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  • Marktanalyse: Basis für einen erfolgreichen Firmenstart

    14.06.2023 | Vanessa Mori
    Die Marktanalyse liefert Daten und Fakten zum Einschätzen der Chancen und Risiken eines Markts. In diesem Beitrag finden Sie:
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Marktanalyse: Basis für einen erfolgreichen Firmenstart

14.06.2023 | Vanessa Mori
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Die Marktanalyse liefert Daten und Fakten zum Einschätzen der Chancen und Risiken eines Markts. In diesem Beitrag finden Sie:
Inhalt und Aufbau einfach erklärt
Überblick über Methoden und Datenquellen
Checkliste für die Markt-, Konkurrenz- und Zielgruppenanalyse
Bei einer Marktanalyse werden die zentralen Eigenschaften eines Zielmarkts herausgearbeitet und untersucht.

Damit lässt sich abschätzen, welchen Erfolg ein Produkt oder eine Dienstleistung im Markt haben kann. Die Marktanalyse ist ein wesentliches Element im Businessplan.

Wer eine Firma gründet, möchte ihren Erfolg richtig einschätzen können. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Marktanalyse. Sie liefert Ihnen Informationen über die Branche, Kunden, Konkurrenten und weitere Kenngrössen eines Markts. Unser Beitrag gibt Ihnen Antworten auf folgende Fragen:

  • Was ist eine Marktanalyse?
  • Was gehört zu einer Marktanalyse?
  • Wie macht man eine Marktanalyse?
  • Welche Methoden und Quellen gibt es?
  • Welches sind häufige Fehler bei der Marktanalyse?

Was ist eine Marktanalyse?

Mit einer Marktanalyse untersuchen Start-ups (aber auch bestehende Firmen) einen Markt, in der Regel ihren Zielmarkt und seine Gegebenheiten. Dazu gehört die genaue Betrachtung der Wettbewerbssituation, der Zielgruppen und ihrer Bedürfnisse sowie der Entwicklungstrends, die den Markt in Zukunft massgeblich beeinflussen können.

Mit den dabei gewonnenen Erkenntnissen können Start-ups die Chancen und Risiken ihres Markts bestimmen. Ziel ist, aus einer Idee ein Leistungsangebot zu entwickeln, das die Zielgruppen anspricht und gegen Konkurrenzangebote bestehen kann.

Die Marktanalyse und ihre Bestandteile bilden die Grundlage für die Entwicklung von Marketingstrategie und -massnahmen und sind ein zentrales Element des Businessplans. Weitere Gründe, die für eine Marktanalyse sprechen:

  • Marktpotenziale lassen sich frühzeitig erkennen und Fehlentscheide vermeiden.
  • Konkurrenzprodukte auf dem Markt sind bekannt, man kann die eigene Marktleistung besser einordnen.
  • Die Attraktivität Ihres Angebots können Sie besser, sprich realistischer einschätzen.

💡 Gut zu wissen

Im Rahmen einer Marktanalyse kommen sehr viele Informationen zusammen. Da besteht die Gefahr, dass man sich in den Details der Informationsflut verliert. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, ein systematisches Vorgehen zu wählen. Es geht nicht darum, eine Doktorarbeit zu schreiben, sondern mit belast- und belegbaren Daten den eigenen Plan zu untermauern.

Checkliste zum Download: Die Checkliste Markt-, Konkurrenz- und Zielgruppenanalyse auf dem KMU-Portal des SECO (DOCX, 80 KB) unterstützt Sie dabei, systematisch vorzugehen.

Was gehört in eine Marktanalyse?

Die Informationen aus der Marktanalyse brauchen Sie, um einschätzen zu können, ob Ihre Geschäftsidee eine Chance auf Erfolg hat. Ziel ist, den Absatz und den Umsatz eines Angebots in Zukunft realistisch einzuschätzen. Die Marktanalyse muss daher die Marktgrösse für Produkte und Dienstleistungen beziffern und die zukünftige Marktentwicklung beschreiben, Herausforderungen beim Markteintritt benennen, die unmittelbare Konkurrenz analysieren und dadurch die Attraktivität des Angebots bewerten. Grundsätzlich beantwortet die Marktanalyse zentrale Fragen zum Markt und zum Wettbewerb. Das reicht von der Branchenzuordnung über Marktgrösse, Wachstumsaussichten, Trends und Potenzialen bis hin zu den wichtigsten Konkurrenten samt ihren Marktanteilen. Zwei Elemente bilden die Grundlage der Analyse: die Marktbeschreibung und die Bestimmung der Zielgruppe.

