Trends, Themen und Entwicklungen – damit Sie wissen, was sich aktuell in der Finanzwelt und der Wirtschaft abspielt, analysieren wir regelmässig für Sie die Finanzmärkte. Unsere Einschätzungen sind kurzfristig über die jeweils nächsten drei Monate und keine Handlungsempfehlung. Vielmehr dienen unsere Beobachtungen als Basis für Anlageentscheide. Natürlich wird das Kundenportfolio aber noch von verschiedenen anderen Komponenten beeinflusst.
Insgesamt erachten wir Anleihen nach wie vor als unattraktiv. Wir halten die Zinsfantasien bei Schweizer Anleihen jedoch für übertrieben. Daher bevorzugen wir in diesem Monat ein geringeres Untergewicht bei Schweizer Obligationen als im Vormonat. Bei Unternehmensanleihen sind die Kreditaufschläge im Investment-Grade-Segment nach wie vor sehr niedrig. Zudem sind die Währungsabsicherungskosten für Schweizer Investoren bei USD- und EUR-Anleihen jüngst nochmals angestiegen. Dadurch sind FX-abgesicherte Fremdwährungsanleihen für Schweizer Anleger eher unattraktiv.
Wir halten an unserem leichten Übergewicht bei Schwellenländer-Aktien fest. Dafür gibt es drei Gründe: (a) Die Bewertungen sind wieder attraktiver, (b) Schwellenländer-Aktien profitieren von der hohen, KI-bedingten Chipnachfrage und (c) Länder wie China oder Indien sind besser in der Lage, mit dem Iran einen Kompromiss zu finden und die Energiezufuhr teilweise wiederherzustellen. Angesichts der erhöhten Unsicherheit möchten wir das Aktienrisiko insgesamt aber etwas reduzieren. Dies erreichen wir durch eine niedrigere Allokation von Schweizer Aktien im Vergleich zum Vormonat. Der defensive Charakter und die geringeren Stagflationsrisiken sprechen zwar für den Schweizer Markt. Der Aufwärtsdruck auf den Schweizer Franken, der momentan noch teilweise durch die SNB eingedämmt wird, begrenzt jedoch das Erholungspotenzial.
Wir sehen zwar ein gewisses Erholungspotenzial, der Fokus sollte jedoch auf Anlagen mit niedrigeren Agios oder Anlagestiftungen gelegt werden.
Bei den alternativen Anlagen positionieren wir uns unverändert neutral, haben jedoch eine leichte Präferenz für Gold.
Melanie Rama
Nicolas Samyn
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