Wer eine Firma gründet, möchte ihren Erfolg richtig einschätzen können. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Marktanalyse. Sie liefert Ihnen Informationen über die Branche, Kunden, Konkurrenten und weitere Kenngrössen eines Markts. Unser Beitrag gibt Ihnen Antworten auf folgende Fragen:
Mit einer Marktanalyse untersuchen Start-ups (aber auch bestehende Firmen) einen Markt, in der Regel ihren Zielmarkt und seine Gegebenheiten. Dazu gehört die genaue Betrachtung der Wettbewerbssituation, der Zielgruppen und ihrer Bedürfnisse sowie der Entwicklungstrends, die den Markt in Zukunft massgeblich beeinflussen können.
Mit den dabei gewonnenen Erkenntnissen können Start-ups die Chancen und Risiken ihres Markts bestimmen. Ziel ist, aus einer Idee ein Leistungsangebot zu entwickeln, das die Zielgruppen anspricht und gegen Konkurrenzangebote bestehen kann.
Die Marktanalyse und ihre Bestandteile bilden die Grundlage für die Entwicklung von Marketingstrategie und -massnahmen und sind ein zentrales Element des Businessplans. Weitere Gründe, die für eine Marktanalyse sprechen:
💡 Gut zu wissen
Im Rahmen einer Marktanalyse kommen sehr viele Informationen zusammen. Da besteht die Gefahr, dass man sich in den Details der Informationsflut verliert. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, ein systematisches Vorgehen zu wählen. Es geht nicht darum, eine Doktorarbeit zu schreiben, sondern mit belast- und belegbaren Daten den eigenen Plan zu untermauern.
Checkliste zum Download: Die Checkliste Markt-, Konkurrenz- und Zielgruppenanalyse auf dem KMU-Portal des SECO (DOCX, 80 KB) unterstützt Sie dabei, systematisch vorzugehen.
Für eine fundierte Marktanalyse braucht es zuverlässige Zahlen und belegbare Fakten zur potenziellen Kundschaft und ihren Bedürfnissen, zur Struktur des Zielmarkts und zu den Konkurrenten. Man unterscheidet dabei zwei Arten von Datenquellen. Interviews mit Experten, Fokusgruppen, Kundenbefragungen und in Auftrag gegebene Marktforschungen gelten als Primärdaten. Was das Zusammentragen bereits bestehenden Materials zutage fördert, wird als Sekundärdaten bezeichnet.
In der Schweiz bieten rund 25 professionelle Marktforschungsunternehmen ihre Dienste für massgeschneiderte Analysen an. Sie sind im Branchenverband Swiss Insights – Swiss Data Insights Association zusammengeschlossen. Ihre Dienstleistungen sind allerdings für die meisten Start-ups zu teuer. Sie müssen sich daher in der Regel auf Sekundärdaten verlassen. Konkret heisst das: Sie müssen diese Daten recherchieren und zusammentragen.
Die Marktanalyse ist in der Regel recht aufwändig. Das verleitet gerne zu Abkürzungen, was gerade bei neu gegründeten und jungen Unternehmen zu Fehlern oder Fehleinschätzungen führen kann. Hier die vier häufigsten Fehler bei der Marktanalyse: