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Die eigene finanzielle Zukunft lässt sich nicht bis ins Detail planen. Klar ist aber: Wer seinen Lebensstandard auch im Alter sichern möchte, sollte sich frühzeitig mit privater Vorsorge beschäftigen. Dabei muss der Einstieg nicht gleich mit großen Beträgen erfolgen.
„Der wichtigste Schritt ist, überhaupt zu beginnen. Ob 35, 100 oder 300 Euro monatlich – regelmäßiges Sparen über einen langen Zeitraum macht den entscheidenden Unterschied“, sagt Andreas Bayerle, Vorstand Leben & Finanzen bei Helvetia Österreich.
Beim langfristigen Vermögensaufbau zählt nicht nur, wie viel Geld regelmäßig investiert wird. Auch der Zeitpunkt, zu dem man beginnt, spielt eine wichtige Rolle.
Der Grund dafür ist der sogenannte Zinseszinseffekt. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Erwirtschaftete Erträge werden wieder veranlagt. Dadurch kann im nächsten Zeitraum nicht nur das ursprünglich investierte Kapital Erträge erzielen, sondern auch die bereits erwirtschafteten Erträge.
Über viele Jahre kann sich dieser Effekt verstärken. Wer früh mit dem Vermögensaufbau beginnt, gibt seinem Geld daher mehr Zeit, sich zu entwickeln.
Dabei gilt allerdings: Eine positive Wertentwicklung ist bei einer Veranlagung am Kapitalmarkt nicht garantiert. Wie sich das Vermögen tatsächlich entwickelt, hängt unter anderem von der gewählten Veranlagung und der Entwicklung der Kapitalmärkte ab.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um mit der privaten Vorsorge zu beginnen? Diese Frage lässt sich nicht für jede Person gleich beantworten.
Wer langfristig investiert, muss damit rechnen, dass die Kapitalmärkte zwischenzeitlich schwanken. Kurse können steigen, aber auch fallen. Ein längerer Anlagehorizont bietet grundsätzlich mehr Zeit, solche Schwankungsphasen zu durchlaufen.
Gerade bei der Vorsorge geht es deshalb weniger darum, den vermeintlich perfekten Einstiegszeitpunkt zu erwischen. Wichtiger ist eine Strategie, die zur eigenen finanziellen Situation, zur persönlichen Risikobereitschaft und zum geplanten Anlagezeitraum passt.
Eine Möglichkeit, langfristigen Vermögensaufbau und Versicherungsschutz miteinander zu verbinden, ist die fondsgebundene Lebensversicherung.
Bei dieser Form der Lebensversicherung wird Kapital entsprechend der gewählten Veranlagungsstrategie in Investmentfonds investiert. Dadurch besteht die Möglichkeit, an der Entwicklung der Kapitalmärkte teilzuhaben.
Anders als bei klassischen Sparformen steht die Höhe einer späteren Auszahlung dabei nicht von Beginn an fest. Die Wertentwicklung hängt unter anderem von den gewählten Fonds ab. Steigen deren Werte, kann sich das positiv auf das angesparte Kapital auswirken. Fallen die Kurse, sind jedoch auch Verluste möglich.
Hinzu kommt der Versicherungsschutz. Je nach gewählter Lösung können unterschiedliche Risiken abgesichert werden.
Damit verbindet die fondsgebundene Lebensversicherung zwei Aspekte der finanziellen Vorsorge: langfristiges Investieren und individuelle Absicherung.
Auch die steuerliche Behandlung kann bei der Wahl einer Vorsorgelösung eine Rolle spielen.
Bei direkten Kapitalanlagen wie Aktien oder Fonds unterliegen realisierte Kapitalerträge in Österreich grundsätzlich der Kapitalertragsteuer. Innerhalb einer fondsgebundenen Lebensversicherung werden Kapitalerträge während der Laufzeit hingegen nicht laufend mit Kapitalertragsteuer belastet. Stattdessen gelten für Lebensversicherungen eigene steuerliche Regelungen, unter anderem die Versicherungssteuer.
