Heutige Lebensentwürfe werden vielfältiger. Längere Berufsausbildungen führen zu einem späteren Einstieg ins Erwerbsleben, gleichzeitig gehören Sabbaticals, Care-Arbeit, Teilzeitarbeit und berufliche Neuorientierungen für viele zum Berufsleben. Die traditionelle Abfolge – Schule, Berufseinstieg mit 20 Jahren, Vollzeiterwerbstätigkeit und Pensionierung mit 65 Jahren – entspricht immer weniger der Realität. Das Schweizer Vorsorgesystem ist jedoch noch immer stark auf diesen klassischen Erwerbsverlauf ausgerichtet.
Besonders deutlich zeigt sich der Wandel beim Anstieg der Teilzeitarbeit. 2025 arbeitete bereits über ein Drittel (38.7%) der Erwerbstätigen in der Schweiz beziehungsweise rund 1.9 Millionen Menschen in einem Teilzeitpensum.[1] Für viele bedeutet dies mehr Gestaltungsspielraum im Alltag, gleichzeitig kann sich dadurch die Altersvorsorge und auch die Familienabsicherung reduzieren. Wer die BVG-Eintrittsschwelle nicht erreicht oder über längere Zeit ein tieferes Einkommen erzielt, baut entsprechend weniger Vorsorgekapital auf.
Auch längere Ausbildungswege beeinflussen die Vorsorge. Heute verfügt in der Schweiz bereits jede zweite Person im Alter von 25 bis 34 Jahren über einen Hochschulabschluss oder einen Abschluss der höheren Berufsbildung.[2] Damit verbunden ist in der Regel ein späterer Eintritt ins Erwerbsleben. Da das Referenzalter weiterhin bei 65 Jahren liegt, verkürzt sich die Zeit für den Aufbau der Altersvorsorge entscheidend.
Mehr Flexibilität prägt heute die Arbeits- und Lebenswelt. Gleichzeitig gehören gesundes Älterwerden und finanzieller Wohlstand zu den wichtigsten Lebenszielen der Menschen in der Schweiz. Die Zuversichtsstudie 2026 von Helvetia zeigt jedoch, dass nur eine Minderheit davon ausgeht, diese Ziele ohne Weiteres erreichen zu können. Während das Vorsorgesystem weiterhin auf traditionelle Erwerbsverläufe ausgerichtet ist, gewinnt die private Vorsorge an Bedeutung. Wo Lebensläufe flexibler werden, muss auch die Vorsorge flexibler werden. Gefragt sind Lösungen, die sich unterschiedlichen Lebensphasen anpassen und Menschen dabei unterstützen, ihre finanzielle Zukunft langfristig zu gestalten.
VivaFlex – Neue Vorsorgelösung für flexible Lebensmodelle
Mit der Lebensversicherung VivaFlex reagiert Helvetia auf die veränderten Anforderungen an die private Vorsorge. Die neue Lösung in der gebundenen Säule 3a oder der freien Vorsorge 3b gehört zu den ersten Produktinnovationen seit dem Zusammenschluss von Helvetia und Baloise. Sie ergänzt das bestehende Vorsorgeportfolio um eine Vorsorgelösung, die sich an unterschiedliche Lebenssituationen anpassen lässt.
Kundinnen und Kunden entscheiden selbst, wie sie Sicherheit, Renditechancen und Risikoabsicherung kombinieren möchten – etwa bei der Familiengründung mit zusätzlicher Risikoabsicherung, bei der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit ohne Absicherung über die Pensionskasse oder bei der indirekten Amortisation eines Eigenheims. Verändern sich die persönlichen oder finanziellen Verhältnisse, kann VivaFlex während der gesamten Vertragslaufzeit angepasst werden.
Damit erleichtert VivaFlex den Einstieg in die private Vorsorge und begleitet Menschen über alle Lebensphasen hinweg. Ob Berufsstart, Familiengründung, Teilzeitbeschäftigung oder berufliche Neuorientierung: Die Lösung lässt sich an die individuellen Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden anpassen.
«Die Lebensrealität der Menschen verändert sich laufend. Deshalb muss auch die Vorsorge flexibel sein. Mit VivaFlex schaffen wir eine Lösung, die unseren Kundinnen und Kunden die Flexibilität gibt, ihre Vorsorge jederzeit an veränderte Lebenssituationen anzupassen, ohne dabei auf Sicherheit verzichten zu müssen», sagt Patric Olivier Zbinden, Leiter Vorsorge Schweiz bei Helvetia.
Vorsorge als kontinuierlicher Prozess
Mit VivaFlex ergänzt Helvetia ihr umfassendes Vorsorgeangebot. Als Anbieterin von Versicherungs-, Bank- und Asset-Management-Lösungen verbindet das Unternehmen verschiedene Bereiche der finanziellen Vorsorge und begleitet Kundinnen und Kunden über unterschiedliche Lebensphasen hinweg.
«Vorsorge ist kein einmaliger Entscheid, sondern ein Prozess, der sich mit jeder Lebensphase weiterentwickelt. Eine regelmässige Standortbestimmung – ein finanzieller Gesundheitscheck – hilft dabei, die eigene finanzielle Situation zu überprüfen und Vorsorgelösungen an veränderte Bedürfnisse auszurichten», so Patric Olivier Zbinden.
Mit rund 150 Standorten in der ganzen Schweiz ist Helvetia nahe bei ihren Kundinnen und Kunden und unterstützt sie dabei, ihre finanzielle Situation laufend zu überprüfen sowie ihre Vorsorgelösung an veränderte Lebenssituationen anzupassen. Dies ist auch dank des schweizweit vernetzten Expertenmodells von Helvetia möglich: An 14 Standorten wird die Zusammenarbeit von Spezialistinnen und Spezialisten in den Bereichen Investment, Vorsorge und Eigenheim koordiniert, sodass das entsprechende Fachwissen standortunabhängig in die Beratung einfliessen kann. Das schafft eine wichtige Grundlage für die langfristige finanzielle Sicherheit.
[1] Bundesamt für Statistik (BFS), «SAKE in Kürze 2025. Schweizerische Arbeitskräfteerhebung», Neuchâtel 2026, S. 5.
[2] Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF), «Bildungsbericht Schweiz 2026», Aarau 2026, S. 190.
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