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  • Fliegen von Drohnen: Welche Regeln gelten?

    26.10.2021 | Simon Gantner
    Eine leistungsstarke Drohne erhält man heute bereits für wenig Geld. Was die wenigsten jedoch wissen: Beim Betrieb von Drohnen müssen einige Vorschriften beachtet werden. Auch die Versicherungssituation sollte vor Inbetriebnahme zwingend geklärt werden.
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Fliegen von Drohnen: Welche Regeln gelten?

26.10.2021 | Simon Gantner
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Eine leistungsstarke Drohne erhält man heute bereits für wenig Geld. Was die wenigsten jedoch wissen: Beim Betrieb von Drohnen müssen einige Vorschriften beachtet werden. Auch die Versicherungssituation sollte vor Inbetriebnahme zwingend geklärt werden.

Ob beim Wandern, in der Stadt oder auch im eigenen Garten – Drohnen am Himmel zu sehen, ist keine Seltenheit mehr. Aufgrund verbesserter Technik und sinkenden Preisen werden sie im privaten sowie gewerblichen Gebrauch immer beliebter. Für den Betrieb von Flugobjekten wie Drohnen und Modellflugzeuge gelten je nach Gewicht unterschiedliche Vorschriften. Flugobjekte von über 30 Kilogramm müssen vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) bewilligt und im Luftfahrzeugregister registriert werden.

Strikte Bestimmungen

Das BAZL hat im Jahr 2020 auf der Website kommuniziert, die Regelungen der Europäischen Union im Drohnenverkehr zu übernehmen – dies im Sinne einer Harmonisierung. Geplant war diese Angleichung per 1. Januar 2021. Allerdings wurde dieses Vorhaben im September 2020 mit einer Motion im Nationalrat gestoppt und zieht sich bis heute hinaus. Wann die Übernahme der Bestimmungen in der Schweiz erfolgt, ist aktuell nicht klar. Helvetia hat aber vorsorglich die Vertragsbestimmungen auf die europäischen Regeln angepasst – um eine optimale Versicherungsdeckung anzubieten, wenn die neuen Bestimmungen gelten. Solange die EU-Normen in der Schweiz aber noch nicht umgesetzt sind, gelten auch bei Helvetia die Schweizerischen Vorgaben.

Wichtig: Die nachfolgenden Tipps zum Umgang mit Drohnen beziehen sich auf die aktuell geltenden Regeln in der Schweiz.

Flugobjekte unter 30 Kilogramm – dazu gehören die meisten Drohnen – sind in der Schweiz mit den aktuellen Regelungen nicht bewilligungspflichtig und müssen auch nicht im Luftfahrzeugregister eingetragen werden. Trotzdem gibt es einige gesetzliche Bestimmungen zu berücksichtigen – beispielsweise die «Verordnung des UVEK über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien». Darin ist unter anderem festgehalten, dass die Pilotin oder der Pilot die Drohne nur auf Sichtweite fliegen und grössere Menschenansammlungen nicht überfliegen darf. Zudem muss ein Abstand von fünf Kilometer zu Flughäfen eingehalten werden. Eine Übersicht über sämtliche Flugplätze in der Schweiz ist hier ersichtlich. Wer seine Drohne zudem über eine Menschenansammlung von mehr als einem Dutzend Personen fliegen lassen möchte, muss zwingend eine Ausnahmebewilligung beim BAZL beantragen.

Optimale Absicherung für den privaten Gebrauch

Doch nicht nur diese Vorschriften gilt es zu berücksichtigen. Es ist ratsam, vor der Inbetriebnahme einer Drohne oder eines Modellflugzeugs, die Versicherungssituation zu überprüfen. Für Schäden am eigenen Flugobjekt gilt: Gegen Gefahren wie Feuer, Elementarschäden, Diebstahl oder Wasser ist das Gerät im Hausrat mitversichert. Passiert beim Fliegen ein Missgeschick, geht es beispielsweise bei einem Absturz zu Bruch, ist die Zusatzversicherung «all risks» notwendig. Kommen durch den Betrieb einer Drohne Personen oder deren Eigentum zu Schaden, kommt dafür die Privathaftpflicht auf. Dies gilt allerdings nur für Drohnen bis 250 respektive 500 Gramm – je nach Versicherungsbedingungen. Klären Sie mit Ihrer Kundenberaterin oder Ihrem Kundenberater, ob in Ihrem Fall die Privathaftpflichtversicherung ausreicht oder ob Sie einen entsprechenden Zusatz benötigen.

Haftpflichtdeckung von mindestens einer Millionen Franken gefordert

Sollte die Drohne schwerer als 500 Gramm sein, verlangt Artikel 20 der «Verordnung des UVEK über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien», dass eine Haftpflichtdeckung von mindestens einer Million Franken besteht. Der entsprechende Haftpflichtnachweis muss beim Betrieb einer Drohne ständig mitgeführt und auf Verlangen vorgezeigt werden können.

Schutz für Firmenkunden

Drohnen werden jedoch nicht nur von Privatpersonen, sondern zunehmend auch zu gewerblichen Zwecken genutzt. Generell gilt, dass für kommerzielle Flüge die gleichen Vorschriften gelten wie beim privaten Einsatz. Und natürlich können auch Unternehmen ihre Drohnen versichern. Firmenkundinnen und -kunden von Helvetia haben die Möglichkeit, Drittschäden – sogenannte Haftpflichtschäden, welche aus dem Betrieb einer Drohne resultieren – in der Betriebshaftpflichtpolice einzuschliessen. Das geht in der Regel ohne grosse Abklärungen. Sollten jedoch für den Betrieb Bewilligungen vom BAZL gebraucht werden, prüft Helvetia den Verwendungszweck der Drohne genauer.

All diese Vorschriften und Tipps beziehen sich auf die Schweiz. Sollte die Drohne im Ausland verwendet werden, gelten oftmals gänzlich andere Vorschriften. Um sich vor einem bösen Erwachen zu schützen, lohnt es sich deshalb die Situation betreffend Zulassung und Bewilligung eingehend zu prüfen.

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