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Engagement

Alpiner Schutzwaldpreis Helvetia zeichnet zwei Projekte aus Österreich aus

Ende Jänner hat die Arbeitsgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine den 14. Alpinen Schutzwaldpreises Helvetia in St. Gallen verliehen. Die Mitglieder sind Forstvereine aus dem alpinen Raum und würdigen bei der Preisverleihung Projekte, die sich vorbildlich für den Schutzwald einsetzen. Die Gewinner aus Österreich sind eine Volksschule in Vorarlberg und das Erfolgsprojekt »50 Jahre Schutzwaldbewirtschaftung Schmirn-Lawinen« aus Tirol.

11. Februar 2020, Text: Michaela Fritz, Fotos: Helvetia

Schutzwälder gelten als »grüne Lebensversicherung« im alpinen Raum, schützen sie doch Hab und Gut bei Naturereignissen wie Lawinen, Muren oder Steinschlag. Da liegt die Verbindung zur Versicherung nah. Seit über sieben Jahren unterstützt Helvetia in Österreich das gruppenweite Engagement. Ein Highlight ist die jährliche Vergabe des Schutzwaldpreises. Die aus Holz geschnitzte Trophäe erhalten jene, die außergewöhnliche Projekt zum Schutzwald umsetzen.

16 Projekte aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz wurden für den Schutzwaldpreis 2019 (er wird immer für das Vorjahr verliehen) eingereicht. Die interna-tional besetzte Jury zeichnete folgende Projekte aus:

Kategorie »Schulprojekte«


»Schutzwald, Rotten und Lawinenverbauungen« aus Vorarlberg
Die Bregenzer Volksschule Schillerstrasse führt Kinder schon früh und spielerisch an den Schutzwald heran. Jede Klasse nimmt pro Schuljahr an vier Führungen teil. Der Waldpädagoge erklärt den Kindern zuerst die Funktion einzelner Schutzwaldformen und Schutzbauten. Anschließend erstellen sie Modelle zum Schutzwald, zur Rottenstruktur und zu Lawinenverbauungen. Dazu benutzen sie die im Wald vorhandenen Naturmaterialien. Zum Schluss testen Kinder ihre Modelle auf deren Tauglichkeit: mit Steinen, Schnee oder Sand.

Kategorie »Erfolgsprojekte«


Das Projekt »50 Jahre Schutzwaldbewirtschaftung Schmirn-Lawinen« aus Tirol
Zahlreiche Lawinenstriche und Wildbäche bedrohen das Siedlungsgebiet im Schmirntal. Vor allem in den 1950/60er Jahren machten verheerende Lawinenkatastrophen die Zukunft des Tales ungewiss. In den vergangenen 50 Jahren haben Lawinenverbauungen, Hochlagenaufforstung und Maßnahmen zur Schutzwaldverbesserung die Sicherheit der Siedlungsräume und der Verkehrswege wesentlich verbessert. Die gemeinsamen Anstrengungen von Waldbesitzern, Landwirten, Jägern und Behörden haben dazu geführt, dass die Abwanderung aus dem Tal gestoppt wurde.

Raphael Schwitter ist fünfter Schutzwaldpate


Zum fünften Mal hat die ARGE Alpenländischer Forstvereine den Titel »Schutzwaldpate« vergeben.
Dieses Jahr wurde der St. Galler Raphael Schwitter aus Pfäfers SG, oberhalb von Bad Ragaz, für seine Verdienste zugunsten des Schutzwaldes in der Schweiz geehrt. Als Fachlehrer an der Försterschule Maienfeld war es ihm ein großes Anliegen, sein Wissen über den Wald an junge Menschen weiter zu geben. Als Leiter der Fachstelle für Gebirgswaldpflege – und auch privat – begleitete er eine Vielzahl an Waldprojekten – insbesondere in der Wiederaufforstung nach mehreren großen Stürmen. Er arbeitete dabei vernetzt mit der Forschung an der ETH Zürich. 


Schutzwaldpreis Helvetia 2019 – die Gewinner auf einen Blick

• Kategorie Schulprojekte:
  
Schutzwald, Rotten und Lawinenverbauungen, Vorarlberg.
• Kategorie Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften:
  Methode zur monetären Bewertung des Wildeinflusses im Schutzwald, Graubünden.
• Kategorie Erfolgsprojekte:
  50 Jahre Schutzwaldbewirtschaftung Schmirn-Lawinen, Tirol.
• Sonderpreis der Jury:
  Gewässerbetreuungskonzept Untere Ahr / Auwald – Schutzwald im Talboden, Südtirol.
• Pressepreis:
  Nano Spezial: Wald der Zukunft
• Schutzwaldpate:
  Raphael Schwitter, St. Gallen.

Interview mit Schutzwaldpaten Raphael Schwitter