Helvetia verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service bieten sowie Informationen und Angebote unterbreiten zu können. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen zum Datenschutz und über Cookies.

Mich interessieren
?
Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung
Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Zum Kontaktformular





Katzen
Katzenversicherung

Katzenschnupfen: Ursachen, Symptome & Behandlung

Unser Ratgeber hilft Ihnen dabei, die Symptome eines Katzenschnupfens bei Ihrem Tier zu erkennen, sodass Sie zeitnah einen Tierarzt aufsuchen können, um eventuelle Spätfolgen zu verhindern und den Katzenschnupfen zu behandeln.
Platzierung einer Grafik, die eine niesende Katze zeigt.

Wenn die kalte Jahreszeit beginnt, werden auch Samtpfoten vermehrt von Erkältungen heimgesucht und leiden unter Husten, Schnupfen und tränenden Augen. Ob es sich bei der Erkrankung der Katze lediglich um einen harmlosen Schnupfen oder um eine ernst zu nehmende infektiöse Katzenrhinitis oder Katzenpneumonitis, besser bekannt auch unter der Sammelbezeichnung als Katzenschnupfen, handelt, lässt sich auf den ersten Blick leider nicht erkennen.

Daher sollten Sie bei anhaltendem Schnupfen in jedem Fall mit Ihrem Tier den Tierarzt besuchen, um Spätfolgen eines Katzenschnupfens abzuwenden. So kann ein Katzenschnupfen im schlimmsten Fall tödlich enden oder sich zu einer chronischen Erkrankung entwickeln. Zu den Begleiterscheinungen eines chronischen Katzenschnupfens zählen unter anderem eitrige Augen, gereizte Atemwege, Entzündungen im Mund und eine damit verbundene Appetitlosigkeit.  

Der Ratgeber informiert über die häufig bei Katzen auftretende Krankheit Katzenschnupfen. Auf unserer Produktseite erfahren Sie, welche Leistungen in der Katzenversicherung enthalten sind.

Wissen Sie’s?

Ein Katzenschnupfen ist vergleichbar mit einer Erkältung bei uns Menschen.

Was ist Katzenschnupfen?

Ein Schnupfen kann bei Katzen ganz unbedenklich als Teil einer harmlosen Erkältung auftreten. Wenn die Katze Schnupfen hat, so ist das in jedem Fall ernst zu nehmen. Im allerschlimmsten Fall kann allerdings auch eine ernst zu nehmende Katzenkrankheit zu Grunde liegen: die hochansteckende Katzenrhinitis, Katzenpneumonitis oder Rhinotracheitis infectiosa felis, in der Umgangssprache eher als Katzenschnupfen bekannt. Der Begriff steht dabei als Sammelbezeichnung für verschiedene Erkrankungen der Atemwege und Schleimhäute des Kopfes bei Katzen.

Am Ausbruch der Krankheit können verschiedene Bakterien (z. B. Bordetellen und Chlamydien) und Viren (z. B. Herpesvirus und Caliciviren) beteiligt sein. Katzenschnupfen tritt vor allem bei Katzenjungen, Katzen mit geschwächtem Immunsystem, Freigängern sowie Katzen in Tierheimen, Tierpensionen und Tierkliniken auf. Ein Katzenschnupfen ist für Menschen nur in sehr seltenen Fällen ansteckend.
 

Ursachen für eine Erkrankung an Katzenschnupfen

Beim Katzenschnupfen erfolgt die Übertragung der Krankheitserreger in den meisten Fällen direkt von Katze zu Katze. Freigänger und Tiere in Haushalten, in denen mehrere Katzen gemeinsam leben, sind also einem höheren Risiko ausgesetzt als eine alleinlebende Wohnungskatze. Die Übertragung der Erreger kann in einem Mehrkatzenhaushalt etwa durch einen gemeinsamen Kratzbaum, Futterplatz oder ein geteiltes Katzenklo erfolgen. Auch beim Spielen, Putzen oder Kämpfen kann ein Katzenschnupfen übertragen werden.

Krankheitserreger

Da eine Vielzahl von Erregern dafür verantwortlich sein kann, dass eine Katze an Katzenschnupfen erkrankt, ist die Krankheit auch unter dem Namen „Katzenschnupfenkomplex“ bekannt. Die Erreger für Katzenschnupfen können entweder Viren oder Bakterien sein. In den meisten Krankheitsfällen handelt es sich allerdings um eine Kombination aus beidem, da die Krankheitserreger sich gegenseitig begünstigen.

