicherungsbeiträge können je nach Kategorie entweder als Werbungskosten oder als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. 

Grundsätzlich gilt, dass alle Versicherungen, die der Vorsorge dienen bei der Einkommenssteuer geltend gemacht werden können. Zu diesen Vorsorgeaufwendungen gehören Versicherungen zur Gesundheitsvorsorge wie Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge und Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Zu den Versicherungen mit Vorsorgeaufwand zählen auch Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung. Versicherungen für Beruf und Ausbildung können ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden, dazu gehört der Arbeitsrechtsschutz, die Berufshaftpflicht oder die Dienst-Haftpflichtversicherung. Mit Ausnahme von Berufshaftpflicht, beruflicher Unfallversicherung und Arbeitsrechtsschutz, die als Werbungskosten angegeben werden, werden alle anderen absetzbaren Versicherungen als Sonderausgaben in der Steuererklärung erfasst. 

Nicht alle Versicherungen sind steuerlich absetzbar

Es gilt zu beachten, dass nicht alle Versicherungen in der Steuererklärung angegeben werden können. Dazu gehören alle Versicherungen, die nicht der Vorsorge dienen. Dazu gehören alle Sachversicherungen wie z.B. Kfz-Kaskoschutz, Gebäude-, Fahrrad- und Reiserücktrittversicherung sowie die Hausratversicherung. Die Sachversicherung dient weder der Vorsorge noch ist sie erforderlich für Beruf und Ausbildung. Die Hausratversicherung stellt hier allerdings eine Ausnahme dar, da sie unter Erfüllung bestimmter Voraussetzungen doch steuerlich absetzbar sein kann. 

 

Hausratversicherung von der Steuer absetzen – welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Neben einem Haus ist eine Checkliste zu sehen

Als reine Sachversicherung ist die Hausratversicherung zunächst nicht von der Steuer absetzbar. Es gibt jedoch eine Ausnahme: hat der Versicherungsnehmer ein Büro oder Arbeitszimmer für berufliche Zwecke zu Hause, kann er die Hausratversicherung von der Steuer absetzen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Ist das der Fall, kann die Hausratversicherung als Betriebsausgabe oder Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden. 

Um die Hausratversicherung bei der Steuer angeben zu können, sind jedoch bestimmte Bedingungen des Finanzamtes zu erfüllen. Dazu gehört u.a.:

  • Der Arbeitsplatz muss ein von der restlichen Wohnung abgetrennter Raum sein: eine Arbeitsecke oder ein durch einen Raumteiler abgetrennter Bereich oder ein Durchgangszimmer zählen nicht
  • Nutzung überwiegend für berufliche Tätigkeiten (ca. 90 Prozent)
  • Arbeit als Selbstständiger oder angestellter Heimarbeiter, wobei das Arbeitszimmer Mittelpunkt des beruflichen Schaffens ist
  • Beruflich notwendige Gegenstände wie z. B. Schreibtisch, Regale, Stuhl, Bücherregal dominieren die Einrichtung

Sind diese Bedingungen erfüllt, ist die Prämie für die Hausratversicherung anteilig als Kosten des Arbeitszimmers steuerlich absetzbar.

Ein Beispiel: Bei einer Gesamtwohnfläche von 100 Quadratmetern und einem Arbeitszimmer mit einer Größe von 10 Quadratmetern dürften also 10 Prozent der jährlichen Prämie für die Hausratversicherung von den Steuern abgezogen werden. Ob die Voraussetzungen für die Anrechnung eines beruflichen Arbeitszimmers erfüllt sind, wird vom Finanzamt sehr genau überprüft. Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihr Arbeitszimmer geltend gemacht werden kann, können Sie sich auch bei Ihrem Steuerberater dazu beraten lassen.

Hausratversicherung in der Steuererklärung angeben – so geht‘s

Erfüllt das Arbeitszimmer des Versicherungsnehmers die Auflagen des Finanzamtes, kann er einen Teil der Kosten für die Hausratversicherung von der Steuer absetzen. Dabei kann das beruflich genutzte Arbeitszimmer abhängig von den Einkünften und der Tätigkeit steuerlich geltend gemacht werden. Für Arbeitnehmer, Selbstständige und Gewerbetreibende, aber auch Azubis und Studenten ist die Hausratversicherung steuerlich abzugsfähig, sofern die Bedingungen des Finanzamtes erfüllt sind. Studierende und Auszubildende können ihre Hausratversicherung von den Steuern absetzen, wenn ihr Arbeitszimmer nahezu ausschließlich für Lernzwecke genutzt wird. 

Es muss jedoch beachtet werden, dass das Arbeitszimmer je nach Einkunftsart unterschiedlich in der Steuererklärung angegeben werden muss. Für Selbstständige erfolgt die Abrechnung über Betriebsausgaben, Arbeitnehmer können den beruflich genutzten Arbeitsplatz als Werbungskosten abrechnen. Studierende und Auszubildende können ihr Arbeitszimmer als Sonderausgaben oder Werbungskosten in der Steuererklärung angeben. 

