Bilder sind im Unternehmensalltag überall im Einsatz – auf Webseiten, in Präsentationen oder in Broschüren. Doch nicht jedes Bild darf ohne Weiteres genutzt werden. Wer die geltenden Bildrechte missachtet, riskiert schnell hohe Kosten. Umso wichtiger ist es, die zentralen Regeln zu kennen, um sowohl kostenpflichtige als auch kostenfreie Bilder korrekt zu nutzen, zu veröffentlichen und weiterzugeben.
Wer eine eigene Website hat, braucht dafür meist Bilder. Das Internet bietet eine Fülle an Material, das allerdings nicht einfach so genutzt werden darf. Darum schützt sich Google mit dem Hinweis: «Die Bilder sind eventuell urheberrechtlich geschützt.» Bei Bildern, die Sie nicht selbst aufgenommen haben oder die nicht Ihnen gehören, ist es daher ratsam, folgende Punkte zu beachten:
Wenn Sie auf der sicheren Seite sein möchten, sollten Sie ein fremdes Foto niemals ohne die Erlaubnis (d.h. zu Beweiszwecken ist eine schriftliche Zustimmung dringend empfohlen) der Urheberin oder des Urhebers verwenden. In der Schweiz endet der Schutz des Urheberrechts für Fotografien mit individuellem Charakter erst 70 Jahre nach dem Tod der Urheberin oder des Urhebers. Fotografien ohne individuellen Charakter sind zum Beispiel Schnappschüsse. Sie sind ab ihrer Herstellung 50 Jahre lang geschützt.
Mit Creative Commons (CC) können Urheberinnen und Urheber von Werken mit wenigen Klicks Lizenzen erstellen, die die Nutzung ihrer Werke regeln. Dazu gehören beispielsweise Fotos, Musik, Videos oder Texte. Creative Commons ist eine Non-Profit-Organisation, die 2001 in den USA gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, den freien Austausch von Werken zu fördern.
Die Nutzung unter CC-Lizenzen ist entweder völlig frei oder teilweise eingeschränkt. Dafür gibt es verschiedene Standard-Lizenzverträge, die kostenlos und leicht verständlich sind. Die Urheberinnen und Urheber können selbst bestimmen, unter welchen rechtlichen Bedingungen ihre Werke genutzt und veröffentlicht werden dürfen. So wissen die Nutzerinnen und Nutzer genau, wie sie solche Werke verwenden dürfen.
Neben kostenpflichtigen Bildagenturen wie Shutterstock oder Getty Images gibt es auch zahlreiche Portale mit kostenlosen Bildern. Hier eine Auswahl:
💡 Wichtig: Lesen Sie die Nutzungsbedingungen sorgfältig durch und halten Sie sie stets ein. Wenn Sie ein Werk auf einer Internetseite kaufen, machen Sie ausserdem einen Screenshot von der Quelle. Und zwar so, dass das Datum und die Lizenz zu sehen sind. Speichern Sie zudem die aktuellen Lizenzbedingungen bei Ihnen lokal ab. Denn Anbieter wie Pixabay, Unsplash und Co. ändern ihre Lizenzbedingungen immer mal wieder.
Wenn Sie eigene Fotos für Ihre Website machen wollen, ist es am einfachsten, eine Fotografin oder einen Fotografen zu beauftragen. Diese Profis sorgen nicht nur dafür, dass die Fotos Ihren Anforderungen entsprechen, sondern sie stehen auch in der Pflicht, alle rechtlichen Aspekte einzuhalten. Dabei gibt es folgende Punkte zu beachten:
Die Verwendung von Bildern aus dem Internet, für die man nichts bezahlt, kann unter Umständen teuer werden. Das zeigt das Bundesgerichtsurteil im Fall des Bieler Fotografen. Darum empfehlen wir drei Faustregeln, um Bilder rechtssicher zu verwenden: