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Reportagen

Der Ursprung der Sonnwendfeier

Essen, trinken, tanzen und singen – so wird die Sonnenwende gefeiert, wobei ein großes Feuer natürlich nicht fehlen darf. Der Sinn dieses Brauches besteht darin, dass durch den Lärm der Feierlichkeiten schlechte Geister vertrieben werden sollen und dadurch auch die Ernte großzügig ausfällt.

21. Juni 2016, Text: Stefanie Köck, Fotos: pixabay

2016-06-sonnenwende

Schiefe der Ekliptik

Die Erdachse, die Rotationsachse der Erde, steht nicht senkrecht auf der Ebene der Erdbahn, sondern bildet mit ihr einen Winkel von etwa 66,56°. Dadurch schließt die Ebene des Äquators der Erde beziehungsweise des Himmelsäquators mit der ekliptikalen Ebene derzeit einen Winkel von 23,4385° ein, der Schiefe der Ekliptik oder Obliquität genannt wird (lat. obliquus ‚schief‘). Die Bezeichnung Erdneigung gibt diesen Winkel unter dem Blick von der Ekliptikebene auf die Erde wieder, der Perspektive des Ekliptikalen Koordinatensystems. (Quelle Wikipedia)

Eine Sonnenwende, auch Sonnwende genannt, erfolgt nur zweimal im Jahr. Zur Wintersonnenwende, welche am 21. oder 22. Dezember stattfindet, erreicht die Sonne die geringste Mittagshöhe über dem Horizont. Bei der am 20., 21. oder 22. Juni stattfindenden Sommersonnenwende erreicht die Sonne ihren mittäglichen Höchststand über dem Horizont.

Die Sommersonnwende 2016 findet am 21. Juni statt - was den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres bedeutet.

Bei einer Sonnenwende erreicht die Sonne im Laufe eines Sonnenjahres den größten nördlichen oder südlichen Abstand vom Himmelsäquator. In diesem Augenblick kehrt die Sonne ihre durch die Schiefe der Ekliptik* bewirkte Deklinationsbewegung um und nähert sich wieder dem Himmelsäquator. Diese maximale Deklination erreicht sie jedes Jahr zweimal: einmal nördlich und einmal südlich des Himmelsäquators. Je nach Hemisphäre spricht man dabei jeweils von der Sommer- oder Wintersonnenwende.

Der Ursprung des Sonnwendfestes

Die Sonne hat schon immer große Bedeutung für das irdische Überleben. Die länger werdenden Tage nach der Wintersonnwende verkörpern das Leben und die Auferstehung. Je größer der Unterschied zwischen dem harten Winter und dem warmen Sommer war, desto intensiver wurde dieser Tag gefeiert. Die nördlichen Länder Europas bezeichnen die Sonnwendfeier als Mittsommerfest/Midsommar.

Sommersonnenwende

Die Sommersonnenwende wird in vielen Ländern, zumeist in Mitteleuropa und den USA, als Beginn der Jahreszeit Sommer angesehen

Der Tag der Sommersonnenwende wird oft als mystischer Tag bezeichnet und wird mit weltlichen und auch religiösen Feierlichkeiten geehrt. Diese Feste waren hauptsächlich im Germanischen, Nordischen, Baltischen und Keltischen vertreten. Die größte Sonnwendfeier Europas findet jährlich in Stonehenge statt und die südlichste Feier fand 1929 ihren Ursprung in der spanischen Region Alicante.

Seit der Christianisierung Europas wird die Feier der Sommersonnenwende auch oft mit dem Tag des Hl. Johannes (Johannes dem Täufer) zusammengelegt. So ist die Sonnenwende ein willkommener Anlass, um diesen besonderen Tag zu feiern und zu ehren.

Im heidnischen Mitteleuropa, bei Kelten und Germanen, war die Sonnenwende ein Höhepunkt im Jahresablauf und das bedeutet auch ein Anlass für Feste zu Ehren der Fruchtbarkeit. Der Tag galt zu dieser Zeit im Volksglauben als sagenumwoben und geheimnisumwittert, denn es hieß Hexen und Dämonen seien frei, verborgene Schätze tauchen plötzlich auf, während aus Bächen und Seen der Klang versunkener Glocken zu hören sei.

Die milden Sommernächte galten damals als weit weniger gefährlich als jene Nächte in den Wintermonaten. Aus den zahlreichen Abwehrzaubern entwickelten sich dann nach und nach heitere Volksfeste.

Natürlich ist es von Land zu Land unterschiedlich, wie die Wende der Sonne zelebriert wird. In den skandinavischen Ländern und im Baltikum, wo es im Sommer Nachts kaum dunkel wird, sind die Bräuche lebendiger geblieben. In Schweden zählt Midsommar neben Weihnachten zu den wichtigsten Familienfesten des Jahres. In Dänemark und Norwegen gibt es an vielen Orten Fackelumzüge und üppige Mahlzeiten. Die Finnen zieht es in ihre Hütten auf dem Land. In Estland und Lettland ist der Johannistag ein Feiertag, Freunde und Familien treffen sich im Garten oder im Wald, zünden Feuer an und grillen.

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