Welche steuerlichen Auswirkungen sich im konkreten Fall ergeben, hängt von der Ausgestaltung des Vertrags und den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen ab. Deshalb lohnt es sich, diese Aspekte bei der persönlichen Vorsorgeplanung mitzuberücksichtigen.
Zwischen dem Beginn des Berufslebens und der Pension können Jahrzehnte liegen. In dieser Zeit verändert sich vieles: das Einkommen, die Familie, persönliche Ziele oder die Bereitschaft, finanzielle Risiken einzugehen.
Eine langfristige Vorsorgelösung sollte solche Veränderungen berücksichtigen können.
Moderne fondsgebundene Lebensversicherungen bieten je nach Ausgestaltung beispielsweise Möglichkeiten, laufende Prämien anzupassen, zusätzliche Einzahlungen vorzunehmen oder die Veranlagung an eine veränderte Risikobereitschaft anzupassen.
Flexibilität ist deshalb ein wichtiger Bestandteil langfristiger Vorsorge. Denn eine Lösung, die heute passt, sollte sich auch an zukünftige Lebensphasen anpassen können.
Besonders deutlich wird die Bedeutung von Zeit bei der Vorsorge für Kinder.
Eltern oder Großeltern können bereits früh beginnen, Kapital für spätere Lebensabschnitte aufzubauen, etwa für Ausbildung, Studium, die erste eigene Wohnung oder den Einstieg ins Berufsleben.
Durch den langen Zeitraum kann der Zinseszinseffekt besonders lange wirken. Gleichzeitig sollte bei einer Kindervorsorge nicht nur der Vermögensaufbau betrachtet werden. Auch die Frage, was bei einem unerwarteten Ereignis mit der geplanten Vorsorge passiert, ist wichtig.
Bei entsprechenden Helvetia-Lösungen kann beispielsweise eine Versorgerklausel dafür sorgen, dass im Todesfall der versicherten versorgenden Person die vereinbarten Prämien bis zum Vertragsende weiterbezahlt werden. So kann das ursprünglich geplante Vorsorgeziel für das Kind weiterverfolgt werden.
Nicht jede Wendung im Leben lässt sich vorhersehen. Eine schwere Erkrankung kann beispielsweise nicht nur gesundheitliche, sondern auch finanzielle Auswirkungen haben.
Deshalb können bei der langfristigen Vorsorge zusätzliche Absicherungen sinnvoll sein. Bei Helvetia lässt sich die fondsgebundene Lebensversicherung beispielsweise um den Zusatzbaustein „plus Dread Disease“ erweitern.
Dieser bietet eine finanzielle Absicherung bei bestimmten schweren Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Im vereinbarten Leistungsfall wird eine einmalige Versicherungssumme ausbezahlt, die frei verwendet werden kann.
So kann eine finanzielle Absicherung dazu beitragen, dass unerwartete Ereignisse langfristige Vorsorgepläne nicht vollständig aus der Bahn werfen.
Wer Vermögen aufbauen möchte, muss nicht auf den perfekten Moment oder eine möglichst hohe Sparrate warten. Entscheidend ist, sich frühzeitig mit den eigenen Zielen auseinanderzusetzen und eine Vorsorgestrategie zu wählen, die zur persönlichen Situation passt.
Ein langer Anlagehorizont gibt dem investierten Kapital Zeit, sich zu entwickeln und kann helfen, zwischenzeitliche Schwankungen an den Kapitalmärkten besser zu verkraften. Gleichzeitig sollten Chancen und Risiken immer gemeinsam betrachtet werden.
Fondsgebundene Lebensversicherungen können dabei eine Möglichkeit sein, langfristigen Vermögensaufbau, Flexibilität und Versicherungsschutz miteinander zu verbinden.
»Regelmäßiges Sparen über einen langen Zeitraum macht den entscheidenden Unterschied.«