Eine Hypothek ermöglicht Ihnen die Finanzierung eines Eigenheims, bringt jedoch einige Konditionen mit sich. Wir erklären, was eine Hypothek ist, welche Arten es gibt und welche Schritte Sie für die Finanzierung Ihrer Immobilie durchlaufen müssen.
Eine Hypothek ist ein langfristiges Darlehen einer Bank oder Versicherung zur Finanzierung einer Immobilie. Die Immobilie beziehungsweise das Wohneigentum selbst dient als Sicherheit für den Kredit.
Das bedeutet: Sollten Sie zahlungsunfähig werden und die Hypothekarzinsen nicht mehr bezahlen können, kann die Bank die Immobilien als Absicherung (Pfand) nutzen. Die Bank hat also das Recht, auf die Immobilie als Sicherheit zurückzugreifen. Sie kann beispielsweise die Immobilie verkaufen und kommt so wieder an ihr Geld.
In der Schweiz müssen Sie bei einem Immobilienkauf mindestens 20% des Immobilienwerts aus eigenen Mitteln finanzieren. Wenn Sie also eine Immobilie im Wert von 1'000'000 Franken kaufen möchten, müssen Sie demnach mindestens 200'000 Franken aufbringen. Ein stattlicher Betrag.
Wenn Sie sich für eine Immobilie interessieren und sich für die Hypothek an eine Bank oder Versicherung wenden, wird zuerst Ihre Tragbarkeit berechnet. Vereinfacht gesagt rechnet Ihre Beraterin oder Ihr Berater aus, wie tragbar die Immobilienkosten bei Ihrer finanziellen Situation sind und ob Sie sich die Immobilie respektive die Hypothekarzinsen, die Rückzahlung sowie die Nebenkosten leisten können.
Wie das genau berechnet wird, erfahren Sie in unserem Artikel «Tragbarkeit einer Hypothek verstehen und berechnen».
Normalerweise funktionieren Darlehen so, dass die Schuldnerin oder der Schuldner den geliehenen Betrag plus Zinsen an den Gläubiger zurückbezahlt.
Die Immobilienfinanzierung funktioniert anders. Sie wird üblicherweise in zwei Teile aufgeteilt: die 1. und die 2. Hypothek.
Die 1. Hypothek deckt maximal 67% des Immobilienwerts ab. Die 2. Hypothek deckt bis zu 13% ab. Wenn Sie jedoch genug Eigenmittel aufbringen – also mehr als das Minimum von 20% – beträgt die 2. Hypothek weniger als 13%. Wenn Sie die Immobilie mit mindestens 33% Eigenmitteln finanzieren, entfällt die 2. Hypothek ganz.
Der Hauptunterschied zwischen der 1. und der 2. Hypothek besteht in der Amortisationspflicht. Die 1. Hypothek muss nicht zurückbezahlt (amortisiert) werden. Im Gegensatz dazu muss die 2. Hypothek innerhalb von 15 Jahren nach dem Immobilienkauf oder bis zum Zeitpunkt Ihrer Pensionierung vollständig zurückbezahlt werden. Je nachdem, was zuerst eintritt.
Man unterscheidet zwei Arten der Amortisation:
Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel «Amortisation Hypothek: direkt oder indirekt – und wie viel ist sinnvoll?».
Der Weg zur Hypothek umfasst mehrere Schritte, die sicherstellen, dass sowohl die Bank als auch Sie gut abgesichert sind:
Es gibt verschiedene Hypothekarmodelle, die sich in ihren Konditionen und der Zinsberechnung unterscheiden. Die häufigsten Varianten sind: