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  • Vielseitiges Zusammen­treffen im Helvetia Art Foyer

    16.12.2021 | Mirjam Arnold | Viktor Kolibàl
    Kunstwerke inspirieren. Und sie inspirieren natürlich auch andere Kunstschaffende. Die Ausstellung «High 5» im Helvetia Art Foyer vereint verschiedene Kunstdialoge, die fünf Künstlerinnen und Künstler aus Basel durch die Kombination eigener Arbeiten mit ausgewählten Werken der Helvetia Kunstsammlung gestalten.
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Vielseitiges Zusammen­treffen im Helvetia Art Foyer

16.12.2021 | Mirjam Arnold | Viktor Kolibàl
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Kunstwerke inspirieren. Und sie inspirieren natürlich auch andere Kunstschaffende. Die Ausstellung «High 5» im Helvetia Art Foyer vereint verschiedene Kunstdialoge, die fünf Künstlerinnen und Künstler aus Basel durch die Kombination eigener Arbeiten mit ausgewählten Werken der Helvetia Kunstsammlung gestalten.

Die dialogische Ausstellung «High 5» ist ein Zusammentreffen: Fünf Basler Kunstschaffende wählten sich je ein Werk aus der Helvetia Kunstsammlung aus, dem sie eigene Werke gegenüberstellten. Die Auswahl war gross: Mit über 2000 Arbeiten von rund 400 Künstlerinnen und Künstlern zählt die Helvetia Kunstsammlung zu den bedeutendsten im Bereich zeitgenössischer Schweizer Kunst. Das Helvetia Art Foyer erweist sich dabei als idealer Raum, nicht nur für das Aufeinandertreffen verschiedener Kunstwerke, sondern auch ihrer Schöpferinnen und Schöpfer.

Farbenfrohes Zusammenspiel

Franziska Furter (*1972) wählte zwei kleinformatige Arbeiten aus der Helvetia Kunstsammlung, deren Künstlerin sie persönlich kennt und schätzt: Manon Bellet. Da Manon Bellet aktuell in den USA lebt, sind regelmässige Gespräche wohl seltener. Furter gelang es aber zweifelsohne, zumindest den Dialog zwischen den Arbeiten der beiden Künstlerinnen anzustossen. Diese zeichnen sich durch das Flüchtige aus, den Zufall, beides Mal umgesetzt durch Malerei auf eine unkonventionelle Art und Weise. Während Manon Bellet ihre Werke mithilfe eines Magneten und eisenhaltiger Flüssigkeit zeichnete, griff Franziska Furter auf farbige Tusch-Aquarelle zurück. Sie vermischte unterschiedliche Farben auf einer laugenhaltigen Wasseroberfläche und fing die Farbenspiele anschliessend auf dem Papier ein. Passend zur Farbenvielfalt heisst ihre Serie «Scattered Rainbows».

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Werke, die über den Rahmen hinausgehen

Weniger farbenfroh gestaltet sich der Dialog zwischen den Werken von Camillo Paravicini (*1987) und Max von Moos. Beide Künstler sind in Luzern aufgewachsen. Das Bild «Lava» (1961) von von Moos findet sich nun in der Mitte zweier neu kreierter Arbeiten von Paravicini. Diese passen auf den ersten Blick schon farblich und inhaltlich zusammen. Mit den Titeln «Götterdämmerung» und «Totentanz» nehmen sie zudem Motive auf, die für das Werk von Max von Moos zentral sind. Der Eindruck einer Zusammengehörigkeit entsteht nicht zuletzt auch dadurch, dass Paravicini deren Rahmung aufeinander abgestimmt hat.

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Der Dialog ist eröffnet

Nur wenige Meter vor den Bildern von Camillo Paravicini und Max von Moos findet sich eine rote Skulptur. Sie scheint sich auf den roten Farbtupfer des Bildes «Lava» zu beziehen. Dies ist allerdings nur ein Beispiel eines der vielen "Nebengespräche", die zurzeit im Helvetia Art Foyer stattfinden. Simone Holliger (*1986) wählte als Dialogpartner für ihre Werke zwar ebenfalls ein Bild von Max von Moos, es handelt sich dabei aber um das Kunstwerk «Fundstelle» (1953). Die Basler Künstlerin interessiert sich besonders für den Umgang mit Oberflächen. Ihre Skulpturen sind aus zweidimensionalen Skizzen entstanden und aus Papier geformt. Die Frage, die sich sowohl bei ihren Werken als auch demjenigen von Max von Moos stellt, lautet: Wann wird eine Form zur Figur?

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Neuer Kontext in der Kombination

Figürlich muten auch die beiden Werke von Martin Chramosta (*1982) an, die er dem Bild «Le bouclier du Chef» von Meret Oppenheim zur Seite gestellt hat. Während die oberhalb platzierte Keramikarbeit «Yellow Charm» an eine Sonne erinnert, stellt Chramosta mit dem Relief «Der Assistent» dem Häuptling der grossen Künstlerin buchstäblich einen kleinen Assistenten gegenüber. Auch auf der bildlichen Ebene passen die drei Arbeiten zusammen: Man glaubt Schlangen und ein Insekt zu erkennen und fühlt sich in eine wilde Naturszenerie versetzt, vielleicht sogar in einen Urwald, in dem das kleine Ureinwohner-Männchen zu Hause zu sein scheint.

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Eine zündende Idee

Nur wenige Meter daneben greift Daniel Karrer (*1983) in seinen Hinterglasmalereien das Motiv eines leeren Buches auf. Direkt vor den Bildern steht Roman Signers Werk «Rakete III», deren Start bevorzustehen scheint. Die Rakete erweckt im Betrachter die Vorstellung einer Aktion. Dasselbe gilt für die leeren Bücher, die scheinbar nur darauf warten, mit Ideen und Entwürfen gefüllt zu werden. Eine leichte Spannung entsteht durch die Tatsache, dass die Rakete bei einem Start die beiden Hinterglasmalereien beschädigen könnte – potenziell Gefährliches trifft auf etwas potenziell Zerbrechliches.

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