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wohntraumstudie-2026-kapitel4

Wohnträume ennet dem Röstigraben

In der Deutschschweiz wie in der Romandie lebt der Traum vom Einfamilienhaus auf dem Land. Der Wunsch nach einem Eigenheim ist in der Westschweiz sogar noch ausgeprägter als in der Deutschschweiz. Um sich diesen zu erfüllen, wird in der Deutschschweiz vermehrt aufs Sparen gesetzt, während in der Westschweiz politische Massnahmen stärker unterstützt werden.

In der Westschweiz mag man es städtischer 

Welche Wohnumgebung und welcher Immobilientyp sagen Ihnen persönlich am meisten zu?

 In der Westschweizer Wohnbevölkerung gibt es mehr Zustimmung für eine städtische Wohnumgebung (28%) als in der Deutschschweiz (21%). Dazu passt, dass auch die Wohnung deutlich beliebter ist (31%) als auf Deutschschweizer Seite des Röstigrabens (22%). Insgesamt gilt aber hüben wie drüben, dass die Hälfte der Wohnbevölkerung sich ein Einfamilienhaus wünscht und über 40% eine ländliche Wohnumgebung bevorzugen. 

Wunsch und Realität klaffen beim Immobilientyp auseinander 

Wohnzufriedenheit in der Westschweiz tiefer 

Unterschiedliche Hürden hindern am Kauf 

Grosse Unterschiede beim Sparwillen – kleinere bei Zielen und Methoden 

Wofür sparen Sie?

In beiden Sprachregionen steht die Altersvorsorge zuoberst. Es folgen die finanzielle Sicherheit und Geld für Ferien oder Reisen, die jedoch in der Deutschschweiz wichtigere Sparziele sind als in der Romandie. Einzig grössere Anschaffungen wie Auto, Möbel oder Haushaltselektronik sind den Westschweizerinnen und Westschweizern wichtiger (23%) als den Befragten in der Deutschschweiz (18%) – fast so wichtig wie das Sparen für Wohneigentum (beide 25%). 

Wie sparen Sie?

Das Sparkonto ist der unangefochtene Renner bei der Sparmethode in der Schweiz. Mit 71 Prozent wird es in der Westschweiz etwas häufiger genannt als in der Deutschschweiz (67%). Auch die Säule 3a bei der Bank folgt in beiden Sprachregionen auf dem zweiten Platz, wenn auch beliebter in der Deutschschweiz (56% vs. 46%). Dafür folgt bei den Westschweizer Befragten die 3a-Lösung bei der Versicherung unmittelbar mit 35 Prozent auf dem nächsten Platz, während in der Deutschschweiz die 3a-Versicherungslösung mit 23 Prozent mit Abstand weniger gefragt ist als diejenige bei der Bank.

Unterschiede beim Säule-3a-Sparen, aber Einigkeit beim Sparziel

Das Sparkonto und Bargeld sind in der Westschweiz die beliebteren Sparmethoden als die eher langfristig ausgerichteten wie Wertschriftendepot, Fondskonto oder freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse. Das lässt sich gut vereinbaren mit ihren öfter als in der Deutschschweiz genannten, teilweise eher kurzfristig ausgerichteten Sparzielen wie grössere Anschaffungen oder Gesundheit und Pflege. Anders sieht es hingegen beim langfristigen Säule-3a-Sparen aus. Zählt man die 3a bei Bank und Versicherung zusammen, erreicht die Summe in der Westschweiz gar etwas höhere Werte als in der Deutschschweiz. Die Befragten beider Sprachregionen sind sich auch bei zentralen Punkten einig: Mehr als zwei Drittel spart fürs Alter und ein Viertel spart für Wohneigentum. Das spiegelt sich wiederum in der Beliebtheit der Säule 3a. Schliesslich eignet sie sich gerade für die Altersvorsorge oder für den Erwerb von Wohneigentum bestens. 

Renovieren ja, aber aus unterschiedlichem Antrieb 

Tiefe Zinsen halten in der Deutschschweiz von Amortisationen ab 

Politische Eingriffe in den Eigenheimmarkt finden Zustimmung 

  Deutschschweiz Westschweiz
1 Einschränkung von spekulativem Immobilienerwerb (40%)  Steuerliche Entlastung beim Erwerb von Wohneigentum (43%)
2 Begrenzung von Zweitwohnungen (39%)  Bevorzugter Zugang zu Wohneigentum für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (40%) 
3 Steuerliche Entlastung beim Erwerb von Wohneigentum (35%)  Einschränkung von spekulativem Immobilienerwerb (37%) 
4 Bevorzugter Zugang zu Wohneigentum für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (31%)  Lockerung der Anforderungen für eine Hypothek (36%) Preisbeschränkungen für Bauland (36%) 
5 Förderung von Wohnbau (27%) Beschleunigung von Baubewilligungsverfahren (27%)  Staatlich unterstützte Eigenkapitalhilfen (32%) 

Sich selbst bevorteilen oder andere einschränken?

Geht es nach den Westschweizerinnen und Westschweizern, wollen sie den Zugang zum Eigenheim primär durch steuerliche Entlastung (43%) und einen bevorzugten Zugang zu Eigenheim gegenüber Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz (40%) vereinfachen. Sie stärken sich als Käuferin oder Käufer. In der Deutschschweiz hingegen will man andere einschränken, also primär Spekulantinnen und Spekulanten (40%) und angehende Zweitwohnungsbesitzerinnen und -besitzer (39%) .

Die Westschweizer Wohnbevölkerung ist stärker unter Druck

Die stärkere Offenheit für staatliche Eingriffe in der Westschweiz dürfte mit der geringeren Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnsituation und dem grösseren Wunsch nach Wohneigentum zusammenhängen. Die Westschweizer Bevölkerung mag es insgesamt etwas städtischer und gerade dort ist der Zugang zu Eigenheim aufgrund des grossen Preisdrucks sehr stark eingeschränkt. Entsprechend wünscht man sich vermehrt staatliche Unterstützung, um sich den Traum vom Eigenheim dennoch erfüllen zu können. In der Deutschschweiz scheint die Diskussion rund um institutionelle Investoren deutlich präsenter, ebenso wie liberale Ansätze zur Beschleunigung von Bauverfahren. 

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