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  • Der Kfz-Detektiv

    08.08.2022 | Text und Fotos: Michaela Angerer
    Ferdinand Kerschenbauer kann so leicht niemand hinters Licht führen. Der Chefsachverständige hat den Blick für Kratzer, Beulen und Glasschäden. Einen Tag lang durften wir unter die Kühlerhaube schauen und den versierten Kfz-Experten begleiten. Ein Tag voller Termine, Begutachtungen, viel Technologie und noch mehr Sachverstand.
Ein Tag mit Ferdinand Kerschenbauer - dem Chefsachverständigen. Ihn kann so leicht niemand hinters Licht führen.

Der Kfz-Detektiv

08.08.2022 | Text und Fotos: Michaela Angerer
Ein Tag mit Ferdinand Kerschenbauer - dem Chefsachverständigen. Ihn kann so leicht niemand hinters Licht führen.
Ferdinand Kerschenbauer kann so leicht niemand hinters Licht führen. Der Chefsachverständige hat den Blick für Kratzer, Beulen und Glasschäden. Einen Tag lang durften wir unter die Kühlerhaube schauen und den versierten Kfz-Experten begleiten. Ein Tag voller Termine, Begutachtungen, viel Technologie und noch mehr Sachverstand.
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Der Tag beginnt zeitig. Ferdinand Kerschenbauer ist Frühaufsteher – der erste Weg führt zum Computer, der zweite zur Kaffeemaschine. Bereits zu Hause bereitet der Kfz-Chefsachverständige den Tag vor, vergibt Aufträge und plant seine eigene Tour. »Montag ist besonders zeitkritisch, da kommen viele Schäden rein und müssen schnell abgearbeitet werden, damit die Autos vor dem Wochenende wieder auf der Straße sind«, erklärt Kerschenbauer beim Einstieg in sein privates – natürlich unfallfreies – Auto, das gleichzeitig als rollendes Office dient.

Über 20.000 Fälle im Jahr arbeitet das Helvetia-Team gemeinsam mit externen Partnern ab. Dabei gibt es einiges beim richtigen Reparieren zu beachten: Ein paar versteckte Klicks im Programm und schon kostet die Neulackierung ein paar Hunderten mehr. Daher ist der Termin vor Ort auch so wichtig, dadurch lässt sich in 99 Prozent der Fälle Betrug – für Versicherte wie die Versicherung – vorbeugen.

Schönwetter gefährlicher als Glatteis

Um diese Anzahl an Gutachten zu stemmen, werden rund sieben bis acht Besichtigungen am Tag durchgeführt. Schnee und Glätte sind meist nicht die Unfallursache Nummer 1, es passiert laut Kerschenbauer mehr in der warmen Jahreszeit: »Weil die Autofahrer unaufmerksamer sind. Der entscheidende Faktor ist immer die Geschwindigkeit. Bei Glatteis und Schnee fährt jeder vorsichtig, bei schönem Wetter nicht immer.« Dazu kommen noch Hagel- oder Sturmschäden. Viele Besichtigungen laufen ähnlich ab, ein »Hallo« am Empfang, dann wird meist mit dem Chef persönlich gesprochen: Neben kurzen Smalltalk geht es um harte Fakten: Wo steht das Auto? Gibt es einen Unfallbericht? Fahrzeugdaten werden kontrolliert und dokumentiert. Vorerkrankungen wie beim Arzt besprochen – denn es macht einen Unterschied, ob das Fahrzeug bis dato »unbescholten« war und die Vorschäden sich mit dem aktuellen Schaden überschneiden oder eben nicht.

Mit Polizeitape auf Spurensuche

Sollten beim Besichtigungstermin Ungereimtheiten auftreten, wird nachgeforscht. Denn an Ferdinand Kerschenbauer ist ein wahrer Detektiv verloren gegangen. Mit Spurenkit und ganz viel Sachverstand ausgestattet, werden Kratzer, Dellen und hängende Karosserieteile ganz genau unter die Lupe genommen. Dank Polizeitape können Spuren entnommen und überprüft werden, ob das Schadenprofil wirklich zum Unfallhergang passt. Wenn das Auto zum Auflösen des Puzzles nicht reicht, macht Kerschenbauer eine Gegenüberstellung. »Denn mancher Unfallhergang macht nach den Aussagen keinen Sinn. Da muss ich mir das genauer anschauen.« Und das tut er. Als Tipp für alle Autobesitzer: »Den Wagen am besten frisch gewaschen kontrollieren. Oder noch besser mit einer Neonleuchtröhre, da sieht man alles.«

Tipps vom Kfz-Chefsachverständigen

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»Den Wagen am besten frisch gewaschen kontrollieren. Oder noch besser mit einer Neonleuchtröhre, da sieht man alles.«
Ferdinand Kerschenbauer, Kfz-Chefsachverständiger

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