Helvetia verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

  • Herzliche Gratulation!

    Mich interessieren
    ?
    Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung
    Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf Zum Kontaktformular
  • Menü
  • Home





Die Ankeruhr - Wiens berühmte Kunstuhr am Hohen Markt - ziert seit ihrer Erbauung 1914 als architektonische Gebäudeverbindung den repräsentativen Firmensitz der ehemaligen ANKER Versicherung und heutigen Helvetia Versicherung.
Die Geschichte eines Kunstwerks
1861   Die Versicherungsgesellschaft Der ANKER erwirbt den Galvagnihof, eine
geschlossene Eckeinheit, die neben mehreren kleinen Häusern auf dem
heutigen Areal Hoher Markt 10-11 und 12 steht. Benannt wurde das Objekt
nach seinem Erbauer, dem Großhändler Pietro di Galvagni.
1869 Am 16. Juni übersiedelt Der ANKER den Sitz seiner Hauptverwaltung vom heutigen Schubertring auf das Areal am Hohen Markt.
1911 Der große wirtschaftliche Aufschwung des damals europaweit tätigen
ANKERS führte zu Raumnot im Galvagnihof. So wurden nach und nach die
angrenzenden Liegenschaften aufgekauft und die Errichtung eines neuen,
stattlichen Verwaltungsgebäudes geplant. Im Rahmen dieser Umgestaltung
 musste beim Neubau ein Durchbruch (wegen der Straßenverlängerung des
Bauernmarktes über den Hohen Markt hinaus) berücksichtigt werden. So ist
die jetzige offene Straßenverbindung zwischen den Häusern Hoher Markt
10-11 und 12 entstanden.
1914 Im Frühsommer werden das neue Gebäude sowie die Ankeruhr fertig
gestellt. Der Bezug der neuen Räume am 29. Juni ist von der Ermordung
des Thronfolgers Franz Ferdinand und seiner Gemahlin Sophie in Sarajevo
am Tag zuvor überschattet. Die Ankeruhr wird nie offiziell eröffnet.
1945 Am 11. April werden alle Leute, die im Luftschutzkeller des ANKER Schutz
gefunden haben, von russischen Truppen aus dem Haus gewiesen. Wenige
Tage später steht der Ankerhof durch Brandstiftung in Flammen und brennt
vollständig aus.
1958 Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der ANKER Versicherung wird die Kunstuhr restauriert und wieder in Betrieb genommen.
2005 Unter der Patronanz des Bundesdenkmalamtes erfolgt eine komplette
Restaurierung des Kunstwerks. Wegen ihrer Einzigartigkeit in Österreich
und ihrer geschichtlichen, künstlerischen und kulturellen Bedeutung
wurde die Ankeruhr unter Denkmalschutz gestellt.
2014 Anlässlich des 100. Geburtstags der Ankeruhr veranstaltet die Helvetia
Versicherung ein ganztägiges Event. Es wird eine fast zehn Meter hohe
Besucherplattform aufgebaut, die es den Besuchern möglich macht, die
Figuren aus nächster Nähe zu betrachten.

So entstand der Gebäudekomplex

Auf dem heutigen Areal Hoher Markt 10-11 und Nummer 12 stand Mitte des 19. Jahrhunderts in einer geschlossenen Eckeinheit neben mehreren kleineren Häusern auch der fünfgeschossige "Galvagnihof". 1861 erwarb die seinerzeitige Versicherungsgesellschaft "Der Anker" dieses nach seinem Erbauer, dem Großhändler Pietro die Galvagni, benannte Objekt und verlegt 1869 ihre Hauptverwaltung auf den Hohen Markt. Dieser vermutlich älteste Platz in Wien, dessen historischer Charakter jedoch durch die Zerstörungen von 1945 verloren ging, war mit seinem teils klassiszistischen Gepräge einst eine der vornehmsten Adressen der Stadt.

Der große wirtschaftliche Aufschwung des damals europaweit tätigen "Ankers" führte zu Raumnot im "Galvagnihof". Da nach und nach auch die angrenzenden Liegenschaften in den Besitz der Gesellschaft gelangten, plante man 1911 anstelle der alten Häuserzeile die Errichtung eines neuen, stattlichen Verwaltungsgebäudes. Im Rahmen der städtebaulichen Umgestaltung dieses Bezirksteiles musste beiim Neubau ein Durchbruch (wegen der Straßenverlängerung des "Bauernmarktes" über den Hohen Markt hinaus) berücksichtigt werden. So ist die jetzige offene Straßenverbindung zwischen den Häusern der Versicherungsgesellschaft entstanden.

Die Idee, eine Uhr zu bauen

Um die architektonische Gebäudeeinheit zwischen den Gebäuden Hoher Markt 10-11 und Hoher Markt 12 zu wahren, entstand der Plan, die beiden Häuser mit einer Brücke zu verbinden. Es entsprach dem Kulturtrend der Zeitepoche, solche Architekturelemente künstlerisch ausgestalten zu lassen. Die Bauherren wollten damit ein Wahrzeichen verwirklicht sehen, welches die historische Bedeutung Wiens mitsamt dem Gedanken der Lebensversicherung kunstwerklich in sich vereint. Den Gestaltungsauftrag dazu erhielt der damals äußerst populäre Maler und Bildhauer Prof. Franz von Matsch.

Inspiriert davon, dass sich im Legionslager Vindobona (am Hohen Markt befanden sich die Häuser der Stabsoffiziere) die Römer nach einer Sonnenuhr orientiert hatten und dass hier eine der ersten mechanischen Uhren Wiens das damalige Stadtgerichtsgebäude zierte, kam der Künstler auf die Idee, eine große Kunstuhr zu schaffen.

Von Matsch konstruierte eine "musikalische Figurenuhr", die bildhaft zeigt, wie rasch die Zeit verstreicht. Stunden ziehen vorbei und die symbolisch sichtbar gemachte Vergänglichkeit soll auf rechtzeitiges Vorsorgen aufmerksam machen, was dem eigentlichen Wesen einer Versicherung entspricht.

Den einzelnen Stunden ordnete er Persönlichkeiten zu, welche im Laufe der Jahrhunderte für die Stadt Wien großes geschichtliches Ansehen erlangten. Von Prof. von Matsch stammen nicht nur die Ideen, der Entwurf und die Realisierung, sondern er kümmerte sich auch um die Mechanik und die übrigen technischen Belange. Er stellte Berechnungen an und legte die Grundzüge der Konstruktion fest.

Diese Seite weiterempfehlen

Stories aus dem Helvetia Blog