Hausratversicherung von den Steuern abziehen – welche Nachweise werden benötigt?

Neben einem Münzstapel ist ein Dokument zu sehen, das für die Nachweise steht, die erbracht werden müssen, um die Hausratversicherung von der Steuer absetzen zu können

Damit Sie die Beiträge für Ihre Hausratversicherung anteilig steuerlich absetzen können, müssen Sie für Ihre Steuerklärung ein paar Nachweise vorhalten. Damit wird belegt, dass Ihr Arbeitszimmer die vorgegebenen Bedingungen erfüllt. 

Folgende Nachweise können z.B. vom Finanzamt angefordert werden:

  • Nachweis der Versicherung über geleistete Beiträge: statt eines Beitragsnachweises ist hier oft auch der Versicherungsvertrag bzw. die Versicherungspolice und die Kontoauszüge mit Abbuchung des Versicherungsbetrags als Nachweis möglich
  • Aufführung der Gesamtwohnfläche und der Fläche des Arbeitszimmers: aus diesen Angaben resultiert die Berechnung des Betrages, der steuerlich geltend gemacht werden kann

Ist die Hausratversicherung steuerlich absetzbar bei Vermietung?

Bei der Frage, ob die Beitragskosten für die Hausratversicherung von der Steuer abgesetzt werden können, taucht die Vermietung meist als Sonderfall auf. Grundsätzlich muss hier zunächst die Unterscheidung zwischen Gebäudehaftpflicht, Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung deutlich gemacht werden. Jeder Vermieter muss für seine vermieteten Objekte eine Gebäudehaftpflichtversicherung und eine Gebäudeversicherung abschließen. Mit der Gebäudehaftpflichtversicherung ist die Haftung des Vermieters für Schäden, die durch das Gebäude entstehen, abgedeckt. Dazu gehören Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Die Gebäudeversicherung dagegen zahlt für Schäden direkt am Gebäude, die z.B. durch Brand, Wasserschäden oder Unwetter verursacht werden. 

Grundsätzlich gilt, dass jeder Mieter für seinen Hausrat selbst verantwortlich ist und eine entsprechende Versicherung abschließen muss. Die Hausratversicherung haftet für Schäden an Gegenständen in der Wohnung. Da diese in der Regel zum größten Teil dem Mieter gehören, ist der Vermieter dafür nicht verantwortlich. 

Ob ein Vermieter, dessen Aufgaben rund um die Vermietung der Objekte seine hauptsächliche berufliche Tätigkeit ist, seine Hausratversicherung von der Steuer absetzen kann, handelt es sich um einen Sonderfall. Erledigt der Vermieter den Großteil seiner Vermietungsaufgaben zu Hause in einem Arbeitszimmer, kann er die Beitragskosten für seine Hausratversicherung in der Regel nicht steuerlich geltend machen. Zwar ist die Vermietung als berufliche Tätigkeit zu sehen, jedoch stammen seine Einkünfte aus der vermieteten Immobilie und nicht aus den zu Hause erledigten Aufgaben. In diesem Fall ist die Arbeit nicht als Mittelpunkt des beruflichen Schaffens anzusehen und erfüllt nicht die Voraussetzungen des Finanzamtes. 

Unser Fazit: Hausratversicherung & Steuern – nur in Ausnahmefällen steuerlich absetzbar

Neben einem Haus ist ein Schutzwappen abgebildet

Die meisten Versicherten können ihre Hausratversicherung nicht steuerlich absetzen. Verfügen Sie jedoch zu Hause über ein Arbeitszimmer für Ihre berufliche Tätigkeit, könnten Sie bei Erbringung der entsprechenden Nachweise beim Finanzamt die Kosten für die Versicherung steuerlich geltend machen. Das Finanzamt kontrolliert hier jedoch streng, ob das entsprechende Arbeitszimmer die Bedingungen erfüllt. Dazu gehört:

  • Steuerpflichtiges Einkommen
  • Arbeitszimmer in privater Wohnung mit überwiegend beruflicher Nutzung
  • Versicherungsvertrag/Versicherungspolice der Hausratversicherung
  • Belege über Zahlung der Beiträge: entweder durch Kontoauszüge oder Beitragsbescheinigung

Auch wenn Sie die Kosten für die Versicherungsbeiträge nicht steuerlich absetzen können, sollten Sie dennoch nicht auf eine Hausratversicherung verzichten. Die Hausratversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen. Wird Ihr Hausrat z.B. durch Leitungswasser oder einen Brand beschädigt, entstehen immens hohe Kosten, die ohne Versicherung schwer zu begleichen sind.

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