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Essen im Tausch gegen Erkenntnisse

Ein Proband und eine Testleiterin beim ersten Usability Testing von Helvetia Deutschland.
Ein Proband und eine Testleiterin beim ersten Usability Testing von Helvetia Deutschland.

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Ein Produkt ist, auch im Versicherungskontext, niemals fertig. Von wiederkehrenden Verbesserungen und Fehlerbehebungen abgesehen, hat jeder von uns ständig neue Ideen oder Konzepte im Kopf, die wir gern in unsere Produkte integrieren würden. Doch nehmen die Kunden unsere Ideen auch so positiv auf? Schließlich müssen diese neuen Funktionen auch verständlich und nutzerfreundlich sein.
7. Dezember 2016, Text: Katharina Franz, Fotos: Helvetia Deutschland

Was gibt es Besseres als einen Entwurf direkt an der Zielgruppe auszuprobieren? Wenig. Aus diesem Grund habe ich, Katharina Franz, seit kurzem als UX/UI Expert bei Helvetia Deutschland tätig, die Organisation eines Usability Testings (angelehnt an das im Rhein-Main-Gebiet bekannte Usability Testessen) forciert.

Was ist Usability? „Usability ist das Ausmaß, in dem ein System durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.“ (Quelle: DIN ISO 9241-11)

Da es kaum etwas Schlimmeres gibt als nur davon auszugehen, die Bedürfnisse seiner Zielgruppe zu kennen, mussten wir uns selbst davon überzeugen: Sind unsere Produkte so klar und verständlich, wie wir uns das vorstellen? Zu diesem Zweck haben wir zehn Personen zu einem Usability-Test eingeladen.

Insgesamt gab es vier Teststationen. Jede Teststation bestand aus einer „Aufgabe“, die es zu „lösen“ galt sowie einem Testleiter und einem Protokollanten. Der Testleiter bespricht die Aufgabe und gibt Instruktionen. Der Protokollant notiert sich alles, was die Probanden an Feedback von sich geben. Doch wie gelangt man an die Informationen die man benötigt? An das, was sie denken, und zwar ungefiltert?

Mithilfe der Thinking Aloud-Methode ist es möglich, die Gedanken und Gefühle von Probanden zu erfahren. Dabei motiviert der Testleiter den Probanden oder die Probandin immer wieder dazu laut auszusprechen, was gerade in ihm/ihr vor sich geht. Das können Dinge sein wie „Ich weiß nicht, wozu dieser Button dient!“ oder „Diese Seite überfordert mich, da sie total unübersichtlich ist!“. Es kann zwischendurch nötig sein, den Probanden durch kurze Fragen wie „Haben Sie dieses Verhalten erwartet?“ erneut zum „lauten Denken“ zu animieren.

Alles in allem erfährt man so aber sehr viel über Nutzerverhalten und auch User Experience. Wichtig ist nur, dass man den Probanden vorher den Hinweis gibt, dass nicht er oder sie selbst getestet wird, sondern immer das Produkt.

Die Produkte, welche innerhalb der Veranstaltung getestet werden sollten, waren die Hausratversicherung Hausrat VIVA und die Tierkrankenversicherung Petcare.

Getestet wurde unter anderem der Prämienrechner für die Tierkrankenversicherung.
Getestet wurde unter anderem der Prämienrechner für die Tierkrankenversicherung.

Als Ergebnis des Abends haben wir von unseren Probanden viel Lesestoff erhalten, welcher in der nächsten Zeit aufbereitet werden muss. Für uns war die Veranstaltung ein voller Erfolg, und wir werden das sicher in ähnlicher Form wiederholen.

Dieser Artikel erschien in  work@helvetia

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