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  • Freitag der 13. – Mythos, Risiko und was Versicherungen wirklich absichern

    09.02.2026 | Text: Ursula Czerny | Foto: istock
    Freitag, der 13., gilt für viele Menschen als klassischer Unglückstag. Manche verschieben wichtige Termine, andere fühlen sich unwohl oder besonders angespannt. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich hinter diesem Datum – und was sagt die Statistik? Ein Blick auf Zahlen, Psychologie und Versicherungspraxis zeigt: Der Mythos hält sich hartnäckiger als das tatsächliche Risiko.
Unglückstag Freitag der 13.: Mythos oder Realität?

Freitag der 13. – Mythos, Risiko und was Versicherungen wirklich absichern

09.02.2026 | Text: Ursula Czerny | Foto: istock
Unglückstag Freitag der 13.: Mythos oder Realität?
Freitag, der 13., gilt für viele Menschen als klassischer Unglückstag. Manche verschieben wichtige Termine, andere fühlen sich unwohl oder besonders angespannt. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich hinter diesem Datum – und was sagt die Statistik? Ein Blick auf Zahlen, Psychologie und Versicherungspraxis zeigt: Der Mythos hält sich hartnäckiger als das tatsächliche Risiko.
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Unfallversicherung

Warum gilt Freitag der 13. als Unglückstag?

Der Aberglaube rund um den Freitag, den 13., ist tief in der westlichen Kultur verwurzelt. Die Zahl 13 gilt seit Jahrhunderten als Unglückszahl, der Freitag wiederum wurde historisch mit negativen Ereignissen verbunden. Die Kombination aus beidem hat sich über Generationen hinweg zu einem vermeintlichen Pechtag entwickelt.

Psychologisch spielt dabei der sogenannte Bestätigungsfehler eine zentrale Rolle: Passiert an diesem Tag etwas Negatives, wird es besonders stark wahrgenommen und erinnert. Positive oder neutrale Erlebnisse am selben Datum bleiben hingegen kaum im Gedächtnis. So verstärkt sich der Mythos immer weiter – ganz unabhängig von der Realität.

Passieren an einem Freitag, den 13. wirklich mehr Unfälle?

Die kurze Antwort: Nein.

Eine Auswertung von über 3,1 Millionen Schadenfällen aus den Bereichen Fahrzeug- und Sachversicherung zeigt, dass ein Freitag, der 13., statistisch kaum von anderen Tagen abweicht. Im untersuchten Zeitraum trat dieses Datum 17‑mal auf. Die Anzahl der Schadenmeldungen lag dabei nur minimal über dem Durchschnitt – im Schnitt um wenige Fälle mehr.

Weder der Freitag an sich noch der 13. eines Monats spielen bei der Schadenhäufigkeit eine entscheidende Rolle. Der vermeintliche Unglückstag ist also aus statistischer Sicht ein ganz normaler Tag.

Ein möglicher Grund: Viele Menschen sind an diesem Datum besonders vorsichtig. Autofahrer fahren defensiver, riskante Tätigkeiten werden eher vermieden. Das subjektive Gefühl von Gefahr steht damit im Gegensatz zur objektiven Risikolage.

Wann passieren tatsächlich die meisten Schäden?

Wer nach echten Risikofaktoren sucht, sollte weniger auf das Datum und mehr auf Jahreszeit und Wochentage achten.

Sommermonate als Spitzenreiter

Zwischen Juni und August steigt die Zahl der Schadenmeldungen deutlich an. Gründe dafür sind unter anderem:

  • Unwetter wie Hagel oder Starkregen
  • erhöhtes Verkehrsaufkommen
  • vermehrte Einbrüche während der Urlaubszeit

Montage und Monatswechsel

Besonders auffällig sind außerdem die Montage zu Beginn und am Ende eines Monats. Sie zählen zu den schadenanfälligsten Tagen. Auch hier spielen Verkehrsaufkommen und Nachwirkungen des Wochenendes eine Rolle.

Die absoluten Spitzenwerte wurden rund um den 1. Januar und den 1. August verzeichnet – mit durchschnittlich über 2.000 Schadenmeldungen pro Tag.

Unfall oder Schaden am Freitag, dem 13. – zahlt die Versicherung?

Eine der häufigsten Fragen lautet: Zahlt die Versicherung auch an einem Freitag, dem 13.?

Die klare Antwort lautet: Ja.

Für Versicherungen ist das Datum völlig irrelevant. Entscheidend ist ausschließlich, ob ein versicherter Schadenfall vorliegt und die vereinbarten Vertragsbedingungen erfüllt sind.

Unfallversicherung

Ein Unfall kann jederzeit passieren – im Haushalt, beim Sport oder im Straßenverkehr. Die Unfallversicherung greift unabhängig davon, ob sich das Ereignis an einem Freitag, dem 13., oder an einem beliebigen anderen Tag ereignet.

Haushalts- und Eigenheimversicherung

Sachschäden wie Rohrbruch, Brand oder Sturmschäden sind ebenfalls nicht an den Kalender gebunden. Maßgeblich ist allein, ob das Schadenereignis im versicherten Umfang liegt.

Rechtsschutzversicherung

Kommt es im Anschluss an einen Schaden zu rechtlichen Streitigkeiten, bietet eine Rechtsschutzversicherung finanzielle Sicherheit – unabhängig vom Datum oder vermeintlichem Pech.

Spielt Aberglaube bei Versicherungen eine Rolle?

Versicherungen bewerten Risiken sachlich und auf Basis klar definierter Kriterien. Begriffe wie „Unglückstag“, „Pech“ oder „Glück“ haben dabei keine Bedeutung.

Relevant sind ausschließlich:

  • das konkrete Schadenereignis
  • die Vertragslaufzeit
  • der vereinbarte Versicherungsumfang
  • mögliche Ausschlüsse laut Polizze

Ob ein Schaden an einem Freitag, dem 13., an einem Feiertag oder mitten in der Nacht passiert, ist für die Leistungsprüfung unerheblich.

Sicherheit entsteht nicht durch Glück, sondern durch Vorsorge

Der Freitag der 13. zeigt vor allem eines: Viele Menschen beschäftigen sich erst dann intensiv mit Risiken, wenn sie sich unsicher fühlen. Tatsächlich entstehen die meisten Schäden jedoch völlig unabhängig von bestimmten Tagen.

Ein passender Versicherungsschutz sorgt dafür, dass Sie sich nicht auf Glück oder Zufall verlassen müssen. Wer gut abgesichert ist, kann auch vermeintliche Unglückstage gelassen nehmen.

Häufige Fragen zu Freitag dem 13. und Versicherung

Zahlt die Versicherung bei einem Unfall am Freitag, dem 13.?

Ja. Versicherungen unterscheiden nicht nach Datum oder Wochentag.

Gibt es an diesem Tag mehr Schäden?
Statistisch lässt sich kein signifikanter Anstieg nachweisen.

Ist Pech ein Versicherungsgrund?
Nein. Versicherungen leisten ausschließlich auf Basis vertraglich definierter Schadenereignisse.

Sollte man an diesem Tag besonders vorsichtig sein?
Vorsicht ist immer sinnvoll – unabhängig vom Datum.

Fazit: Der Freitag der 13. ist vor allem ein kulturelles und psychologisches Phänomen. Die Statistik zeigt klar: Andere Tage und Faktoren sind deutlich risikoreicher. Versicherungen orientieren sich an Fakten – nicht an Mythen.

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