In der Westschweizer Wohnbevölkerung gibt es mehr Zustimmung für eine städtische Wohnumgebung (28%) als in der Deutschschweiz (21%). Dazu passt, dass auch die Wohnung deutlich beliebter ist (31%) als auf Deutschschweizer Seite des Röstigrabens (22%). Insgesamt gilt aber hüben wie drüben, dass die Hälfte der Wohnbevölkerung sich ein Einfamilienhaus wünscht und über 40% eine ländliche Wohnumgebung bevorzugen.
In beiden Sprachregionen steht die Altersvorsorge zuoberst. Es folgen die finanzielle Sicherheit und Geld für Ferien oder Reisen, die jedoch in der Deutschschweiz wichtigere Sparziele sind als in der Romandie. Einzig grössere Anschaffungen wie Auto, Möbel oder Haushaltselektronik sind den Westschweizerinnen und Westschweizern wichtiger (23%) als den Befragten in der Deutschschweiz (18%) – fast so wichtig wie das Sparen für Wohneigentum (beide 25%).
Das Sparkonto ist der unangefochtene Renner bei der Sparmethode in der Schweiz. Mit 71 Prozent wird es in der Westschweiz etwas häufiger genannt als in der Deutschschweiz (67%). Auch die Säule 3a bei der Bank folgt in beiden Sprachregionen auf dem zweiten Platz, wenn auch beliebter in der Deutschschweiz (56% vs. 46%). Dafür folgt bei den Westschweizer Befragten die 3a-Lösung bei der Versicherung unmittelbar mit 35 Prozent auf dem nächsten Platz, während in der Deutschschweiz die 3a-Versicherungslösung mit 23 Prozent mit Abstand weniger gefragt ist als diejenige bei der Bank.
| Deutschschweiz | Westschweiz | |
| 1 | Einschränkung von spekulativem Immobilienerwerb (40%) | Steuerliche Entlastung beim Erwerb von Wohneigentum (43%) |
| 2 | Begrenzung von Zweitwohnungen (39%) | Bevorzugter Zugang zu Wohneigentum für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (40%) |
| 3 | Steuerliche Entlastung beim Erwerb von Wohneigentum (35%) | Einschränkung von spekulativem Immobilienerwerb (37%) |
| 4 | Bevorzugter Zugang zu Wohneigentum für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (31%) | Lockerung der Anforderungen für eine Hypothek (36%) Preisbeschränkungen für Bauland (36%) |
| 5 | Förderung von Wohnbau (27%) Beschleunigung von Baubewilligungsverfahren (27%) | Staatlich unterstützte Eigenkapitalhilfen (32%) |
Geht es nach den Westschweizerinnen und Westschweizern, wollen sie den Zugang zum Eigenheim primär durch steuerliche Entlastung (43%) und einen bevorzugten Zugang zu Eigenheim gegenüber Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz (40%) vereinfachen. Sie stärken sich als Käuferin oder Käufer. In der Deutschschweiz hingegen will man andere einschränken, also primär Spekulantinnen und Spekulanten (40%) und angehende Zweitwohnungsbesitzerinnen und -besitzer (39%) .