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  • Wie viel kostet ein Kind?

    01.01.2025
    Kinder bereichern Ihr Leben, gehen allerdings auch stark ins Geld. Durchschnittlich liegen die monatlichen Kosten für ein Kind in der Schweiz zwischen CHF 1'400 und 1'900. Wie viel kostet ein Kind während dem Heranwachsen insgesamt und warum kostet es überhaupt so viel?
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Wie viel kostet ein Kind?

01.01.2025
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Kinder bereichern Ihr Leben, gehen allerdings auch stark ins Geld. Durchschnittlich liegen die monatlichen Kosten für ein Kind in der Schweiz zwischen CHF 1'400 und 1'900. Wie viel kostet ein Kind während dem Heranwachsen insgesamt und warum kostet es überhaupt so viel?
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Kinder machen das Leben bunt, wild und intensiv – aber auch teurer. Darum schauen wir für Sie genau hin:
In welchem Alter Kinder wie viel kosten
Weshalb sie so viel kosten
Wie Sie als Familie sparen können

Was kostet ein Kind von 0 bis 18?

Kinder verursachen sowohl direkte als auch indirekte Kosten. Die direkten Kosten – also Ausgaben für Essen, Gesundheit, Kleidung, Fremdbetreuung, etc. – für ein Kind während 18 Lebensjahren belaufen sich auf gut CHF 470'000. Doch damit noch nicht genug. Denn neben diesen direkten Kinderkosten entstehen auch noch indirekte Kosten, die ebenfalls bis zu ungefähr einer halben Million Franken anwachsen können. Dazu gehört beispielsweise weniger Einkommen aufgrund reduzierter Arbeitszeiten und entgangenen Karrierechancen. Die Faustregel «ein Kind kostet bis zu seiner Volljährigkeit eine Million Franken» ist also nicht ganz falsch.

Direkte und indirekte Kinderkosten

Die direkten Kosten umfassen alle Konsumkosten sowie Ausgaben für die Gesundheit, die in einem Haushalt für die Kinder anfallen. Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen die direkten Ausgaben für Ernährung, Kleidung, Wohnen, Haushalt, Krankenkasse, Gesundheit, Internet und Freizeit im Detail.

Direkte Ausgaben im Detail

Quelle: Amt für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich
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Ebenfalls zu den direkten Kosten gehören die Fremdbetreuungskosten, welche bis zum Alter von 12 Jahren anfallen
Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, womit Sie in Sachen Betreuung rechnen sollten:
Altersabschnitt Altersabschnitt Total Betreuungskosten in CHF
0 bis 4 Jahre 443-1'454 21'300-69'800
4 bis 12 Jahre 198-479 19'000-46'000
Total Betreuungskosten bis 12 Jahre   Bis zu 116'000

Quelle: BFS, "Familien in der Schweiz 2021"

Die direkten Kosten für ein Kind können also alles in allem gut CHF 470'000 während 18 Lebensjahren betragen. Wenn Ihr Kind die Ausbildung mit 18 Jahren noch nicht abgeschlossen hat, z. B. weil es studiert, fallen zusätzliche Kosten für die junge Erwachsene oder den jungen Erwachsenen an.

Unter indirekten Kosten versteht man dagegen Zeitkosten, welche eine Familie aufbringt, um die Kinder zu betreuen und die damit verbundenen Folgekosten. Meist reduzieren werdende Eltern ihre Arbeitspensen – oder mindestens ein Elternteil –, sobald das erste Kind zur Welt gekommen ist. Das bedeutet ein tieferes Einkommen. Aber nicht nur das. Auch die Sozial- und Rentenbeiträge sinken dadurch, was sich im Alter oder im Krankheitsfall bemerkbar machen kann. Ausserdem lassen Elternpaare, meistens die Mutter, oft Karriere- und Aufstiegschancen sausen. Dies schlägt sich ebenfalls im Einkommen nieder und zählt zu den indirekten Kinderkosten. Bei den indirekten Kosten können Sie sehr grob geschätzt mit gut CHF 500'000 rechnen. Insgesamt kostet Sie ein Kind also gegen eine Million Franken.

In welchem Alter kosten Kinder am meisten?

Generell gilt: Je älter die Kinder werden, desto höher sind die direkten Kinderkosten. Gleichzeitig sinken die indirekten Kosten. Bis vier Jahre liegen die direkten Kosten für ein Einzelkind bei gut CHF 1'400 pro Monat, vom fünften bis zum zwölften Lebensjahr bei gegen CHF 1'550. Das teuerste Alter der Kinder aber ist die Teenagerzeit. In dieser Zeit steigen die laufenden Kosten für Kleidung, Freizeitaktivitäten und Schulmaterial deutlich an. Bis zum 18. Lebensjahr können Sie mit durchschnittlich CHF 1'900 pro Monat rechnen.

Das erste Kind kostet am meisten

Das erste Kind ist in der Regel das teuerste. Das liegt daran, dass Sie die Baby-Erstausstattung, wie z. B. Kinderwagen, Babybett und Kinderkleidung, neu anschaffen müssen. Bei zwei oder sogar drei Kindern sinken die Kosten pro Kind, weil Sie vieles wiederverwenden können. Auch haben Sie unterdessen mehr Erfahrung. Sie wissen womöglich schon, wo es günstige Windeln gibt und welche Baby-Artikel die Kinder wirklich benötigen.

Beim zweiten Kind sinken die Ausgaben pro Spross in den ersten vier Lebensjahren um rund 25 Prozent, beim dritten nochmals um gut 13 Prozent. In den Teenagerjahren ist der Unterschied etwas geringer. So sind die monatlichen Kosten fürs zweite Kind um 12 Prozent und fürs dritte Kind um 5 Prozent tiefer.

Je höher das Einkommen, desto höher die Kosten pro Kind

Die Höhe der Ausgaben für ein Kind hängt stark vom Lebensstil und der finanziellen Situation der Eltern ab. Familien mit höherem Einkommen neigen dazu, mehr für ihre Kinder auszugeben. Sei es für Bildung, Freizeitaktivitäten oder andere Bedürfnisse. Gemäss der BFS-Studie «Kinderkosten in der Schweiz» geben die obersten Einkommensklassen gut 40 Prozent mehr Geld für ihre Kinder aus als diejenigen, die am wenigsten verdienen.

Nicht alles neu kaufen:

  • Second-Hand-Kleidung in Kinderkleiderbörsen kaufen (Es gibt viele Gruppen auf Social Media, die diesen Zweck erfüllen)
  • Spielzeug aus der Ludothek ausleihen oder im Brockenhaus kaufen
  • mit Freunden und Bekannten Artikel tauschen

Steuern sparen:

  • Pro Kind erhalten Sie von Kanton und Bund einen Abzug – auch für Kinder, die schon volljährig sind, aber noch in Erstausbildung.
  • Machen Sie den Abzug für Fremdbetreuung geltend, wenn Sie Ihr Kind in die Kita oder zur Tagesmutter bringen.
  • Was Sie sonst noch von Ihren Steuern abziehen können, erfahren Sie in unserem Artikel «Was kann man alles von der Steuer absetzen in der Schweiz?»

Zusätzliche Spartipps:

  • Mit den Kindern kochen statt im Restaurant essen
  • Ausflüge und Freizeitaktivitäten selbst und in der Nähe organisieren
  • Prämienverbilligung für Krankenkassen in Anspruch nehmen
  • Kinderzulagen über Ihren Arbeitgeber beantragen

 

Indirekte Kinderkosten: Reduzierte Altersvorsorge

Kinder beeinflussen Ihre Altersvorsorge signifikant. Rechnen Sie diese indirekten Kinderkosten unbedingt in die Familienplanung ein. Arbeiten Sie Teilzeit, um sich der Familie zu widmen, zahlen Sie weniger in Ihre Pensionskasse (2. Säule) und AHV (1. Säule) ein. Langfristig kann so bis zu einem Drittel Ihres Altersguthaben fehlen und Sie erhalten eine tiefere Rente. Weil in der Schweiz die traditionelle Rollenverteilung bei der Kindererziehung stark verbreitet ist, betrifft die Vorsorgelücke vor allem Frauen.

Laut dem BFS-Bericht «Familien in der Schweiz 2021» arbeiten 83 Prozent der Mütter, davon fast zwei Drittel im Teilzeitpensum. Der Anteil der erwerbstätigen Väter ist mit 98 Prozent deutlich höher. Nur gerade 13 Prozent davon arbeiten Teilzeit. Ein Teilzeitpensum ist insbesondere dann kritisch, wenn Ihr Einkommen unter CHF 22'680 pro Jahr liegt. Damit erreichen Sie die Eintrittsschwelle für die Pensionskassenbeiträge in der 2. Säule nicht.

Gut zu wissen: Laut unserer Vorsorgeexpertin Stefanie Emmenegger wird es ab fünf Jahren ohne Einzahlung in die 2. Säule fast unmöglich, die fehlenden Beiträge zu kompensieren. Möchten Sie mehr zur 2. Säule des Schweizer Vorsorgesystems erfahren, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel «2. Säule in der Schweiz: Berufliche Vorsorge (BVG) einfach erklärt».

Tipps, wie Sie die indirekten Kosten von Kindern bei der Altersvorsorge minimieren

Junge Paare sollten ihre Vorsorgestrategie bei Geburt eines Babys überdenken, empfiehlt unsere Finanzpartnerin Stefanie Emmenegger:

  • Zahlen Sie frühzeitig und regelmässig in die private Vorsorge (Säule 3a) ein. Achtung: Die 3. Säule vermag grössere Lücken in der Pensionskasse nicht komplett zu kompensieren. Denn der Höchstbetrag, den Sie pro Jahr in die 3. Säule einzahlen dürfen, liegt aktuell bei CHF 7'258 für Erwerbstätige mit Pensionskasse.
  • Überprüfen und verhandeln Sie Ihre Pensionskassenlösungen, um die besten Konditionen für Teilzeitarbeit zu erhalten. 
  • Teilen Sie sich als Eltern die Arbeitspensen gleichmässig auf. Arbeitet jemand 60 und jemand 80 Prozent, sind die Vorsorgebeiträge in Summe meistens höher, als wenn jemand 100 und jemand 40 Prozent arbeitet.
Möchten Sie weitere Tipps erhalten?

Unsere Expertinnen und Experten für Vorsorge geben Ihnen gerne weitere Tipps, wie Sie trotz Kindern im Alter finanziell abgesichert sind.