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Katzenversicherung

FORL – wenn Katzen Zahn­schmerzen haben

Dass Zahnschmerzen sehr unangenehm sind, kann fast jeder nachvollziehen. Demnach geht es auch Katzen nicht gut, wenn das Fressen über eine schmerzhafte Erkrankung der Zähne beeinflusst wird. Viele Katzen sind von der Zahnkrankheit FORL betroffen, ohne dass es von Frauchen und Herrchen bemerkt wird. Ist die Erkrankung bereits vorhanden oder weit fortgeschritten, ist eine OP oft nicht zu vermeiden.
FORL – eine Zahnerkrankung bei Katzen

 

Da es jede Katze treffen kann, bietet die Helvetia Katzenkrankenversicherung mit dem Zahnzusatzschutz genau die Unterstützung, die Katzenbesitzer in einem solchen Fall brauchen. Durch die Versicherung ist die Katze rundum versorgt – auch nach der FORL-OP.

Was FORL bei Katzen genau ist, welche Symptome eine Katze mit FORL zeigt und was Katzenhalter und der Tierarzt tun können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

FORL ist eine typische Erkrankung der Zähne. Wie Sie Ihre Katze vor einem schmerzhaften Verlauf der Krankheit schützen können, erfahren Sie in unserem Ratgeber. Auf unserer Produktseite erhalten Sie darüber hinaus wichtige Informationen zur Krankenversicherung Ihrer Katze.

Was denken Sie?

Bei FORL muss der Tierarzt immer alle Zähne der Katze ziehen.

Was ist FORL?

FORL ist eine degenerative Zahnkrankheit bei Katzen. Sie ist eine der schmerzhaftesten Erkrankungen und tritt sehr häufig auf. Jede dritte Katze ist betroffen, ab einem Alter von fünf Jahren sogar jede zweite. Doch was bedeutet FORL eigentlich und was passiert mit den Zähnen der Katze, wenn sie von der Erkrankung betroffen ist?

FORL steht für Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen. Oft wird die Krankheit auch nur RL (Resorptive Läsionen) genannt.

Ist die Katze von FORL betroffen, bilden sich Zellen (Odontoklasten), die den Hauptbestandteil des Zahns, das Dentin, abbauen. Die Folge: Der Zahn und seine Wurzel lösen sich auf. Die Nerven werden freigelegt und die Katze hat starke Schmerzen. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto weniger Zahnsubstanz ist vorhanden. Da die Odontoklasten, welche die Zähne der Katze abbauen, körpereigene Zellen sind, wird FORL auch als Autoimmunerkrankung bezeichnet.

Bei der Krankheit wird zwischen FORL Typ 1, Typ 2 und Typ 3 unterschieden:

  • FORL Typ 1 entsteht im Zusammenhang mit Zahnbelag, Zahnstein und primär Entzündungen des Zahnhalteapparats. Auch Zahnfleischentzündungen bei der Katze können FORL Typ 1 begünstigen. Der Körper des Haustiers beginnt nicht mit dem Heilungs- und Reparaturprozess.
  • FORL Typ 2 entsteht ohne Beteiligung von Entzündungen, jedoch findet ein Reparaturprozess statt. Der Körper der Katze bildet knochenähnliches Ersatzgewebe und füllt damit den Raum der aufgelösten Zahnwurzel. Die Zähne verwachsen fest mit dem Knochen und brechen dadurch leicht ab. 
  • FORL Typ 3 ist eine Mischung aus Typ 1 und Typ 2. Sowohl entzündliche als auch nicht entzündliche Prozesse finden im Zahnhalteapparat der Katze statt.
Eine Katze, die Zahnschmerzen hat und an FORL erkrankt ist.

Welche Ursachen hat FORL bei der Katze?

Bisher ist nicht eindeutig geklärt, welche Ursachen FORL bei Katzen hat. Vermutet wird, dass ein Calciummangel FORL begünstigen kann. Durch den niedrigen Calciumspiegel im Körper der Katze werden die Odontoklasten aktiviert, die dann das Dentin abbauen, um daraus Calcium herauszulösen. Ebenso können nicht behandelte Entzündungen im Mundraum, zum Beispiel entzündetes Zahnfleisch, oder Zahnbelag und Zahnstein bei der Katze FORL begünstigen.

Welche Symptome zeigt eine Katze bei FORL?

Folgende Symptome können Anzeichen dafür sein, dass die Katze an FORL erkrankt ist:

  • Verweigerung der Nahrungsaufnahme oder Fressen mit Schmerzenslauten
  • Untypische Zungenbewegungen
  • Unruhiges Umschleichen oder Anfauchen des Napfes
  • Kopfschiefhaltung beim Fressen bzw. Kauen
  • Herausfallen des Futters beim Kauen
  • Schmerzlaute beim Fressen
  • Anfauchen des Futtertroges
  • Vermehrtes Speicheln und Sabbern
  • Gestresstes Verhalten (z. B. häufiges Markieren)
  • Entzündungen im Mundraum, z. B. am Zahnfleisch
  • Zahnstein und Zahnbelag
  • Mundgeruch

Katzen zeigen oft nicht direkt, dass sie Schmerzen haben. Manchmal können auch schon kleine Anzeichen einen Hinweis auf eine Zahnerkrankung geben. Sobald die Katze ein ungewöhnliches Verhalten beim Fressen oder Kauen zeigt, sollte FORL in Betracht gezogen werden. Schon das Schiefhalten des Kopfes beim Kauen kann ein Symptom sein. Auch gestresstes Verhalten wie häufiges Markieren oder das genaue Gegenteil davon, nämlich ein erhöhtes Ruhebedürfnis, können bereits Anzeichen für FORL sein.

Ist die Krankheit weiter fortgeschritten, zeigen sich deutliche Symptome wie starker Mundgeruch, Schmerzlaute beim Fressen, die Verweigerung der Nahrungsaufnahme, Anfauchen des Fressnapfs oder starker Speichelfluss. Am Zahnhalteapparat selbst sind am Zahnhals abgebrochene Zähne, Entzündungen und Rötungen des Zahnfleischs, Zahnstein und Zahnbelag klare Anzeichen dafür, dass die Katze von FORL betroffen sein könnte. Sobald der Verdacht besteht, sollte ein Tierarzt bzw. ein spezieller Tierzahnarzt aufgesucht werden, um eine eindeutige Diagnose zu stellen.

Eine Katze, die wegen der Zahnerkrankung FORL in Behandlung muss.

Wie wird FORL behandelt?

Die Katzenkrankheit FORL ist nicht heilbar, denn es gibt keine Medikamente gegen die Krankheit. Lediglich die Schmerzen und Entzündungen der Katze können durch entsprechende Mittel gelindert werden, bis die Behandlung von FORL durch den Tierarzt erfolgreich abgeschlossen wurde. Die einzige Möglichkeit, der Katze dauerhaft ein schmerzfreies Fressen zu ermöglichen, ist demnach, die Zähne zu ziehen, die von FORL betroffen sind. Eine reine Behandlung der befallenen Zähne, zum Beispiel mit Zahnkronen oder Füllungen, ist in der Regel nicht ausreichend, da die Erkrankung dann an anderen Stellen des Zahns neue Schäden verursacht.

Um eine eindeutige Diagnose zu stellen, benötigt der Tierarzt Röntgenbilder des Zahnhalteapparats. Dafür muss die Katze in Narkose gelegt werden, jedoch ist dies im Vergleich zu den schmerzhaften Folgen der Zahnerkrankung das kleinere Übel. Ohne Narkose wäre die Katze erheblich gestresst und die Aufnahmen zu verwackelt, da die Katze nicht ruhig liegen bleiben würde. Daher bietet es sich an, zusammen mit der regelmäßigen Zahnreinigung bei der Katze auch Röntgenbilder anfertigen zu lassen, da die Katze für diese Behandlung ebenfalls in Narkose gelegt werden muss. So kann FORL frühzeitig erkannt werden.

Sie fragen sich, warum die Röntgenbilder zur Erkennung von FORL bei der Katze so wichtig sind? Die Erkrankung beginnt an der Zahnwurzel und arbeitet sich sozusagen von innen nach außen. Daher ist die Krankheit beim bloßen Hinschauen erst einmal nicht zu erkennen, auch nicht für einen Tierarzt. Die Schäden an den Zähnen der Katze werden erst sichtbar, wenn FORL bereits weit fortgeschritten ist und das gilt es zu vermeiden. Mit den Röntgenbildern kann der Tierarzt Veränderungen an der Zahnsubstanz schon bei der Entstehung erkennen und direkt reagieren.

Hat die Katze bereits Schmerzen aufgrund von FORL, können Schmerzmittel die Zeit bis zur Behandlung überbrücken. Auch mit Homöopathie für Katzen können die Zahnschmerzen gelindert werden. Der Zusatzbaustein „Alternative Heilmethoden“ der Helvetia Katzenkrankenversicherung unterstützt auch Katzenbesitzer, die sich für die Anwendung von alternativen Behandlungsformen bei ihrem Haustier entscheiden. Wichtig ist jedoch, dass Frauchen und Herrchen jegliche Gabe von Schmerzmitteln – auch von homöopathischen – im Vorfeld mit dem Tierarzt absprechen. Eine falsche Dosierung kann schnell den Gesundheitszustand der Katze verschlechtern statt verbessern. Auch pflanzliche Mittel können für das Tier nicht gut sein.