Wie macht man eine Marktanalyse?

Die Beschreibung von Branche, Markt und Zielgruppen bilden die Basis für die eigentliche Marktanalyse. Ihr Ziel ist es, den Markt strukturiert anhand der vier Dimensionen Grösse/Volumen, Entwicklung, Potenzial, Wettbewerb zu erfassen, um in einem fünften Schritt die eigene Positionierung und den voraussichtlichen Marktanteil zu bestimmen.

Welche Methoden und Quellen gibt es?

Für eine fundierte Marktanalyse braucht es zuverlässige Zahlen und belegbare Fakten zur potenziellen Kundschaft und ihren Bedürfnissen, zur Struktur des Zielmarkts und zu den Konkurrenten. Man unterscheidet dabei zwei Arten von Datenquellen. Interviews mit Experten, Fokusgruppen, Kundenbefragungen und in Auftrag gegebene Marktforschungen gelten als Primärdaten. Was das Zusammentragen bereits bestehenden Materials zutage fördert, wird als Sekundärdaten bezeichnet.

In der Schweiz bieten rund 25 professionelle Marktforschungsunternehmen ihre Dienste für massgeschneiderte Analysen an. Sie sind im Branchenverband Swiss Insights – Swiss Data Insights Association zusammengeschlossen. Ihre Dienstleistungen sind allerdings für die meisten Start-ups zu teuer. Sie müssen sich daher in der Regel auf Sekundärdaten verlassen. Konkret heisst das: Sie müssen diese Daten recherchieren und zusammentragen.

Welches sind häufige Fehler bei der Marktanalyse?

Die Marktanalyse ist in der Regel recht aufwändig. Das verleitet gerne zu Abkürzungen, was gerade bei neu gegründeten und jungen Unternehmen zu Fehlern oder Fehleinschätzungen führen kann. Hier die vier häufigsten Fehler bei der Marktanalyse:

  • Kein Wettbewerb: «Für unser Produkt gibt es derzeit keine Konkurrenten.» Oft gehört, dennoch meistens falsch: Wenn es keine Konkurrenten gibt, besteht höchstwahrscheinlich auch keine Nachfrage. Wo eine Nachfrage besteht, gibt es immer Wettbewerb. Die Aussage «Kein Wettbewerb» macht zudem potenzielle Geldgeber skeptisch. Denn sie bedeutet in der Regel, dass die Marktrecherche ungenügend ist.
  • Grosser Markt: Die Marktgrösse wird oft zu optimistisch veranschlagt. Ein möglicher Grund dafür ist eine ungenaue Definition der Zielgruppe. Wer vegetarische und vegane Snacks in der Innenstadt verkaufen will, kann nicht alle Passanten und Personen, die in der Nähe arbeiten, zu den Zielkunden zählen. Das Merkmal «Sich gesund ernähren wollen» schränkt den potenziellen Markt ein. Oft ist auch das Einzugsgebiet zu gross gewählt und die Kaufhäufigkeit zu hoch angesetzt.
  • Fantastisches Marktpotenzial: Wer ein enormes Wachstumspotenzial mit längerfristig zweistelligen Zuwachsraten über die nächsten Jahre postuliert, muss starke Argumente (und Fakten) ins Feld führen. Je höher die Marktdynamik, desto überzeugender muss die Faktenlage sein – nicht zuletzt im Hinblick auf Investoren.
  • Veraltete und unglaubwürdige Daten: Die Daten, die Sie für Ihre Marktanalyse verwenden, müssen aktuell sein. Was vor fünf Jahren hip war, ist heute möglicherweise kalter Kaffee. Übermässig positive Statistiken, die primär gut in Ihre Argumentation passen, aber vor allem auf Schätzungen und Prognosen beruhen, sollten Sie auf ihre Seriosität prüfen.
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