Die Schweizer Bevölkerung möchte nach wie vor am liebsten auf dem Land wohnen. Praktisch unverändert zum Vorjahr geben dies 43% der Befragten an. Und als Wohnobjekt wünscht man sich ein freistehendes Einfamilienhaus (50%). Dieser Traum ist unabhängig davon, ob man heute zur Miete wohnt oder Wohneigentum besitzt. Auch das Alter ändert an diesem Traum wenig. Einzig die Befragten im Alter von 25 bis 30 Jahren würden noch lieber in der Agglomeration wohnen als auf dem Land und bei den Befragten im Pensionsalter ist der Traum vom Einfamilienhaus auf dem Land deutlich weniger ausgeprägt. Bei ihnen erhält die Wohnung in der Agglomeration fast gleich viel Zustimmung.
«Die Wohnpräferenzen und die tatsächliche Entwicklung laufen in der Schweiz auseinander: Viele Menschen würden lieber ländlicher wohnen, ziehen aber wegen Arbeitsplätzen, Infrastruktur und sozialem Umfeld in die Zentren. So erleben wir weniger eine Landflucht als eine anhaltende Verstädterung.»
Beim Entscheid für ein neues Zuhause gewinnt der Miet- bzw. Kaufpreis gegenüber den Vorjahren weiter an Relevanz (66%). Dieses Jahr sind sich Frauen und Männer einig. Letztes Jahr werteten Frauen mit 62% diesen Faktor noch leicht höher als Männer (59%). Praktisch alle Kriterien, ausser dem separaten Zimmer fürs Homeoffice (16% vs. 18%) und der Lademöglichkeit fürs E-Auto (5% vs. 9%), werden von den Frauen als etwas wichtiger angesehen als von Männern. Die grösste Differenz liegt beim Faktor Besonnung (37% vs. 27%), der insgesamt auf Platz 6 rangiert.
Auch wenn der Preis schliesslich ausschlaggebend ist: Bei der Lage des Schweizer Wohntraums hat die Anbindung an den Öffentlichen Verkehr (64%) seit 2022 um 13 Prozentpunkte zugelegt und rangiert damit erstmals auf Rang 2.
Passend zum Aufstieg des Öffentlichen Verkehr verliert die Wichtigkeit von Parkplätzen (30%) zwei Ränge gegenüber 2022 und landet dieses Jahr erstmals auf Rang 11. Der Steuerfuss der Gemeinde (33%) war zwischenzeitlich auf Rang 6 geklettert und ist nun wieder wie 2022 auf Rang 8. Die Nähe zum Arbeitsplatz (36%) und die Nähe zur nächsten Stadt (31%) gewinnen gegenüber dem Vorjahr je einen Rang. Neben der Anbindung an den ÖV (64%) bleiben die ruhige Lage (66%) und die Nähe zur Natur (63%) besonders wichtig. Letztere hat bei Frauen einen höheren Stellenwert (67% vs. 60%) sowie auch die Nähe zum sozialen Umfeld (40% vs. 35%). Den Männern hingegen ist der Steuerfuss wichtiger (39% vs. 26%) und die Nähe zum Arbeitsplatz (38% vs. 33%).