Helvetia und Baloise sind jetzt eins. Mehr dazu

Helvetia und Baloise sind jetzt eins. Mehr dazu

?
Suche momentan nicht verfügbar, bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Zum Kontaktformular
  • Deckungsbeitrag: einfach erklärt und berechnet

    03.11.2023 | Vanessa Mori
    Der Deckungsbeitrag liefert einer Firma wichtige Kennzahlen, um ihre Preise zu kalkulieren und ihre wirtschaftliche Leistung zu beurteilen.
RZ_4137_Baloise_Header_Deckungsbeitrag_3620x2263px

Deckungsbeitrag: einfach erklärt und berechnet

03.11.2023 | Vanessa Mori
RZ_4137_Baloise_Header_Deckungsbeitrag_3620x2263px
Der Deckungsbeitrag liefert einer Firma wichtige Kennzahlen, um ihre Preise zu kalkulieren und ihre wirtschaftliche Leistung zu beurteilen.
Was der Deckungsbeitrag aussagt
Formeln für die Berechnung des Deckungsbeitrags
Deckungsbeitragsberechnung am konkreten Beispiel

Der Deckungsbeitrag ist ein wichtiges Element zur Preisberechnung eines Produkts oder einer Dienstleistung. Zudem liefert er wichtige Informationen über die Performance einer Firma. Hier erfahren Sie, welche Arten des Deckungsbeitrags es gibt und wie man sie berechnet.

Was ist der Deckungsbeitrag?

Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen dem Umsatz und den variablen Kosten einer Firma. Als Kenngrösse aus der Teilkostenrechnung zeigt er den Betrag, der für die Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht.

RZ_4137_Baloise_Infografik_Deckungsbeitrag1_rgb_DE

Die variablen Kosten ändern sich mit der Produktionsmenge und dem Beschäftigungsgrad, also der Auslastung von Maschinen und Personal. Je mehr produziert wird, desto grösser ist der Materialbedarf und desto mehr Maschinen und Personal braucht es. Die Fixkosten sind dagegen unabhängig von der Produktionsmenge. Sie bleiben gleich, egal, wie hoch der Output ist. Typische Beispiele dafür sind Raummieten und Gehaltskosten der Unternehmensverwaltung. Variable und fixe Kosten ergeben zusammen die Gesamtkosten. Die Differenz zwischen Fixkosten und Deckungsbeitrag nennt sich Betriebsergebnis und gibt einen Hinweis darauf, ob die Firma auf Gewinn- oder Verlustkurs ist. Mehr darüber finden Sie in unserem Blogbeitrag «Erfolgsrechnung: Zweck, Aufbau und Funktion».

Warum ist der Deckungsbeitrag wichtig?

Der Deckungsbeitrag ist ein wichtiges Instrument, um zu ermitteln, ob die Firma die Gewinnschwelle (Break-even-Point) erreicht hat, Gewinn oder Verlust erwirtschaftet. Die fixen Kosten sind die wichtigste Bezugsgrösse. Dabei gibt es drei Fälle:

  • Ist der Deckungsbeitrag höher als die Fixkosten, macht das Unternehmen Gewinn.
  • Ist der Deckungsbeitrag geringer als die Fixkosten, macht das Unternehmen Verlust. In einem solchen Fall können Sie das Ergebnis auf zwei Arten verbessern: Entweder Sie senken die variablen Kosten – etwa beim Einsatz von Rohstoffen oder im Produktionsprozess – oder Sie reduzieren die Fixkosten, beispielsweise, indem Sie in günstigere Räumlichkeiten umziehen.
  • Halten sich Deckungsbeitrag und Fixkosten die Waage, erzielt das Unternehmen weder Gewinn noch Verlust. Es erreicht den Break-even-Point, also die Schwelle zum Gewinn.

Im Deckungsbeitrag stecken Informationen, die Antworten auf wichtige Fragen geben, wie:

  • wann der Break-even-Point erreicht ist,
  • welcher Preis ein Produkt oder ein Service mindestens erzielen muss,
  • welche Produkte sich lohnen,
  • welche Produkte oder Dienstleistungen besonders lukrativ sind,
  • ob es sinnvoll ist, ein Produkt selbst herzustellen, oder es besser eingekauft werden soll.

Welche Arten von Deckungsbeiträgen gibt es?

Der Deckungsbeitrag kann pro Stück oder für alle Produkte zusammen ermittelt werden.

Stückdeckungsbeitrag: Er zeigt, wie viel ein einzelnes Stück – etwa ein Sandwich oder ein Stuhl – zur Deckung seiner Fixkosten beiträgt. Beispiel: Die (variablen) Herstellungskosten für ein Sandwich betragen 2.50 Franken, der Verkaufspreis liegt bei 6 Franken. Der Stückdeckungsbeitrag liegt also bei 3.50 Franken (6 Franken minus 2.50 Franken). Die Formel dazu:

RZ_4137_Baloise_Infografik_Deckungsbeitrag2_rgb_DE

Gesamtdeckungsbeitrag: Er gibt den Beitrag aller Produkte zur Deckung der fixen Kosten innerhalb eines bestimmten Zeitraums an. Dafür multipliziert man den Stückdeckungsbeitrag mit der Absatzmenge x. Beispiel: Die Sandwichbude von oben verkauft im Monat 1’500 Sandwiches. Der Gesamtdeckungsbeitrag liegt also bei 5’250 Franken (= 3.50 Franken × 1’500 Stück). Die Formel dazu:

RZ_4137_Baloise_Infografik_Deckungsbeitrag3_rgb_DE

Als weitere Variante kann der Deckungsbeitrag einer ganzen Produktlinie errechnet werden. Dazu wird der Stückdeckungsbeitrag der Produktlinie mit den verkauften Einheiten dieser Produktlinie multipliziert.

Wie berechnet man den Deckungsbeitrag?

Zur Bestimmung der Deckungsbeiträge sind zwei Deckungsbeitragsrechnungen üblich: die einstufige und die mehrstufige Rechnung. Die einstufige Deckungsbeitragsrechnung macht Aussagen zur Rentabilität der Firma insgesamt. Sie ist in erster Linie interessant für allgemeine unternehmerische Entscheide. Mit der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung gelangt man zu wesentlich detaillierteren Angaben darüber, wie wirtschaftlich einzelne Produkte, Produktgruppen oder Geschäftsbereiche sind.

Finanzplanung mit Profis

Treuhandbüros können Sie von den Steuern bis zur Finanzplanung professionell unterstützen. Wenn Sie mit einem Treuhänder aus dem Partnernetz von Fasoon zusammenarbeiten, übernimmt er die Hälfte der Gründungskosten bei Fasoon.