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Tipps

Herbstzeit: die sechs größten Gefahren im Straßenverkehr

Es ist die Zeit, in der die Natur eines ihrer schönsten Kleider anlegt. Überall verändert sich das Grün zu gelben, roten und braunen Tönen. Die Bäume verlieren ihr Laub und bedecken den Boden mit einem bunten Blättermantel. Das Licht scheint golden, die Luft wird klarer und frischer. Doch die veränderten Witterungsverhältnisse haben auch eine bedrohliche Seite an sich: Verkehrsunfälle und ihre fatalen Folgen. Wir verraten worauf im Herbst besonders zu achten ist um Unfälle zu vermeiden.

22. September 2021, Text: Isabelle Christin Sorf & Victoria Arapinac; Fotos: istock

Wildwechsel, rutschige Straßen, Nebel, Wind oder die falsche Bereifung – diese und weitere Situationen erhöhen die Unfallgefahr im Herbst.

1. Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen

Gerade im Herbst kommt es immer häufiger zu Wildwechsel auf den Straßen. Die Tiere machen sich in der Morgen- und Abenddämmerung auf Futtersuche. In ländlichen Gegenden, aber vor allem bei Waldstücken, sollte man deshalb vorsichtig fahren. Strecken, an denen Wildwechsel vermehrt auftritt, sind oft mit einem Verkehrszeichen beschildert. Auf diesen Strecken ist Vorsicht geboten. Am besten fährt man dort langsam, bremsbereit und behält den Fahrbahnrand im Auge.

2. Nasse Fahrbahnen und ungewollte Rutschpartien

Die Rutschgefahr durch das erste Laub im Herbst wird häufig unterschätzt. Ein bisschen Laub auf den Straßen und ein wenig Wasser von Tau oder Regen genügen schon, um den Untergrund zur Rutschpartie zu machen. Hier sollte man langsam und vorausschauend fahren. Das Auto kann sonst den Kontakt zur Straße verlieren und außer Kontrolle geraten. Aus diesem Grund sollten alle Fahrmanöver bedacht und den Straßenverhältnissen angemessen sein. Nicht nur Laub, sondern auch Regen kann die Fahrbahnbeschaffenheit drastisch verschlechtern. Gerade, wenn man mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte man bei Regen vorausschauender und langsamer fahren.

3. Vorsicht bei Nacht- und Nebelaktionen

In der Nähe von Gewässern tritt im Herbst vermehrt Nebel auf. Dieser kann die Sichtverhältnisse schlagartig verschlechtern. Sobald die Sicht eingeschränkt ist, muss die Geschwindigkeit reduziert werden, damit Unfälle, vor allem durch Auffahren, vermieden werden. Im Herbst wird es außerdem wesentlich früher dunkel. Darum werden Objekte und Personen schlechter erkennbar. In Kombination mit Nebel sollte man daher bei Dunkelheit äußerst achtsam fahren.

4. Bloß nicht aufs Glatteis geraten…

Die Temperaturen im Herbst können an manchen Tagen unter den Nullpunkt wandern. Aus diesem Grund ist Vorsicht angesagt, gerade an Stellen wie unter Brücken, wo sich sehr leicht Eis bilden kann. Aber auch bei nasser Fahrbahn kann sich bei niedrigen Temperaturen eine Schicht Eis auf der Fahrbahn bilden. Auch sollte beachtet werden, dass Lufttemperatur nicht gleich Fahrbahntemperatur bedeutet. Während die Lufttemperatur im niedrigen Plusbereich liegen kann, kann der Boden, wenn er in Kontakt mit Wasser oder Feuchtigkeit kommt, dennoch gefrieren und eine rutschige Eisschicht bilden. Speziell abends und nachts kühlt der Boden oftmals ordentlich ab, in solchen Fällen sollte daher die Winterreifenpflicht unbedingt beachtet werden.

5. Reifenwechsel: Besser zu früh als zu spät

Vom 1. November bis 15. April gilt in Österreich die situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet, dass in diesem Zeitraum – je nach Witterungsverhältnissen – alle vier Winterreifen am Fahrzeug montiert sein müssen. Winterreifen sind verpflichtend, wenn sich Schnee, Schneematsch oder Eis auf der Straße befindet. Empfehlenswert ist es, Winterreifen schon bei Fahrbahntemperaturen von 7 °C zu montieren, da sie selbst bei trockener Fahrbahn das Fahrverhalten deutlich verbessern. Es ist empfehlenswert, sich rechtzeitig einen Reifenwechseltermin auszumachen, da Werkstätten aufgrund der hohen Nachfrage zu dieser Zeit oft überlastet sind. Winterliche Verhältnisse können im Herbst durchaus unerwartet auftreten, daher sollte man vorausplanen. Das Auto darf ohne Winterreifen bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen nämlich nicht in Betrieb genommen werden. Sollte man das Fahrzeug trotzdem benutzen und an einem Unfall beteiligt sein, kann dies sowohl zivil- als auch strafrechtliche Folgen haben. Strafen von mehreren tausend Euro können die Folge sein. Auch kann sich die Versicherung weigern, Kaskoschäden zu tragen. Selbst ohne Unfall erhält man eine Strafe von 50 Euro, wenn man ohne Winterreifen bei winterlichen Verhältnissen kontrolliert wird.

6. Wer Wind sät…

In den Herbstmonaten treten vermehrt Stürme auf. Dazu zählen Winde mit einer Stärke von mehr als 60 km/h. Diese können erhebliche Schäden an Gebäuden sowie Fahrzeugen anrichten. Autos können von herumfliegenden Gegenständen, herabfallenden Ästen oder umgekippten Bäumen demoliert werden. Sollte man einen Sturm erwarten, ist es sinnvoll, sein Auto an einem sicheren Ort, beispielsweise einer Garage, zu parken. Außerdem ist es während windigem Wetter ratsam, das Lenkrad beim Fahren gut festzuhalten, da Sturmböen oft unerwartet auftreten und das Auto abrupt versetzen können.