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Engagement

Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume

Rund die Hälfte der Fläche Österreichs, genauer gesagt vier Millionen Hektar, ist mit Wald bedeckt. Rund 30 Prozent davon sind ausgewiesene Schutzwälder. Der Wald hält als «grüne» Lebensversicherung in steilen Hanglagen Lawinen, Erdrutsche und Steinschläge von Siedlungen und Verkehrswegen fern und schützt somit Leben, Hab und Gut vieler Menschen. Wie das genau funktioniert, erklären wir in einem Video.

29. März 2021, Text: Ursula Czerny; Video: Verlagsgruppe Fleisch; Foto: istock

Der Wald prägt nicht nur die österreichische Landschaft, er erfüllt auch viele wichtige Funktionen zum Schutz unseres Siedlungs- und Lebensraums. Er ist Luft- und Wasserfilter, Holzlieferant, Speicher von CO2, ein Ort für Freizeit und Erholung und bietet natürlichen Schutz vor Naturgefahren. Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume und übernimmt wertvolle Ökosystemleistungen für Österreich und seine Bewohner.

Der Schutzwald erklärt

Schutz vor Lawinen, Steinschlägen, Erosionen und Überschwemmungen

Bäume schützen uns auf vielfältige Art und Weise vor Naturkatastrophen. Bis zu 70 Prozent der Neuschneemenge können in den Baumkronen aufgefangen werden. Der Schnee verdunstet dort oder fällt verzögert und schubweise zu Boden, dadurch vermindert sich die Lawinengefahr erheblich.

Die Stämme dienen als natürlicher Schutz vor Steinschlag, da sie abrollende Steine und Felsbrocken zurückhalten und verhindern, dass diese auf viel befahrene Alpenstraßen stürzen.

Wälder verringern auch das Hochwasserrisiko, denn die Baumwurzeln durchdringen den Boden und somit kann mehr Wasser im Boden gespeichert werden. Zusätzlich taut der Schnee durch die Beschattung im Wald langsamer ab, was dazu führt, dass Schmelzwasser verzögert in den Bächen ankommt.

Durch die intensive und tiefe Durchwurzelung festigen Wälder den Boden und sind somit der beste Schutz gegen Hangrutschungen und andere Erosionsvorgänge.

Wald wirkt auf den Wasserabfluss verzögernd und auf den Wasserhaushalt insgesamt ausgleichend. Bäume fangen in ihren Kronen die Niederschläge auf, die dort teilweise verdunsten und so gar nicht erst auf den Boden gelangen. Darüber hinaus verhindert der Wald Erosionsprozesse und vermindert damit die Gefahr, dass abgeschwemmte Feststoffe die Wildbäche verklausen und es zu Überschwemmungen kommt.

Mehr Bäume braucht das Land

Dass die österreichischen Wälder besonders geschützt werden müssen, ist nun klar. Seit 2013 engagiert sich daher Helvetia Österreich in Zusammenarbeit mit den österreichischen Bundesforsten für die (Wieder-)Aufforstung und Pflege von Schutzwäldern und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Elementarschäden.

Das langfristige freiwillige Engagement für den Schutzwald ist Teil der umweltbezogenen Corporate-Responsibility-Aktivitäten von Helvetia. Das Thema Bergwald liegt der gesamten Helvetia Gruppe am Herzen, denn immerhin sind mit Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich und Italien fünf der insgesamt sechs Helvetia Ländermärkte Alpenländer. Und auch in Spanien gibt es in den Pyrenäen und der Sierra Nevada steile Schutzwaldlagen.

Im Rahmen des Helvetia Schutzwaldengagements wurden bereits 430.000 Jungbäume gepflanzt - 95.000 davon in Österreich unter anderem im Salzkammergut, dem Pinzgau, im Zillertal, dem Ausseerland, den Wiener Alpen, in Gusswerk, Spittal an der Drau und in Saalfelden. Bereits in 20 Jahren dienen die gepflanzten Lärchen und Fichten als Schutz für Anwohner, Schienen und Straßen und das 200 Jahre lang.

Schutzwaldaufforstung Saalfelden
2020 haben wir gemeinsam mit Skiteam Mitglied Niki Hosp 10.000 Jungbäume für notwendige Wiederaufforstungsarbeiten in Saalfelden gepflanzt.
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