Folgende Viren und Bakterien lösen besonders oft eine Katzenschnupfen-Erkrankung aus:

  • Felines Herpesvirus-1
  • Felines Calicivirus
  • Feline Chlamydiose
  • Feline Bordetella-Infektion
  • Feline Mykoplasmen-Infektion  

Was sind die Anzeichen von Katzenschnupfen? – Symptome erkennen

Die Inkubationszeit bei Katzenschnupfen hängt vom Krankheitserreger ab, in der Regel bricht die Krankheit aber immer nach wenigen Tagen aus. Achten Sie daher stets genauestens auf eine Änderung im Verhalten der eigenen Katze, um Schnupfensymptome frühzeitig zu erkennen und handeln zu können. Je früher Sie gegen die Krankheit vorgehen und einen Tierarzt aufsuchen, desto wahrscheinlicher ist ein unproblematischer Krankheitsverlauf bzw. die Chance auf die Genesung Ihrer Samtpfote. Richtig behandelt ist die Krankheit gut heilbar. Die meisten Tiere erholen sich von einem Katzenschnupfen nach einer Dauer von etwa 10 bis 20 Tagen.

Das Auftreten der folgenden Symptome ist typisch für einen Katzenschnupfen:

  • Unwohlsein
  • Niesen
  • Schnupfen
  • Tränende Augen
  • Fieber
  • Nasenausfluss und Entzündung der Nasenschleimhaut
  • Husten
  • Verminderter Appetit (Schluckbeschwerden)
  • Abgeschlagenheit
  • Atembeschwerden
  • Bindehautentzündung
  • Verkrustungen um die Nase herum
  • Bläschen auf Schleimhaut und Zunge
  • Erbrechen
     

Wie kann man Katzenschnupfen behandeln?

Eine Katze wird zusammen mit 3 Icons abgebildet, die die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten darstellen.

Da es sich beim Katzenschnupfen um eine komplexe Infektion handelt, die durch Viren und Bakterien hervorgerufen werden kann, ist es stets entscheidend und wichtig, einen Tierarzt aufzusuchen. In der Regel verschreibt der Experte dann ein Antibiotikum, um gezielt die Bakterien zu bekämpfen. Daneben verabreicht oder verschreibt der Tierarzt, je nach Schweregrad der Erkrankung, unterschiedliche Mittel als Teil einer symptomatischen Therapie. Katzenbesitzer können die Heilung zudem durch einige Tipps für den Umgang mit der Katze beschleunigen. Viele nutzen zusätzlich zu der verschriebenen Medikation bestimmte homöopathische Mittel, um die Behandlung des Katzenschnupfens zu unterstützen.  

Behandlung der betroffenen Katze beim Tierarzt

Wenn Sie mit Ihrer Katze einen Tierarzt aufsuchen, ist der Arzt in der Regel schnell in der Lage, an den vorhandenen Symptomen einen Katzenschnupfen zu diagnostizieren. Um den Katzenschnupfen mit einem passenden Medikament behandeln zu können, wird darüber hinaus in der Regel ein Abstrich der Schleimhäute (Augen, Rachen, Nase) vorgenommen, um Bakterien nachzuweisen und Antibiogramm zu erstellen. Viren lassen sich hingegen mit Hilfe eines speziellen Antikörper-Test in Form einer Blutuntersuchung nachweisen.

Wurde der auslösende Erreger des Katzenschnupfens ausfindig gemacht, kann mit einer gezielten Behandlung schnell und effektiv gegen die Erkrankung vorgegangen werden, wobei die Viren sich direkt leider nicht bekämpfen lassen und sich die Therapie in der Regel nach den an der Erkrankung mitbeteiligten Bakterien ausrichtet. Eine zusätzliche gezielte symptomatische Therapie richtet sich an den vorliegenden Symptomen und dem Schweregrad der Erkrankung aus.
 

Wie Besitzer zur Genesung ihrer Samtpfote beitragen können

Neben der medizinischen Behandlung gibt es einige Katzenschnupfen-Hausmittel und Tipps, die Besitzer von erkrankten und geschwächten Katzen befolgen können, um zur schnellen Genesung des Tiers beitragen können, z. B.

  • Dem Tier viel Aufmerksamkeit schenken
  • Auf das Futter achten, bei Schluckbeschwerden z. B. Trockenfutter einweichen
  • Augen und Nase mehrmals täglich von Ausfluss befreien
  • Wasser über eine Flasche oder Spritze verabreichen
  • Für Wärme und Ruhe sorgen

Katzenschnupfen zusätzlich homöopathisch behandeln

Je nach Beschwerdebild, Auslöser und Begleiterscheinungen kann der Katzenschnupfen mit verschiedenen homöopathischen Mitteln behandelt werden. Allerdings sollte die Verwendung von Globuli nur als unterstützende Behandlung des Tieres verstanden werden, da der eigentliche Erreger ohne medizinische Behandlung nicht zerstört werden kann.

Was kostet die Behandlung von Katzenschnupfen?

Die Kosten für die tierärztliche Behandlung von Katzenschnupfen schwanken je nach Bundesland, Schwere der Krankheit und benötigter Therapie.

