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Engagement

Zwei Projekte aus Österreich gewinnen Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia 2019

Anfang Februar hat die Arbeitsgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine zum 13. Mal den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia verliehen. Die Mitglieder – Forstvereine aus Bayern, Graubünden, Kärnten, Liechtenstein, St. Gallen, Südtirol, Tirol und Vorarlberg – würdigen mit dem Preis Projekte, die sich vorbildlich für den Schutzwald einsetzen.

04. Februar 2019, Text: Michaela Fritz, Fotos: Helvetia

Das Schutzwald-Engagement ist für Helvetia besonders wichtig, gelten Schutzwälder doch als «grüne Lebensversicherung». In steilen Hanglagen halten die Schutzwälder Lawinen, Erdrutsche und Steinschlag fern von Siedlungen und Verkehrswegen. Sie schützen Mensch und Natur.

Ergänzend zum gruppenweiten Schutzwald-Engagement unterstützt Helvetia die renommierte Auszeichnung für herausragende Projekte zur Erhaltung und Verbesserung des Schutzwaldes im Alpenraum. 2019 gab es 14 Einreichungen aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz. Unter den vier Gewinnern sind auch 2 Projekte aus Österreich, die wir gerne vorstellen möchten: 

Kategorie «Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften»

Tirol – Schutzwaldmärchen

Der Lechtaler Waldzwerg namens Almajuri ist völlig fertig. Die Sturmhexen haben die Bäume durchgeschüttelt und der Schneeriese hat einen Zauber des Vergessens über die
Baumgeister gelegt. Neuerdings kennt der Tannengeist den Unterschied zwischen Tanne und Fichte nicht mehr. Die Lärchenkönigin ist schwer verliebt und hat ihre Aufgaben aus den Augen verloren. Und der Zirbenzwerg ist überhaupt verschwunden. Doch ohne Hüter verliert der Schutzwald seine Kraft. Bald donnern Lawinen ins Tal, versperren Steinschläge die Wege und geraten die Wildwasser außer Rand und Band. Liebe Kinder, bitte helft dem Schutzwald, den Bäumen und ihren Hütern. Der Almajuri zählt auf euch.

Kategorie «Erfolgsprojekte»

Vorarlberg – Bestes «Erfolgsprojekt»: Lawinenvermeidung in St. GallenLawinenschutzwald Blons – Wiederaufbau nach der Katastrophe

Das große Naturgefahrenpotential im Gemeindegebiet Blons macht die Bewohnbarkeit dieser Berggemeinde in einem besonders hohen Maß vom Zustand des  Objektschutzwaldes abhängig. Zur Schaffung und langfristigen Erhaltung eines schutzwirksamen Dauerwaldes erfolgt eine beispielhafte Bewirtschaftung im Sinne eines
naturnahen Waldbaus und einer konsequenten schutzwaldorientierten Schalenwildbejagung. Mit der Einrichtung des Lawinendokumentationszentrums und eines Lawinenlehrpfades wurden vorbildliche Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit geleistet.

Ruedi Walli ist vierter Schutzwaldpate

Zum vierten Mal Professor Ulrich Ammer wird dritter Schutzwaldpatehat die ARGE Alpenländischer Forstvereine den Titel «Schutzwaldpate» vergeben. Dieses Jahr wurde der Schreiner und Holzhausbauer Ruedi Walli aus Fideris im Prättigau für seine Verdienste zugunsten des Schutzwalds geehrt. Als Unternehmer führte er über viele Jahre die Holzbaufirma Ruwa in der 2. Familiengeneration und hat sie mittlerweile an die 3. Generation weitergegeben. Ruedi Walli hat durch sein Lebenswerk und durch das Vorleben von Werten ein tiefes Bewusstsein für eine nachhaltige, regional funktionierende Wertschöpfungskette Wald-Holz und auch für eine sinnvolle und naturnahe Waldnutzung geschaffen.

Schutzwaldpreis Helvetia 2018 – die Gewinner auf einen Blick

  • Kategorie Schulprojekte:

Waldspielgruppe Zwergenland in Andeer, Graubünden.

  • Kategorie Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften:

Schutzwaldmärchen,Tirol.

  • Kategorie Erfolgsprojekte:

Sanierung Objektschutzwald Blons, Vorarlberg.

  • Sonderpreis der Jury:

Nussdorf Frümsen, St. Gallen.

  • Schutzwaldpate:

Ruedi Walli, Graubünden.

 

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