Vier von fünf der 25- bis 40-Jährigen sparen planmässig, um ein Ziel zu erreichen. Als wichtigstes Ziel nennen sie die Altersvorsorge (75%) gefolgt von Ferien (61%) und dem Notgroschen (56%). An vierter Stelle folgt das Eigenheim, das von rund der Hälfte (47%) der jungen Sparerinnen und Sparer genannt wird. Ein vertiefter Blick in die Auswertung zeigt: Während das Sparen für die Altersvorsorge bis zur Pensionierung an Wichtigkeit gewinnt, nimmt das Sparen fürs Wohneigentum bereits ab 30 Jahren ab. In der Altersgruppe der 40- bis 50-Jährigen sparen nur noch 20% fürs Wohneigentum.
«Das durchschnittliche Kaufalter beträgt heute knapp über 40 Jahre. Der Traum vom Eigenheim ist für viele Haushalte trotz erheblicher Sparanstrengungen nur noch mit Unterstützung aus der Familie oder im Rahmen einer Erbschaft realistisch.»
«Als Faustregel kann man sagen, dass jährlich 2-2.5% des Kaufpreises in den verschiedenen Vorsorgegefässen und im freien Sparen angelegt werden sollten, um über die gesamte Besitzdauer der Immobilie finanziell sorgenfrei zu wohnen. Wie viel im Einzelfall in welches Gefäss einbezahlt werden soll, ist Teil einer individuellen, frühzeitigen und fundierten Finanz- und Vorsorgeplanung, welche allen Immobilienbesitzenden zu empfehlen ist.»
Geht es darum, Massnahmen zu ergreifen, damit sich mehr Menschen im Land den Traum vom Eigenheim erfüllen können, stimmen insbesondere junge Befragte (68% der 25- bis 30-Jährigen und 59% der 31- bis 40-Jährigen) sowie Mieterinnen und Mieter (58%) zu. Eigentümer- und Mieterschaft sind sich bei den Massnahmen weitgehend einig. Die grössten Unterschiede sind bei den staatlich unterstützten Eigenkapitalhilfen (28% vs. 19%) auszumachen, die bei der Mieterschaft deutlich mehr Anklang finden. Umgekehrt ist der Eigentümerschaft die Beschleunigung von Baubewilligungsverfahren (29% vs. 21%) wichtiger.
Die Mieterschaft fordert in erster Linie einen bevorzugten Zugang zu Wohneigentum für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (38%) und die Einschränkung von spekulativem Immobilienerwerb (38%). Fast gleich viel Zustimmung (37%) erhält eine steuerliche Entlastung beim Erwerb von Wohneigentum, welche in Form eines Ersterwerberabzugs auch nach der Abschaffung des Eigenmietwerts (voraussichtlich ab 2029) erhalten bleiben soll.