  • Behandlung durch den Tierarzt: ca. 20 - 30 Euro
  • Medikamente: ca. 50 Euro
  • Vorbeugende Impfung: 25 - 35 Euro
  • Homöopathische Mittel: 10 - 20 Euro

Somit ergeben sich Gesamtkosten von ca. 150 Euro, um einen Katzenschnupfen zu behandeln. Sollte bei einer schwerwiegenden Erkrankung ein stationärer Aufenthalt des Tieres nötig sein, können die Kosten für die Behandlung schnell auf mehrere Hundert bis 1.000 Euro ansteigen. Neben dem Katzenschnupfen gibt es zudem zahlreiche weitere Katzenkrankheiten, deren Behandlung schnell sehr teuer werden kann.

Um im Falle einer Erkrankung Ihres Tieres nicht vor unüberwindbare finanzielle Herausforderungen gestellt zu werden, ist es empfehlenswert, auf eine leistungsstarke Tierkrankenversicherung zu setzen. Bei der Helvetia PetCare Katzenkrankenversicherung profitieren Sie neben zahlreichen weiteren Leistungen von einer Kostenabdeckung von 80 % für tierärztliche Behandlungen bei freier Tierarztwahl, einem Schutzbrief für Soforthilfe im Notfall und weltweitem Tierschutz bis zu 12 Monate. Wenn Sie Ihre Katze durch den Helvetia Komfortschutz absichern wollen, können Sie zudem einen Baustein für alternative Heilmethoden hinzufügen, durch den unter anderem die Kosten für homöopathische Behandlungen übernommen werden.

Wie kann man einer Erkrankung an Katzenschnupfen vorbeugen?

Die Grafik zeigt eine Katze, die geimpft wird.

Eine Impfung gegen Katzenschnupfen wird von der Ständigen Impfkomission Veterinärmedizin (STIKO Vet.) zusammen mit den Impfungen gegen Katzenseuche und Tollwut empfohlen. Bei der Katzenschnupfen-Impfung beziehen sich die Kosten auf etwa 25 bis 35 Euro. Impfungen sind etwa ab der 8. Lebenswoche der Katze möglich. Etwa einen Monat nach der ersten Impfung erfolgt eine Nachimpfung des Kätzchens. Nach dieser sogenannten Grundimmunisierung sollte die Katzenschnupfen-Impfung jährlich erneuert werden, um die Gesundheit der Katze zu gewährleisten.

Da es allerdings zahlreiche Erreger für Katzenschnupfen gibt, kann eine Erkrankung auch durch eine Impfung nicht zu 100 % ausgeschlossen werden. Vor allem die Zusammensetzung von Caliciviren und Herpesviren verändert sich stetig, wodurch die Antikörper nicht immer ihre Wirksamkeit behalten können. Dennoch verläuft ein Katzenschnupfen trotz Impfung in der Regel deutlich milder als ein Katzenschnupfen bei nicht geimpften Tieren.  

Besteht Ansteckungsgefahr, wenn die Katze niest?

Die Grafik zeigt eine niesende Katze und ein Bakterium, das zu einer anderen Katze und einem Hund, aber nicht zum Menschen wandert.

Grundsätzlich ist Katzenschnupfen – vor allem von Katze zu Katze – sehr ansteckend. Die Ansteckung erfolgt in der Regel über eine Tröpfcheninfektion. Da die Viren über lange Zeit im Körper der infizierten Katze bleiben, bleiben viele Tiere auch noch dann ansteckend, wenn sie wieder gesund sind.  

Ist Katzenschnupfen für den Menschen ansteckend?

In der Regel ist ein Katzenschnupfen für Menschen nicht ansteckend. In extrem seltenen Fällen kann die Infektion allerdings auf immunschwache Personen mit Vorerkrankungen übertreten. Im umgekehrten Fall können Menschen allerdings für die Ansteckung ihrer Katze verantwortlich sein, indem sie die Krankheitserreger von draußen mit in die Wohnung bringen.   

Ist Katzenschnupfen für Hunde ansteckend?

Die am Katzenschnupfen beteiligten Viren sind für Hunde ungefährlich. Sind an der Infektion allerdings auch Bakterien beteiligt, können diese auch von Katzen auf Hunde übertragen werden und eine Erkrankung des Tieres auslösen.

Unser Fazit – Katzenschnupfen frühzeitig erkennen, behandeln und Kosten rückerstatten lassen

Um die Gesundheit Ihres Stubentigers stets zu gewährleisten, sollten Sie Ihre Katze bei auftretenden Symptomen aufmerksam beobachten. Denn wird ein Katzenschnupfen früh erkannt und behandelt, ist der Katzenschnupfen unkompliziert heilbar. Werden Sie schnellstmöglich bei dem Tierarzt Ihres Vertrauens mit Ihrem Tier vorstellig, um die Behandlung mit dem passenden Medikament schnellstmöglich zu starten.

Durch eine geeignete Katzenkrankenversicherung für Ihr Tier, werden Sie als Tierbesitzer im Ernstfall bei den anfallenden Behandlungskosten unterstützt. Auf diese Weise müssen Sie sich keine Sorgen über die Finanzierung der Behandlung machen, sondern können sich voll und ganz auf die Genesung Ihrer Schmusekatze konzentrieren.

Seite weiterempfehlen
Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung