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Welche Versicherung zahlt bei Vandalismus?

Was tun, wenn jemand die Hauswand mit Graffiti verschandelt? Oder wenn Fussballfans auf dem Weg zum Stadion den Vorgarten demolieren? Und wer haftet dafür? Philipp Götschmann, Leiter Sach Schaden bei Helvetia, gibt Auskunft darüber.

8. Februar 2016, Text: Olivia Valier, Fotos: iStockphoto

Ein Spezialist entfernt Graffitis vom Boden.
Kunst oder Sachbeschädigung? Wer die Sprayereien auf seinem Privatgrund nicht mag, sollte Anzeige erstatten.

Was die Graffitis angeht, gilt es nicht lange nachzudenken. In jedem Fall ist ganz klar: sofort Anzeige erstatten! Auch wenn die Täter meist nicht gefasst werden können, rät die Polizei den Fall zu melden um wiederkehrende Merkmale zu erkennen. Eine noch grössere Herausforderung sind momentan jedoch alkoholisierte Sportfans und damit verbundene Sachbeschädigung, Lärmbelästigung und Littering. Die Einzelnen fühlen sich durch die Anonymität in der Gruppe stark, deshalb liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, einzelne Mitläufer zu schnappen, die dann plötzlich gar nicht mehr so mutig sind.

Wer haftet bei Sachschäden?

Schon fast regelmässig finden Demonstrationen und Veranstaltungen statt, bei denen es zu Sachbeschädigungen kommt. Die Bewilligungsbehörde kann die Veranstalter zwar mit strikten Auflagen belegen, verbieten kann sie Veranstaltungen jedoch kaum. Kommt es dann zu Sachbeschädigungen, haften weder Behörde noch Veranstalter. Kann die Täterschaft nicht ermittelt werden, muss der Geschädigte den Schaden selber tragen; es sei denn, er hat einen entsprechenden Versicherungsschutz eingekauft.

Eigentum gegen Vandalismus schützen

Helvetia bietet Versicherungsprodukte mit sogenannten all-risks-Bausteinen an. «Damit kann man sein Eigentum gegen eine bescheidene Mehrprämie auch gegen Vandalismus und böswillige Beschädigungen schützen», erklärt Philipp Götschmann, Leiter Sach Schaden bei Helvetia. «Selbstverständlich nehmen wir auch auf die Täterschaft Rückgriff, wenn diese von der Polizei ermittelt werden kann.»

Fahndung und erzieherische Massnahmen

Im Umfeld von Sportveranstaltungen ist derzeit das Problem des Vandalismus und Hooliganismus stark ausgeprägt. Beispielsweise in St. Gallen werden Delinquenten mit festen oder mobilen Videokameras beobachtet und identifiziert. Hier kommt das sogenannte «Schnellverfahren» zum Zug. Hier hat der Staatsanwalt 48 Stunden Zeit, eine Person festzuhalten und den Fall zu bearbeiten.

Kommt nun die Privathaftpflichtversicherung eines gefassten Randalierers für die Reparaturkosten von eingeschlagenen Scheiben oder demolierten Autos auf? Philipp Götschmann stellt klar: «Absichtlich verursachte Beschädigungen sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Die Täter müssen für die von ihnen angerichteten Schäden selber aufkommen. Gewalt und Vandalismus werden von uns verurteilt, nicht unterstützt.»

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