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wohntraumstudie-2026-kapitel3

Der Traum vom Eigenheim hält sich hartnäckig

Weiter steigende Immobilienpreise, ein knappes Angebot und strenge Finanzierungskriterien lassen den Zugang zu Wohneigentum immer beschwerlicher werden. Trotzdem zeigt sich der Wunsch nach Wohneigentum über die letzten Jahre unverändert hoch. Um sich den Wohntraum eines Tages erfüllen zu können, spart die junge Wohnbevölkerung – und will die Rahmenbedingungen verändern.

Allen Widerständen zum Trotz: Der Traum vom Eigenheim lebt 

Das Eigenheim gehört bei den Jungen zu den wichtigsten Sparzielen 

Dafür sparen die 25- bis 40-Jährigen

Vier von fünf der 25- bis 40-Jährigen sparen planmässig, um ein Ziel zu erreichen. Als wichtigstes Ziel nennen sie die Altersvorsorge (75%) gefolgt von Ferien (61%) und dem Notgroschen (56%). An vierter Stelle folgt das Eigenheim, das von rund der Hälfte (47%) der jungen Sparerinnen und Sparer genannt wird. Ein vertiefter Blick in die Auswertung zeigt: Während das Sparen für die Altersvorsorge bis zur Pensionierung an Wichtigkeit gewinnt, nimmt das Sparen fürs Wohneigentum bereits ab 30 Jahren ab. In der Altersgruppe der 40- bis 50-Jährigen sparen nur noch 20% fürs Wohneigentum.  

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«Das durchschnittliche Kaufalter beträgt heute knapp über 40 Jahre. Der Traum vom Eigenheim ist für viele Haushalte trotz erheblicher Sparanstrengungen nur noch mit Unterstützung aus der Familie oder im Rahmen einer Erbschaft realistisch.»
Lukas Vogt, CEO von MoneyPark
Altersvorsorge und Eigenheim gehören zusammen

Ein Eigenheim zu erwerben und gleichzeitig fürs Alter zu sparen ist für die meisten jungen Erwachsenen ein Ding der Unmöglichkeit. Es gilt die beiden Sparziele sorgfältig aufeinander abzustimmen, um beide zu erreichen. Wer für den Kauf des Eigenheims zu viel Vorsorgegelder verwendet und die entsprechenden Lücken nicht schliesst, riskiert im Alter sein Eigenheim aufgrund fehlender Tragbarkeit der Hypothek zu verlieren. Diesen Zusammenhang zeigt die letztjährige Ausgabe der Wohntraumstudie eindrücklich auf. Wir raten jungen Eigenheimkäuferinnen und -käufern deshalb zusätzlich zur Pflichtamortisation (indirekt über die Säule 3a) und der Rückzahlung der bezogenen Vorsorgegelder, während der gesamten Besitzphase den Maximalbetrag in die 3. Säule einzuzahlen. Zudem empfehlen wir, die Steuerersparnisse aus PK- und 3a-Einkäufen im freien Vermögen anzulegen.  

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«Als Faustregel kann man sagen, dass jährlich 2-2.5% des Kaufpreises in den verschiedenen Vorsorgegefässen und im freien Sparen angelegt werden sollten, um über die gesamte Besitzdauer der Immobilie finanziell sorgenfrei zu wohnen. Wie viel im Einzelfall in welches Gefäss einbezahlt werden soll, ist Teil einer individuellen, frühzeitigen und fundierten Finanz- und Vorsorgeplanung, welche allen Immobilienbesitzenden zu empfehlen ist.»
Dusan Dusanovic, Leiter Kompetenzzentrum Vorsorge, Vermögen und Eigenheim
Wohneigentumsförderung. Vorsorgegelder ins Eigenheim investieren.

Bezüge oder die Verpfändung von Geldern der zweiten oder dritten Säule helfen beim Erwerb von Wohneigentum. Erfahren Sie hier, wie das geht und was Sie dabei beachten sollten.

Gut zu wissen

Wer im Jahr 2025 nicht den vollen Beitrag von CHF 7'258.- in die Säule 3a einbezahlt hat, kann dies 2026 erstmalig mit einem Einkauf nachholen. Voraussetzung ist, dass Sie sowohl in diesem wie auch im letzten Jahr ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen aufweisen können und Sie zuerst den  vollen Jahresbeitrag 2026 einzahlen. Die nachträgliche Einzahlung für 2025 kann dann zusammen mit der diesjährigen Einzahlung vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. 

Unzufriedene machen sich auf die Suche  

Der Traum zerschellt an rückläufigen Verkaufsabsichten und Preiserwartungen 

Der Zugang zu Wohneigentum soll vereinfacht werden 

Die Mehrheit der Mieterschaft und Junge fordern Massnahmen 

Geht es darum, Massnahmen zu ergreifen, damit sich mehr Menschen im Land den Traum vom Eigenheim erfüllen können, stimmen insbesondere junge Befragte (68% der 25- bis 30-Jährigen und 59% der 31- bis 40-Jährigen) sowie Mieterinnen und Mieter (58%) zu. Eigentümer- und Mieterschaft sind sich bei den Massnahmen weitgehend einig. Die grössten Unterschiede sind bei den staatlich unterstützten Eigenkapitalhilfen (28% vs. 19%) auszumachen, die bei der Mieterschaft deutlich mehr Anklang finden. Umgekehrt ist der Eigentümerschaft die Beschleunigung von Baubewilligungsverfahren (29% vs. 21%) wichtiger. 

Mit welchen Massnahmen wollen Mietende den Zugang zu Wohneigentum ermöglichen?

Die Mieterschaft fordert in erster Linie einen bevorzugten Zugang zu Wohneigentum für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (38%) und die Einschränkung von spekulativem Immobilienerwerb (38%). Fast gleich viel Zustimmung (37%) erhält eine steuerliche Entlastung beim Erwerb von Wohneigentum, welche in Form eines Ersterwerberabzugs auch nach der Abschaffung des Eigenmietwerts (voraussichtlich ab 2029) erhalten bleiben soll.