 

Jede zweite Katze ist ab dem Alter von fünf Jahren von FORL betroffen. Mit dem Zahnzusatzschutz der Helvetia Katzenkrankenversicherung können Sie Ihrer Katze jederzeit eine umfangreiche Behandlung ermöglichen.

Ist die Prävention von FORL bei Katzen möglich?

Da es sich bei FORL um eine Autoimmunkrankheit handelt, bei der körpereigene Zellen die Zahnsubstanz abbauen, und die Ursachen dafür nicht genau bekannt sind, lässt sie sich nur schwer gänzlich vermeiden. Jede zweite Katze ist ab dem Alter von fünf Jahren von FORL betroffen. Aber auch jüngere Katzen können die Krankheit bekommen. Das Risiko von FORL steigt mit dem Alter der Katze. Wichtig ist, die Zahnerkrankung frühzeitig zu erkennen, um schlimme Folgen für die Katze zu verhindern. Dazu zählen regelmäßige Zahnuntersuchungen beim Tierarzt inklusive Röntgenbilder. Die Zahnprophylaxe ist in den Versicherungstarifen Kompakt und Komfort der Helvetia Katzenkrankenversicherung standardmäßig enthalten.

Eine Vermutung ist, dass FORL durch Calciummangel begünstigt wird, daher kann es zur Prävention der Krankheit beitragen, den Calciumhaushalt der Katze regelmäßig zu überprüfen und entsprechend zu füttern. Auch eine gute Maulhygiene der Katze kann FORL vorbeugen. Eine sichere Prävention der Zahnkrankheit ist jedoch nicht möglich.

Eine Katze führt trotz FORL ein glückliches Leben und kann wieder fressen.

Fazit: Ein Katzenleben mit FORL

Die Katzenkrankheit FORL ist zwar nicht heilbar, Katzen können jedoch damit leben. Allerdings ist es wichtig, rechtzeitig mit der Zahnbehandlung durch den Tierarzt zu beginnen.

Dazu sollten Katzenbesitzer ihre Katze immer sorgfältig beobachten. Sobald sie ein seltsames Verhalten beim Fressen zeigt, ihren Napf anfaucht oder gar die Nahrungsaufnahme vollständig verweigert, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Auch eher unscheinbare Symptome können auf FORL hindeuten, zum Beispiel das Schiefhalten des Kopfes beim Fressen, gestresstes Verhalten oder ein erhöhtes Ruhebedürfnis. Dass die Katze sabbert, könnte ebenfalls ein Indiz für die Zahnkrankheit sein.

Welche Ursachen hat FORL bei der Katze? Die Schmerzen, die eine Katze aufgrund von FORL hat, sind enorm. Schmerzmittel können zwar zeitweise eine Linderung verschaffen, doch auf Dauer hilft nur eine Zahn-OP. Dabei muss der Tierarzt der Katze alle von FORL betroffenen Zähne ziehen. Für die Katzenbesitzer ist dies oftmals viel schlimmer als für die Katze selbst. Sie kann auch sehr gut ohne Zähne leben, vor allem dann, wenn es bedeutet, dass sie keine Schmerzen mehr hat. Manche Katzen können nach der FORL-OP nur noch Nassfutter fressen, andere sind nach ein paar Wochen auch wieder fähig dazu, Trockenfutter zu „kauen“. Zum Zermahlen der Nahrung wird der harte Kieferknochen genutzt.

An FORL erkrankte Katzen zeigen häufig direkt nach der OP bereits wieder mehr Lebensfreude und sind anhänglicher, da die Wundschmerzen im Vergleich zu den Schmerzen der Zahnerkrankung erträglicher sind. Das frühzeitige Erkennen von FORL und eine entsprechende Behandlung der Katze ist demnach enorm wichtig für ein glückliches und langes Katzenleben.

Bisher ist nicht eindeutig geklärt, welche Ursachen FORL bei Katzen hat. Vermutet wird, dass ein Calciummangel FORL begünstigen kann. Durch den niedrigen Calciumspiegel im Körper der Katze werden die Odontoklasten aktiviert, die dann das Dentin abbauen, um daraus Calcium herauszulösen. Ebenso können nicht behandelte Entzündungen im Mundraum, zum Beispiel entzündetes Zahnfleisch, oder Zahnbelag und Zahnstein bei der Katze FORL begünstigen.

FORL ist eine der häufigsten Katzenkrankheiten. Die Helvetia Katzenkrankenversicherung deckt diese optional auch die Zahnprophylaxe ab, sodass Sie sich keine Sorgen um hohe Tierarztkosten machen müssen.

Weitere häufig gestellte Fragen zum Thema FORL bei Katzen

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