Ein neues Smartphone zum halben Preis, Markenschuhe mit 70 Prozent Rabatt oder ein besonders günstiges Weihnachtsgeschenk: Rund um den Black Friday überbieten sich Online-Shops mit Sonderangeboten. Doch nicht jedes vermeintliche Schnäppchen ist tatsächlich eines.
Laut einer repräsentativen Studie des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens aus dem Jahr 2025 ist bereits jede vierte befragte Person rund um Shopping-Aktionstage mit betrügerischen Angeboten in Kontakt gekommen.
Auch die Zahlen des Bundeskriminalamts zeigen, dass Internetbetrug ein relevantes Problem bleibt. Im Jahr 2025 wurden in Österreich 31.001 Fälle von Internetbetrug angezeigt. Zwar entspricht das einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr, dennoch bleibt das Risiko hoch. Besonders tückisch: Betrügerische Online-Shops sind mittlerweile oft kaum noch von seriösen Anbietern zu unterscheiden.
Nicht nur Fake-Shops können zum Problem werden. Rund um die vorweihnachtliche Einkaufszeit sind auch gefälschte Nachrichten besonders relevant.
Eine SMS meldet beispielsweise, dass ein Paket nicht zugestellt werden konnte. Für die erneute Lieferung müsse lediglich ein kleiner Betrag bezahlt werden. Der enthaltene Link führt jedoch auf eine betrügerische Website, die Zahlungsdaten abfragt.
Auch vermeintliche Rabattaktionen bekannter Marken können über gefälschte E-Mails, Social-Media-Anzeigen oder Messenger-Nachrichten verbreitet werden.
Besonders wichtig: Selbst wenn eine Nachricht oder Website täuschend echt aussieht, bedeutet das nicht, dass sie tatsächlich vom angegebenen Unternehmen stammt. Mithilfe künstlicher Intelligenz lassen sich mittlerweile auch überzeugende Texte und Bilder für Betrugsversuche erstellen.
Tipp: Bei unerwarteten Nachrichten keine Links anklicken, sondern die Website des jeweiligen Unternehmens selbst aufrufen oder die offizielle App verwenden.
Wer rund um Black Friday und Cyber Monday auf Schnäppchenjagd geht, kann mit wenigen Maßnahmen das Betrugsrisiko reduzieren.
Ein zusätzlicher Sicherheitscheck ist über die österreichische Plattform Watchlist Internet möglich. Dort finden sich aktuelle Warnungen vor betrügerischen Online-Shops und anderen Internetfallen.
Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass eine Bestellung bei einem betrügerischen Anbieter landet. Dann ist rasches Handeln wichtig.
Zahlung überprüfen:
Wurde mit Kreditkarte oder einem Zahlungsdienstleister bezahlt, sollte umgehend Kontakt mit dem jeweiligen Anbieter aufgenommen werden. Unter Umständen ist eine Rückbuchung oder ein Käuferschutzverfahren möglich.
Bank kontaktieren:
Wurden Bank- oder Kartendaten bekannt gegeben, sollte das betroffene Finanzinstitut unverzüglich informiert werden. Gegebenenfalls müssen Zahlungsmittel gesperrt werden.
Passwörter ändern:
Wenn Zugangsdaten eingegeben wurden, sollten diese sofort geändert werden – insbesondere dann, wenn dasselbe Passwort auch für andere Konten verwendet wird.
Beweise sichern:
Bestellbestätigungen, Zahlungsbelege, Nachrichten und Screenshots können bei der weiteren Klärung helfen.
Anzeige erstatten:
Bei Verdacht auf Betrug kann bei der Polizei Anzeige erstattet werden. Verdächtige Online-Shops können außerdem der Watchlist Internet gemeldet werden.
Black Friday und Cyber Monday bieten viele Möglichkeiten, beim Einkauf zu sparen. Entscheidend ist jedoch, echte Angebote von betrügerischen Versprechen zu unterscheiden.
Wer Preise vergleicht, unbekannte Shops überprüft und mit persönlichen Daten sorgfältig umgeht, reduziert das Risiko erheblich.
Zusätzliche Unterstützung bei bestimmten Cyberrisiken kann eine entsprechende Versicherung bieten.
Die bestellte Ware wird nicht geliefert, der Händler verweigert die Rückerstattung oder es kommt zu einem Streit über einen Online-Kauf? In solchen Fällen kann eine Rechtsschutzversicherung wertvolle Unterstützung bieten. Die Helvetia Rechtsschutzversicherung hilft bei versicherten rechtlichen Auseinandersetzungen und übernimmt je nach vereinbartem Versicherungsschutz unter anderem Anwalts- und Gerichtskosten.
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Ob Phishing, Identitätsdiebstahl oder der Missbrauch von Zahlungsdaten: Cyberkriminalität kann auch Privatpersonen treffen.
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