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680 Tonnen Stahl vom Winde verweht

In der Nacht vom 26. auf den 27. Juli 2019 tobte ein Sturm über Birsfelden. Im Rheinhafen krachte ein 130 Meter langer und 680 Tonnen schwerer Kran der Firma Birsterminal AG zu Boden. Helvetia fand zusammen mit den Verantwortlichen des Unternehmens eine schnelle und kreative Lösung, die den Betriebsausfall auf ein Minimum beschränkte.

18. Mai 2020, Text: Isabella Awad, Foto: Rinaldo Marty

Ein kaputter Kran liegt auf Zugschienen.
Im Rheinhafen krachte letzen Sommer ein 130 Meter langer und 680 Tonnen schwerer Kran zu Boden.

An den 26. Juli 2019 erinnert sich Martin Ticks, CEO der Birsterminal AG, als einen normalen Freitag. Der Sturm begann erst später am Abend. Um neun Uhr erreichte ihn zu Hause ein Anruf. Die Nachbarschaft der Birsterminal schlug Alarm: ein Kran liege auf den Geleisen der Hafenbahn. Martin Ticks konnte es kaum glauben: 680 Tonnen Stahl einfach umgefegt? Als er im Rheinhafen ankam, hatte sich der Sturm bereits gelegt. Es bot sich ihm ein Bild der Zerstörung. Die Polizei und die Feuerwehr waren vor Ort, um die Geleise teilweise freizulegen und den Unfallort abzusichern. Schnell war klar: Personen kamen Gott sei Dank keine zu Schaden.

Kran war optimal gewartet

Am Samstag, bei Tageslicht, sah der Schaden noch schlimmer aus. Die zweite Krananlage war blockiert durch den Schaden. Deshalb hiess es, so rasch als möglich aufzuräumen, um den Betrieb nicht total lahmzulegen. Nach der Prüfung der Wartungspapiere gab die Staatsanwaltschaft das Terrain am Folgetag frei für die Aufräumarbeiten. «Ich arbeite schon sehr lange im Rheinhafen und erlebte mehrere Stürme, aber dieser Schaden war aussergewöhnlich», erinnert sich Martin Ticks.

Licht ins Dunkel

Das Gutachten des von Helvetia engagierten Experten zeigte, dass der allgemeine Sturm zwar stark war, dieser allein den Schaden aber vermutlich nicht verursachte. In der Region wirbelten partiell Böen auf mit bis zu 220 Stundenkilometern. Die Bilder einer Messstation zeigten, dass sich am Abend des 26. Juli im Rheinhafen eine solche Zelle (ein sogenannter Downburst) gebildet hatte. «Für uns war es wichtig, dass die höhere Gewalt bestätigt wurde», sagt Martin Ticks. Die starke Böe setzte den Kran in Bewegung – trotz blockierter Räder. Dieser prallte in den zweiten. Der abrupte Stopp liess in kippen.

Schnell und kreativ gelöst

Die Krananlage war eine Stahlkonstruktion aus den 40er Jahren. «Die Prüfung durch einen Ingenieur ergab, dass die Metallkonstruktion so massiv war, dass sie nochmals 50 Jahre hätte halten sollen», sagt Martin Ticks. «Ein 1:1 Wiederaufbau hätte zwei Jahre gedauert und zwischen fünf und sechs Millionen Franken gekostet», weiss Helvetia Schadenexperte der Direktion Rinaldo Marty. Zwei Jahre Betriebsunterbruch waren keine Option. Nach einer Woche lag ein weiterer Vorschlag auf dem Tisch. Kosten: vier Millionen Franken; Betriebsunterbruch: ein Jahr.

Lösung: mobile Plattform

Während einer Hafenbesichtigung mit dem Kunden kristallisierte sich unerwartet eine neue Idee heraus: eine Plattform für mobile Umschlagsgeräte, die auf einem stabilen Betonelement funktioniert, das in den Rhein hinausragt. Einen Monat nach dem Sturm lag die fixfertige Lösung bei Birsterminal auf dem Tisch. Statt sechs Millionen kostete diese nicht einmal drei, und statt in zwei Jahren durfte Birsterminal bereits acht Monate später ihren Betrieb wieder aufnehmen. Da das Unternehmen unter anderem auch im Baustoffrecycling arbeitet, waren sie von Corona nur wenig betroffen – spürten nur einen leichten Rückgang der Aufträge. «Wir haben heute eine neue Anlage zur Hälfte des Preises. Auch der Betriebsunterbruch belief sich auf weniger als die Hälfte als ursprünglich gedacht», freut sich der Geschäftsführer. «Und das alles gelang auch sagenhaft schnell – dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit unserem Versicherer», beschreibt Martin Ticks die Schadenerledigung von Helvetia.
 

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