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Grillboom in Österreich: Beliebtheit steigt – ebenso das Unfallrisiko

Am 16. Mai ist National BBQ Day. Was viele unterschätzen: Schon kleine Fehler beim Anzünden oder bei der Platzierung des Grills können schwere Unfälle verursachen.
Familie beim Grillen

Für viele Menschen ist Grillen in den warmen Monaten fixer Bestandteil des Alltags: Rund 78 Prozent der Österreicher:innen grillen zumindest gelegentlich, 43 Prozent sogar mehrmals im Monat.1 Gleichzeitig kommt es jedes Jahr zu etwa 700 Grillunfällen, die eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich machen.2 Die Helvetia Versicherung informiert über Risiken und zeigt, wie sich Grillunfälle vermeiden lassen.

Grillmarkt wächst weiter

Der Trend zum Grillen zeigt sich auch in den Marktzahlen. Laut Prognosen wird im österreichischen Markt für Grill- und Bratgeräte 2026 ein Umsatz von rund 5,5 Millionen Euro erzielt. Bis 2030 könnte dieser auf etwa 6,5 Millionen Euro ansteigen.3 Österreichweite »Grillmaster« sind Vorarlberg und Tirol, dicht gefolgt von Oberösterreich und Salzburg.4

Verbrennungen häufigste Unfallfolge

Mit der Beliebtheit des Grillens steigt auch das Risiko von Unfällen. Die Hälfte der Verletzten erleidet Verbrennungen, weitere häufige Folgen sind Schnittverletzungen (30%) und Stürze (16%).

»Viele Grillunfälle passieren durch Unachtsamkeit oder falsche Anzündhilfen. Besonders gefährlich sind Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin«, warnt Andreas Gruber, Vorstand für Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich. Auch Kinder sind betroffen: 13 Prozent der Grillverletzungen treffen Kinder unter 14 Jahren, häufig im Gesichts- oder Oberkörperbereich.

So grillt man sicher

Mit einigen Maßnahmen lässt sich das Risiko von Grillunfällen deutlich reduzieren:

  • Grill auf stabile, ebene Fläche stellen und windgeschützt platzieren
  • Ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien halten
  • Nur geeignete Grillanzünder verwenden – keine Brandbeschleuniger
  • Grill nie unbeaufsichtigt lassen und Kinder fernhalten
  • Wasser oder andere Löschmittel griffbereit halten
  • Nach dem Grillen die Restglut vollständig löschen

Absicherung für den Ernstfall

Viele Grillunfälle ereignen sich im privaten Umfeld – mit teils erheblichen Folgen für Menschen und Eigentum. Kommt es zu Personenschäden, kann eine private Unfallversicherung finanziell unterstützen, etwa bei bleibenden Beeinträchtigungen oder für Behandlungskosten.

Bei der Helvetia Versicherung gibt es speziell für Haushaltsversicherungskundinnen und -Kunden das Zusatzpaket Wellness & Garten, mit dem etwa Griller oder Outdoor-Küchen gezielt mitversichert sind. »Gerade bei Freizeitaktivitäten im Garten kann es schnell zu Sach- oder Personenschäden kommen«, sagt Andreas Gruber. »Was viele unterschätzen: Die Folgekosten solcher Unfälle sind gesetzlich nicht ausreichend abgesichert. Ohne entsprechende Versicherung bleiben Betroffene im schlimmsten Fall auf hohen Kosten sitzen – bis hin zu existenzbedrohenden Belastungen.«

2024 wurden in Österreich allein im Freizeitbereich rund 265.000 Verletzte registriert. Entsprechend wichtig wird private Vorsorge: In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Schadens- und Leistungsfälle in der privaten Unfallversicherung in Österreich insgesamt um 26 Prozent gestiegen.5

Quellenverzeichnis:
¹ Handelsverband (2025): HV-Consumer-Check: Grillen bleibt das liebste Sommer-Ritual der Österreicher:innen – doch unsere Essgewohnheiten ändern sich. Online verfügbar unter: https://www.handelsverband.at/presse/presseaussendungen/grillsaison-2025 [Zugriff: März 2026].
2 Kuratorium für Verkehrssicherheit (2022): PA KFV: Ein Spiel mit dem Feuer? Jährlich 700 Verletzte beim Grillen. Online verfügbar unter: https://www.kfv.at/pa-kfv-ein-spiel-mit-dem-feuer-jaehrlich-700-verletzte-beim-grillen [Zugriff: März 2026].
3 Statista (2025): Grill- & Bratgeräte – Österreich. Online verfügbar unter: https://de.statista.com/outlook/cmo/haushaltsgeraete/haushaltskleingeraete/grill-bratgeraete/oesterreich#umsatz [Zugriff: März 2026].
4 Handelsverband (2024): So grillt Österreich: Jede:r Zweite grillt mindestens einmal im Monat. Ausgaben von 47 Euro pro Grillerei. Online verfügbar unter: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20240704_OTS0040/so-grillt-oesterreich-jeder-zweite-grillt-mindestens-einmal-im-monat-ausgaben-von-47-euro-pro-grillerei [Zugriff: März 2026].
5 Kuratorium für Verkehrssicherheit (2025): Unfallbilanz 2024 – Anstieg um 3 Prozent auf 804.500 Verletzte: 2,74 Milliarden Euro Behandlungskosten. Online verfügbar unter: https://www.kfv.at/unfallbilanz-2024-anstieg-um-3-prozent-auf-804-500-verletzte-274-milliarden-euro-behandlungskosten [Zugriff: März 2026]

 

Kontaktinformation
Michaela Angerer, MA Mag. Bianca Herzog-Planko

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